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Schock für Verbraucher - Preise für Heizöl drastisch gestiegen

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Von: Svenja Wallocha

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Die Energiekosten sind innerhalb eines Jahres rasant gestiegen. Das sorgt auch für eine steigende Inflation in Deutschland.

Kassel – Die Verbraucherpreise sind in Deutschland kräftig gestiegen. Vor allem der Blick auf die Preisanzeige an der Tankstelle schockiert derzeit viele Autofahrer. Aber auch die Kosten für Strom legten ordentlich zu*, was teils enorme Auswirkungen für Unternehmen und Kunden hat. Die Energiekosten halten auch die Inflation auf hohem Niveau.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Inflationsrate im Januar 2022, verglichen mit dem Vorjahresmonat, bei 4,9 Prozent. Waren und Dienstleistungen kosteten im Januar 2022 also durchschnittlich 4,9 Prozent mehr, als vor einem Jahr. Damit bestätigten die Statistiker ihre erste Schätzung von Ende Januar.

Die Preise in Deutschland steigen und steigen – auch für Heizöl.
Die Preise in Deutschland steigen – auch für Heizöl. © Christian Charisius/dpa

Heizöl deutlich teurer: Inflation in Deutschland im Januar 2022 kräftig gestiegen

Die Inflation schwächte sich damit zwar leicht ab – im Dezember hatte sie mit 5,3 Prozent den höchsten Wert seit fast 30 Jahren* erreicht. „Sie bleibt aber auf einem hohen Stand“, erklärte der Präsident des Bundesamts, Georg Thiel. Verglichen mit dem Vormonat Dezember 2021 stiegen die Verbraucherpreise im Januar 2022 um 0,4 Prozent.

Einen hohen Einfluss auf die Inflation haben laut Bundesamt weiterhin Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Vorprodukten sowie die Energiepreise: Diese zogen binnen Jahresfrist um 20,5 Prozent an. Das bedeutet: Verbraucher mussten 20,5 Prozent mehr für Energie zahlen, als ein Jahr zuvor. Ohne den Einfluss der Energie hätte die Inflationsrate zuletzt bei 3,2 Prozent gelegen.

Steigende Energiepreise: Preise für Heizöl legten um 51,9 Prozent zu

Vor allem die Preise für Heizöl erhöhten sich (51,9 Prozent). Aber auch Kraftstoffpreise, also Benzin, stiegen* um 24,8 Prozent, Erdgas um 32,2 Prozent und Strom legte um 11,1 Prozent zu. Dabei hatten allerdings auch die höhere CO2-Abgabe sowie gestiegene Netzentgelte beim Strom einen Einfluss.

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Doch nicht nur die Energie wurde teurer, sondern auch Nahrungsmittel. Hier stiegen die Preise zuletzt um 5,0 Prozent. Spürbar war das vor allem bei frischem Gemüse (plus 8,3 Prozent) sowie Molkereiprodukten und Butter (plus 6,3 Prozent). Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,4 Prozent und dämpften somit die Gesamtteuerung.

Dagegen erhöhten sich einige Dienstleistungspreise deutlich, etwa die Wartung und Reparatur von Wohnungen und Wohnhäusern (plus 9,4 Prozent) sowie von Fahrzeugen (plus 4,9 Prozent). Wegen der enorm gestiegenen Energiepreise wurde ein einmaliger Heizkostenzuschuss* beschlossen. (svw mit Material von afp) *hna.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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