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Strompreise steigen: Für wen sich eine Photovoltaikanlage lohnt

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Von: Fee Halberstadt

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Für einige Hausbesitzerinnen und Besitzer lohnt sich eine Solaranlage. Zum Teil werden die Anlagen von den Bundesländern unterstützt. (Symbolbild)
Für einige Hausbesitzerinnen und Besitzer lohnt sich eine Solaranlage. Zum Teil werden die Anlagen von den Bundesländern unterstützt. (Symbolbild) ©  Leopold Nekula/imago

Die Gas- und Strompreise explodieren. Die Nachfrage für Photovoltaikanlagen in Privathaushalten steigt. Doch für wen lohnen sich diese überhaupt?

Kassel – Erneuerbare Energie hat das Ziel, die Umwelt zu schonen und unabhängig vom Import fossiler, Heiz-, Brenn- und Kraftstoffen zu sein. Die Verwendung von Ökostrom steigt in Deutschland an. Bis 2025 soll 40 bis 45 Prozent des in Deutschland gebrauchten Stroms aus erneuerbarer Energie gewonnen werden, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Zu diesen Energieformen zählen hauptsächlich Wind- und Sonnenenergie. Aus Biomasse und Wasserkraft wird ebenfalls Strom und Wärme erzeugt.

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) können die Energie aus der Sonnenstrahlung direkt in Strom umwandeln. Gas- und Stromkosten steigen bereits seit mehreren Monaten. Der Ukraine-Konflikt hat den hohen Preisen erneut einen Schub gegeben. Momentan kostet eine Kilowattstunde Strom im Durchschnitt 40,64 Cent, wie das Vergleichsportal Verivox berichtet. 2021 lag der Preis noch bei 30,73 Cent. Können Solaranlagen hier für Privathaushalte Abhilfe leisten?

Photovoltaikanlage: Lohnt sie sich aufgrund der ansteigenden Gas- und Stromkosten?

Die Nachfrage für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) stieg bereits 2021 an, wie beispielsweise im Kreis Kassel zu bemerken war. PV-Anlagen können die Energie aus der Sonnenstrahlung direkt in Strom umwandeln. Grundsätzlich lassen sie auf Hausdächern, Terrassen und Balkonen installieren. Durch die Erzeugung von eigenem Strom kann dann weniger Strom aus dem Netz genutzt werden, was demnach mit niedrigeren Stromrechnungen verbunden ist. Zudem kann man den Strom aus der eigenen Solaranlage in das öffentliche Netz einspeisen, wofür eine Prämie von rund sieben Cent gezahlt wird, wie der SWR berichtet.

Doch bevor sich die Ersparnisse durch eine Solaranlage auszahlen, muss eine Investition getätigt werden. Bei einer PV-Anlage sollte mit 1200 bis 1600 Euro netto pro Kilowattstunde Leistung gerechnet werde, schreibt Finanztip. Heißt, für eine Solaranlage mit einer Leistung von beispielsweise vier Kilowatt, müssen mindestens 4800 Euro in die Hand genommen werden.

Gas- und Stromkosten steigen: Zeit für eine Photovoltaikanlage – für wen lohnt es sich?

Bei so einer Solaranlage können rund 30 Prozent des erzeugten Stroms direkt verwendet werden. Wird der Strom allerdings gespeichert, so der SWR, kann mindestens 50 Prozent des Stroms genutzt werden. Die Verbraucherzentrale spricht sogar von 70 Prozent. Damit das möglich ist, ist ein Batteriespeicher vonnöten. Die Kosten für ihn belaufen sich auf mehrere Tausend Euro. Die Sprache ist von maximal 600 Euro netto pro Kilowattstunde Speicherkapazität.

Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich für jeden eine PV-Anlage, die oder der eine Möglichkeit und Erlaubnis zur Anbringung der Anlage hat, erklärt die Verbraucherzentrale. Optimal ist ein Dach, das nach Süden ausgerichtet ist und einen Neigungswinkel von 30 bis 35 Prozent hat, schreibt der SWR. Doch selbst wenn das nicht der Fall ist, wird trotzdem Strom durch Sonnenenergie erzeugt. Der Gewinn fällt lediglich etwas geringer aus. Um individuell zu überprüfen, ob eine Solaranlage lukrativ ist, bietet Stiftung Warentest einen Rendite-Rechner an. Zudem hat das Projekt „Solar-Check plus“ überprüft, ob sich die Investition in eine Solaranlage lohnt.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage? Mögliche Lösung gegen hohe Gas- und Stromkosten

Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich für jeden eine PV-Anlage, die oder der eine Möglichkeit und Erlaubnis zur Anbringung der Anlage hat, erklärt die Verbraucherzentrale.  Je mehr Solarstrom direkt selbst verbraucht wird, desto schneller rechnet sich die Investition in eine Anlage.

Wird diese Ersparnis über Jahre hinweg zusammengezählt, gleicht es sich mit den Ausgaben für die Installation und Anschaffung der PV-Anlage aus. Wird noch mehr Strom selber genutzt, wird auch mehr gespart und es gleicht sich schneller aus. Zudem gibt es verschiedene Förderungen vom Staat, den Bundesländern und Kommunen, die genutzt werden können.

Für alle, die eine Solaranlage installieren wollen, um klimaneutraler zu leben, lohnt es sich auf alle Fälle. Das schreibt die Verbraucherzentrale. Eine weitere Möglichkeit die Stromrechnung zu minimieren, ist Energie zu sparen und Stromfresser im Haushalt zu finden. (fh)

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