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Energiesparen beim Lüften: So vermeiden Sie Schimmel und Kälte

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Von: Niklas Kirk

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Um im kommenden Winter für ausreichend frische Luft zu sorgen und dabei keine explodierenden Heizkosten zu riskieren, empfehlen sich einige Tipps.

Kassel – Es wird Herbst und die fallenden Temperaturen sorgen dafür, dass in vielen Haushalten die Heizungen wieder angestellt werden. Durch die horrende Steigerung der Energiekosten wird dabei mit viel Augenmaß geheizt werden. Ein Grund auf das Lüften zu verzichten – schon allein wegen der zu befürchtenden Gefahr durch Corona – ist dies allerdings nicht. Außerdem steigt das Schimmel-Risiko in den eigenen vier Wänden, wenn kaum oder nur unzureichend gelüftet wird.

Auf das Lüften muss auch gar nicht verzichtet werden, denn: Wenn Sie ein paar Tricks beachten, sorgen Sie für den notwendigen Luftaustausch in Ihren vier Wänden, ohne weitere Heizkosten befürchten zu müssen.

Lüften ist wichtig - auch wenn es kalt ist
Gut gelüftet: Stimmt die Mischung aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einem Raum, bildet sich auch kein Kondenswasser am Fenster. © Christin Klose/dpa-tmn/Illustration

Energiesparen beim Lüften – darauf kommt es an

Für eine angenehme Luft und Luftfeuchtigkeit sollten Sie in allen Räume lüften, in denen Sie sich viel aufhalten und eine hohe Luftfeuchtigkeit entstehen könnte. In ihrem Schlafzimmer beispielsweise, sollte mindestens einmal morgens und einmal abends lüften, was bedeutet das Fenster für einige Minuten weit geöffnet zu lassen. Auch in den Wohnräumen sollte man regelmäßig lüften, vor allem, wenn es Pflanzen oder andere Feuchtigkeitsquellen gibt, wie das Umweltbundesamt empfiehlt.

Im Schlafzimmer kann es sich im Sommer lohnen, das Fenster nachts gekippt zu lassen, damit frische und kühle Luft in den Raum strömt. Im Winter ist es dafür jedoch zu kalt und die warme Luft geht verloren. Bleiben die Fenster länger gekippt, kühlen die Räume, im schlimmsten Falle sogar die Wände aus – während mehr Energie benötigt wieder, um sie wieder aufzuwärmen. Deshalb ist es umso wichtiger, während der kalten Jahreszeiten auf großzügiges Stoßlüften, statt permanentes Fensterkippen zu setzen, rät die Initiative Wärme+.

Energiesparen beim Lüften – besondere Vorsicht in Bad und Küche geboten

Liegt die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum über 60 Prozent, sollte gelüftet werden, rät der Verband Fenster + Fassade. Zur Feststellung der Luftfeuchtigkeit in ihren vier Wänden, könnte sich die Anschaffung eines Hygrometers lohnen, dass Ihnen im Normalfall zusätzlich noch die Raumtemperatur anzeigt. Gerade beim Kochen und Duschen sammelt sich eine Menge Feuchtigkeit an. Deshalb sollten Sie das Bad und die Küche besonders gründlich lüften. Dadurch wird die Entstehung von Schimmel oder feuchten Stellen verhindert.

Wenn Sie richtig lüften, sorgen Sie für saubere und sauerstoffreiche Luft in Ihrer Wohnung, verhindern Schimmel und verbrauchen weniger Energie. Richtiges Lüften zahlt sich aus – gerade angesichts steigender Gaspreise und der bevorstehenden Heizperiode.

Die Energiekrise wirkt sich nicht nur auf Privatpersonen aus, bei vielen Betrieben sorgen steigende Kosten für Existenzängste, wie Verbände warnen. (nki)

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