1. Startseite
  2. Verbraucher

Energie sparen: So nutzen Sie den Wasserkocher richtig

Erstellt:

Von: Kilian Bäuml

Kommentare

Wasserkocher
Durch die richtige Füllmenge im Wasserkocher können Verbraucher Geld sparen. © Shotshop/Imago

Die steigenden Strompreise führen dazu, dass diesen Winter viele Haushalte Strom sparen wollen. Den Wasserkocher richtig zu benutzen, hilft dabei.

Frankfurt – Mit einigen Tricks, lässt sich einfach Strom sparen. Deshalb lohnt es sich, innovativ zu sein und um die Ecke zu denken. Berechnungen von Verbraucherportalen zeigen: Wer den Wasserkocher richtig nutzt, kann nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen.

Indem man einfach immer die richtige Menge Wasser kocht, lassen sich laut einer Berechnung des Verbraucherportals utopia.de beispielsweise 25 Kilogramm CO₂ einsparen. Die Rechnung von Utopia vom September 2022 nimmt als Beispiel einen Wasserkocher, der jeden Tag einen Liter Wasser mehr kocht, als benötigt wird. Außer CO₂ lässt sich damit auch Geld sparen, laut den Angaben zehn Euro im Jahr.

Energie sparen im Haushalt: Wasserkocher kann helfen

Noch mehr Energie lässt sich sparen, wenn man den Wasserkocher auch als Hilfe beim Kochen verwendet. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Elektroherd, lässt sich 50 Prozent des Stromverbrauchs sparen, indem zum Erhitzen des Wassers der Wasserkocher verwendet wird, berichtet das Verbraucherportal nachhaltigleben.ch.

Werden täglich zwei Liter Wasser mit dem Wasserkocher erhitzt, statt auf dem Elektroherd, lassen sich 12 Kilogramm CO₂ und circa 8 Euro an Stromkosten einsparen, schreibt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft Co2online. Durchschnittlich verbraucht ein Haushalt mit drei Personen etwa 450 kWh im Jahr nur für Herd und Backofen. Damit gehören sie zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Stromverbrauch. Die Energie-Beratungsgesellschaft empfiehlt zudem, den Wasserkocher regelmäßig zu entkalken. Kaltablagerungen im Gerät können die Leistung sonst um bis zu 30 Prozent senken.

Wasserkocher oder Induktionsherd, wer verbraucht weniger?

Bei Induktionsherden ist das Einsparpotenzial geringer, da diese besonders effektiv sind. Bis zu einer Wassermenge von 1,5 Litern lohnt es sich laut dem BR weiterhin, den Wasserkocher zu verwenden. Umso größer jedoch die Menge an Wasser ist, die erhitzt werden soll, umso mehr lohnt es sich, den Induktionsherd zu verwenden.

HaushaltsgerätVerbrauch
Elektroherdhöchster Verbrauch
Induktionsherdgeringster Verbrauch für große Mengen Wasser
Wasserkochergeringster Verbrauch für kleine Mengen Wasser

Auf die Frage, warum das so ist, antwortete Professor Rainer Stammiger von der Uni Bonn gegenüber dem BR: „In diesem Fall haben wir zweimal Energieverluste: Zuerst wird der Wasserkocher mit dem Wasser erwärmt, dann muss der Topf mit der größeren Menge Wasser wieder erwärmt werden. Vor allem bei Wasserkochern aus Metall ist der Verlust hoch, weil sie selbst viel Wärme speichern.“ (Kilian Bäuml)

Auch interessant

Kommentare