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Energiepauschale: Wer die 300 Euro erhält – und wann das Geld ausgezahlt wird

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Von: Tanja Koch

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Heizung
Die Heizkosten steigen und steigen: Zur Entlastung der Bürger wird im September die Energiepreispauschale ausgezahlt - doch wer erhält die 300 Euro genau? © Fabian Sommer/dpa

Im Rahmen des Entlastungspakets sollen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in Kürze die Energiepauschale erhalten. Das müssen Sie wissen.

Berlin – 200 bis 300 Euro mehr soll eine vierköpfige Familie an Mehrkosten für den Gasverbrauch haben, hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) laut Tagesschau erklärt. Wie das Vergleichsportal Check24 vorrechnet, werde einem Vier-Personen-Haushalt jedoch eher eine Nachzahlung von 476 bis 1190 Euro drohen. Wie hoch auch immer die Zusatzbelastung vor dem Hintergrund von Wladimir Putins Ukraine-Krieg letztlich sein wird – die Energiepauschale von 300 Euro pro Person soll diese abfedern.

Der Bonus ist Teil des Steuerentlastungsgesetzes, in dem der Gesetzgeber mehrere Entlastungsmaßnahmen beschlossen hat. Ausgezahlt werden soll die Pauschale im September. Doch steht sie auch Sozialhilfeberechtigten, Ruheständlern und Selbstständigen zu? Laut Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) sind alle aktiv Erwerbstätigen berechtigt – also Arbeitnehmer, Angestellte, Beamte, Menschen in Ausbildung, Werkstudierende, Studierende im bezahlten Praktikum oder mit Teilzeit-Job sowie in Minijobs beschäftigte, die einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Energiepauschale: Wer ist berechtigt?

Auch Ruheständler mit Nebenjob sind berechtigt sowie Personen, die derzeit Kranken- oder Elterngeld erhalten oder 2022 irgendwann gearbeitet haben und nun arbeitslos sind, Ehrenamtliche mit Aufwandsentschädigung. Keine Energiepauschale erhalten Nicht-Erwerbstätige wie etwa Elterngeldbezieher ohne Arbeitsverhältnis, Ehrenamtler ohne Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung sowie Rentner ohne Nebenerwerb.

Wie erhält man die Energiepauschale?

Arbeitnehmer bekommen die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro einmalig mit ihrem Gehalt ausgezahlt. Selbstständige und Gewerbetreibende, die ihre Einkommenssteuer im Voraus bezahlen, erhalten wegen der bevorstehenden Auszahlung der Energiepauschale in den nächsten Tagen Post vom Finanzamt. Die Finanzämter verrechnen die Pauschale in Höhe von 300 Euro einmalig mit der Einkommensteuer-Vorauszahlung für das dritte Quartal zum 10. September 2022. Dazu versenden die Behörden neue Bescheide. „Ein Antrag ist nicht erforderlich.“

Doch komplett dürfen Erwerbstätige die 300 Euro nicht behalten – es handelt sich um einen Bruttobetrag. Je nach Steuerklasse ist also fraglich, ob die Netto-Summe ausreichen wird, um die gestiegenen Energiekosten für Heizung, Transport und Strom zu begleichen. (tk mit dpa)

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