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Energie-Krise: Können Stromsparbox und Steckdosenheizung tatsächlich helfen?

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Von: Lucas Maier

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In Deutschland versuchen die Menschen an allen Ecken und Enden Energiekosten zu sparen. Doch wie sinnvoll sind Steckdosenheizung und Co. wirklich?

Berlin – Gas, Benzin und Strom sind so teuer wie selten in Deutschland. Viele Hersteller versuchen die Nachfrage nach billiger Wärme und dem Wunsch Energie zu sparen nun für sich zu nutzen.

Einige Hersteller werben derzeit für sogenannte Stromsparboxen, die den Verbrauch um bis zu 90 Prozent senken sollen, wie die Verbraucherzentrale berichtet. Ähnlich verhält es sich mit den kleinen Heizöfen, diese sollen den Raum effizient aufheizen und so Energie-Kosten sparen. Die kleinen Öfen werden unter anderem unter dem Namen „Steckdosenheizung“ angeboten.

Stromkosten sparen: Realitätscheck macht einen Strich durch die Rechnung

Das Portal Heise online hat die Stromsparboxen getestet. Die Expertinnen und Experten öffneten die vermeintlichen Stromspargehilfe. Darin soll sich lediglich eine Leuchtdiode, ein Überspannungsschutz und ein schwarzer Klotz befunden haben, wie das Magazin schreibt.

Energie-Krise: Das können die kleinen Spar-Gadgets wirklich? (Symbolbild)
Energie-Krise: Was können kleinen Spar-Gadgets wie Steckdosenheizungen wirklich? (Symbolbild) © Angel Santana Garcia/Imago

Der schwarze Klotz hat laut den Expertinnen und Experten keinerlei Nutzen in der Schaltung gehabt. Die Diode würde sogar noch Strom verbrauchen, anstatt diesen zu sparen, weshalb das Magazin die Boxen als wirkungslos bezeichnet.

Energie-Krise in Deutschland: Finger weg von billigen Steckdosenheizungen

Viele Hersteller werben damit, dass die kleinen Steckdosen-Öfen rund 20 Quadratmeter Wohnfläche heizen können. Dem Test der Verbraucherzentrale halten diese Versprechungen jedoch nicht stand. „Die kleinen Geräte sind als Heizungsalternative schlichtweg ungeeignet“, so das ernüchternde Fazit der Expertinnen und Experten.

Sparsam sind die kleinen Öfen oder Lüfter ebenfalls nicht. Mit Leistungen zwischen 350 und 500 Watt sind die kleinen Geräte wirkliche Stromfresser. Zum Vergleich, Staubsauger haben häufig zwischen 400 und 500 Watt, wie die Verbraucherzentrale schreibt. Also ähnlich viel wie der kleine Ofen.

Wer wirklich Energie- und Strom sparen will, sollte deshalb lieber auf die richtigen Spartipps vertrauen und nicht in eine der vielen Werbefallen tappen. Viele probieren derzeit auch sogenannte Teelichtöfen aus, um Energie zu sparen. (Lucas Maier)

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