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Pinienkerne für 121,50 Euro? Supermarkt-Kundin: „Musste meine Schuhe suchen gehen“

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Der Preis von Pinienkernen zog einer Frau im Supermarkt förmlich die Schuhe aus - doch sie nahm es mit Humor.
Der Preis von Pinienkernen zog einer Frau im Supermarkt förmlich die Schuhe aus - doch sie nahm es mit Humor. © Twitter @FrauE_petedaete

Die Preise steigen, das ist dieser Tage keine Überraschung mehr. Trotzdem zog es einer Frau im Supermarkt beim Anblick des Preises eines bestimmten Produkts regelrecht die Schuhe aus.

München - Die Inflation lag im August bei 7,9 Prozent und auch die „Shrinkflation“ steigt: Die Hersteller „verstecken“ ihre Preiserhöhungen mit immer kleineren Packungsgrößen. Einer Frau zog es aufgrund des saftigen Preises eines bestimmten Produkts im Supermarkt deshalb glatt „die Schuhe aus“, doch sie nahm es mit Humor.

Luxusgut Pinienkerne: „Muss kurz meine Schuhe suchen gehen“

Eine Twitter-Nutzerin teilte am Freitag ein Bild von einem Fund im Supermarkt. Darauf zu sehen: Pinienkerne für 7,29 Euro pro 60 Gramm, das ergibt einen stolzen Kilopreis von 121,50 Euro. „Musste heute im Supermarkt kurz meine Schuhe suchen gehen“, schrieb die Twitter-Nutzerin dazu mit einem Augenzwinkern, wie tz.de berichtet.

Die meisten der Kommentatoren unter dem Beitrag pflichteten ihr bei, andere versuchten es mit Humor zu nehmen: „Ja gut, die hier sind halt auch vegan, das zahlt man natürlich auch mehr im Vergleich zu den anderen Gammelfleischpinienkernen.“

Eine Nutzerin versteht Aufregung ganz und gar nicht: „Ich checks nicht!“

Doch eine Nutzerin verstand nicht so recht, um was es ging - dabei gab ihr allerdings weniger der Preis Rätsel auf. „Schuhe? Ich checks nicht“, gab sie in einem Kommentar zu. „Die hatte es mir ausgezogen als ich den Preis sah“, erklärte die Verfasserin des Original-Beitrags. Allerdings geht es offenbar noch schlimmer: Ein Twitter-User postete als Antwort ein Bild von Pinienkernen im Edeka: 8,49 Euro kosten dort offenbar 50 Gramm, der Kilopreis klettert damit auf 169,80 Euro.

Pinienkerne sind tatsächlich ein aufwendiges Produkt. Dazu kommen noch hohe Spritpreise, lange Transportwege und die allgemeine Inflation. Die Kerne sitzen tief unter den Schuppen der Pinienzapfen und sind entsprechend mühsam zu sammeln. Es sind zahlreiche Arbeitsschritte notwendig - fast alles ist Handarbeit. Zudem liefern die Pinien vergleichsweise wenig Ertrag.

Pinienkerne mit guter Qualität kommen meist von Kiefern im Mittelmeerraum, die allerdings teilweise erst nach 20 Jahren die erste Ernte abwerfen und im Anschluss nur etwa alle drei Jahre Ertrag bringen. Die Bäume sind bis zu 30 Meter hoch, die Erntehelfer müssen die Pinienzapfen dort oben in luftiger Höhe ernten. Im Anschluss müssen die Kerne in der Regel mehrere Wochen lang trocknen.

Alles in allem, ein ganz schöner Aufwand. Vielleicht hat eine Nutzerin in den Kommentaren doch recht, wenn sie empfiehlt, lieber auf Sonnenblumenkerne umzusteigen.

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