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Verbraucherschützer raten: Warum sie unbedingt jetzt noch den Zählerstand ablesen sollten

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Von: Romina Kunze

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Sie waren 2022 ein Dauerbrenner: die Energiekosten. Um mit den vielen Veränderungen im neuen Jahr den Durchblick zu behalten, sollten Verbraucher schnell ihre Zählerstände checken.

Potsdam/Kassel – Es ist meist eine nervige Angelegenheit: der Gang in den Keller, die Waschküche oder in die Kammer, um die Zählerstände zu prüfen. Einmal im Jahr müssen die Gas- und Strom-Zählerstände abgelesen werden; und zwar spätestens dann, wenn der Anbieter danach verlangt. Laut Verbraucherschützern ist es aber ratsam, sich vor dem neuen Jahr noch einmal die Mühe zu machen.

„Da einige Neuerungen zum neuen Jahr wirksam werden, können abgelesene Zählerstände hilfreich sein“, erklärt Rico Dulinski, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Zum Beispiel könne das den Verbraucherinnen und Verbrauchern erleichtern, die zu erwartende Energieabrechnung besser nachzuvollziehen und zu kontrollieren, so der Fachmann.

Kunden können ihre Zählerstände, etwa bei Preisänderungen, auch unterjährig ablesen und den SWS übermitteln.
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten noch in diesem Jahr die Zählerstände ihres Strom- und Gasverbrauchs checken. Zur Selbstkontrolle und den besseren Überblick angesichts der vielen Änderungen in 2023, wie die Verbraucherzentrale Brandenburg sagt. © Christian Beier

Selbstkontrolle vor dem Jahreswechsel: Zählerstand-Check ist nicht Pflicht, aber hilfreich

Verpflichtend sei das Ablesen laut VZB nicht. Doch angesichts von stark gestiegenen Energiepreisen, staatlichen Preisbremsen und weiteren Anpassungen, könne die freiwillige Maßnahme dabei helfen, den Überblick über die eigenen Gas- und Strom-Stände zu behalten. Und damit letztlich auch über die Kosten. Zumal die Energieabrechnungen in den kommenden Monaten und Jahren für Verbraucherinnen und Verbraucher ohnehin „zu einer echten Herausforderung“ werde, so die Verbraucherzentrale in Brandenburg gegenüber AFP.

Zur besseren Verständnis: Kostenlose Online-Vorträge über Energiepreise und -versorgung

Erst die Debatten über Nord Stream 1 und 2, dann die geradezu explodierenden Energiepreise, das Abwägen, ob Atomkraftwerke weiter laufen sollten oder besser doch nicht und nun auch noch die komplexen Entlastungspakete für 2023. Wer soll da noch den Durchblick behalten? Die Auswirkung merkt jede Verbraucherin und jeder Verbraucher in Deutschland; spätestens beim Blick auf die Energie-Abrechnungen. Um mit dem Thema besser umgehen zu können, bietet die Verbraucherzentrale Deutschland regelmäßig kostenlose Online-Vorträge an. Unter Titeln wie „Heizkostenabrechnung besser verstehen“, informiert die Zentrale etwa über Strom- und Heizkosten, Heizungsoptimierung, Förderprogrammen, wie für Solarpanels oder auch die Vor- und Nachteile vom Bauen mit Holz.

Quelle: Verbraucherzentrale

In den vergangenen Wochen hätten sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher Hilfe suchend an die Verbraucherzentrale in Brandenburg gewendet. Das zeige, so Dulinski, dass sowohl die Gas- und Strompreisbremse als auch die verschiedenen Entlastungspakete nicht einfach zu verstehen seien. Die Selbstkontrolle der Zählerstände zum Jahreswechsel könne dabei helfen, so der gut gemeinte Geheimtipp der VZB. (Romina Kunze)

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