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Zuschuss für neue Elektrogeräte: Stadt in Deutschland verschenkt 150 Euro

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Von: Nadja Austel

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Mann hockt vor einer Waschmaschine und schaut seine Wäsche an.
Vor allem alte Waschmaschinen können viel Energie verbrauchen. (Symbolfoto) © Shotshop/Imago

Ihre Haushaltsgeräte sind sehr alt und verbrauchen viel Strom? Das Förderprogramm einer deutschen Stadt erleichtert nun den Gerätetausch.

Frankfurt/Stuttgart – Alte Haushaltsgeräte sind unnötige Stromfresser. Geräte mit veralteter Technik produzieren jedes Jahr mehrere hundert Euro an Stromkosten und belasten so die Haushaltskasse und die Umwelt.

Vor allem der Kühlschrank, der Tag und Nacht läuft, sieben Tage in der Woche. Kein Wunder, dass der Kühlschrank da einen starken Einfluss auf den Energieverbrauch des Haushalts hat. Bis zu 20 Prozent des Gesamtstromverbrauchs eines Haushalts soll auf den Kühlschrankbetrieb entfallen, informiert die Stadt Stuttgart, und ermutigt die Bevölkerung, in neue, umweltschonendere Geräte zu investieren.

Energiesparen: In Stuttgart gibt es 150 Euro für den alten Kühlschrank

Bereits im Jahr 2019 hatte die Stadt ein ähnliches Förderprogramm ins Leben gerufen. Im damaligen Programm hatte Stuttgart lediglich den Austausch alter Kühlschranke gefördert. Die Aktion hatte sich unerwartet großer Beliebtheit erfreut, sodass das vorgesehene Budget weiter aufgestockt wurde. Nun knüpft die Stadt mit einem noch umfassenderen Tauschprogramm an den Erfolg an.

Gefördert werden diesmal neben Kühlschränken auch Kühl‐Gefrierkombinationen, Gefriertruhen, Gefrierschränke, sowie Wasch‐ und Spülmaschinen. Denn auch letztere zählen zu den großen Energiefressern im Haushalt. Die Stadt Stuttgart bezuschusst den Kauf eines energieeffizienten Neugerät mit bis zu 150 Euro. Der Nutzen schlägt sich gleich dreifach nieder: geringere Kosten bei der Neuanschaffung, Senkung der laufenden Kosten durch das energieeffiziente Neugerät und ein persönlicher Beitrag für den Klimaschutz.

Energiesparen durch neue Elektrogeräte: Typenschild verrät Alter

Förderbedingung für den Zuschuss der Stadt Stuttgart von Kühl- und Gefrierschränken ist, dass das Altgerät mindestens 15 Jahre als sein muss. Um einen echten Fortschritt bei der Energieeffizienz sicherzustellen, muss das Neugerät zudem eine deutlich bessere Energieeffizienzklasse vorweisen (siehe Tabelle). Für Wasch‐ und Spülmaschinen beträgt das Mindestalter der alten Geräte zwölf Jahre. Bei der Antragstellung für den Zuschuss von 150 Euro wird daher ein Altersnachweis der Geräte gefordert.

GeräteartMindestalter AltgerätEnergieeffizienzklasse Neugerät
Kühl- oder Gefriergeräte ab 145 cm Höhe15 JahreC oder höher
Kühl- oder Gefriergeräte bis 145 cm Höhe15 JahreD oder höher
Waschmaschinen12 JahreA
Geschirrspüler12 JahreC oder höher
Quelle: Stadt Stuttgart

Da in den wenigsten Fällen noch die Originalrechnung des Altgeräts vorhanden ist, gibt es jedoch eine weitere Möglichkeit, das Alter zu bestimmen, so die Informationen der Stadt. An jedem Gerät befindet sich das sogenannte Typenschild, das eine Art Ausweis für Geräte. Anhand der dort gelisteten Gerätebezeichnung und Seriennummern könne die Verwaltung ebenfalls das Alter des Geräts nachvollziehen.

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Energieeffizienz gleich Energiesparen: Auf höchste Klasse ist zu achten

Beim Kauf energieeffizienter neuer Geräte ist zudem zu beachten, dass seit dem 1. März 2021 die neuen EU‐Effizienzlabel für Kühl‐ und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen gelten. Seitdem werden die effizientesten Kühl‐ und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen nicht länger mit „A+++“ bezeichnet, sondern lediglich mit „A“.

Mit einigen Tricks lässt sich auch weitere Energie und damit Geld im Haushalt sparen. So etwa beim Wäschewaschen: die gewählte Temperatur spielt dabei eine große Rolle. Denn nur wirklich stark verschmutzte Wäsche muss bei höheren Temperaturen gereinigt werden. (na)

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