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Entlastungspaket: Wer bis zu 2000 Euro verdient, hat bald mehr Geld übrig

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Von: Tanja Koch

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Die Preissteigerungen aufgrund der Gasumlage von 2,419 Cent pro Kilowattstunde werden zunächst nicht so teuer wie befürchtet.
Mehr Gehalt bei gleichbleibenden Sozialversicherungsbeiträgen: Die Verdienstgrenze für Midi-Jobs wird aufgrund des Entlastungspakets im Oktober sowie im Januar ansteigen. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago

Menschen, die zwischen 450 und 1300 Euro verdienen, zahlen weniger Abgaben. Die Schwelle für Sozialversicherungsbeiträge wird nun angehoben.

Berlin – Mit 65 Milliarden Euro will die Bundesregierung mit dem dritten Entlastungspaket Bürger und Bürgerinnen in Deutschland entlasten, die von der Teuerung aufgrund des Ukraine-Kriegs betroffen sind. In diesem Zusammenhang gibt es nicht nur Einmalzahlungen für Personen in Rente und Studierende, sondern auch beispielsweise eine Strompreisgrenze und eine Erhöhung des Kindergeldes.

Um Menschen in Midijobs zu entlasten, soll die Grenze angehoben werden, ab der Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden müssen. Dadurch bleibt ihnen mehr vom Einkommen übrig, wie fr.de berichtet.

ZeitraumGrenze, ab der volle Sozialversicherungsbeiträge anfallen
Bis September1300 Euro
Oktober1600 Euro
20232000 Euro

Midi-Job: Wenige Abgaben, trotzdem sozialversichert

Bei einem Midi-Job handelt es sich um eine Beschäftigung, bei der Beschäftigte mehr als 450 Euro, aber weniger als 1300 Euro verdienen. Erst ab 1.300 Euro fallen die vollen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an. Diese Grenze soll nun angehoben werden: Künftig, konkret ab 2023, sollen Minijobbende monatlich bis zu einem Betrag von 2000 Euro verdienen können. Im Oktober soll die Schwelle bereits für Beschäftigungen im Übergangsbereich von 1300 auf 1600 Euro angehoben werden. Die Regierung beziffert das Gesamtvolumen mit rund 1,3 Milliarden Euro jährlich.

Zwar ist das Einkommen bei Midi-Jobs höher als bei Mini-Jobs. Dennoch wird in Zusammenhang mit Midi-Jobbenden meist von Geringverdienenden gesprochen.

Midi-Job: Drittes Entlastungspaket konzentriert sich auf Geringverdienende

Auch abgesehen davon werden einige Bevölkerungsgruppen im dritten Entlastungspaket erstmal gesondert bedacht. So gibt es etwa als Zuschuss zur Rente die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro, die zuvor Arbeitnehmer:innen erhalten hatten. Studierende dürfen mit einer Einmalzahlung von 200 Euro rechnen.

Empfänger und Empfängerinnen von Wohngeld bekommen einen einmaligen Zuschuss für ihre Heizkosten: Ein-Personen-Haushalte 415 Euro, Zwei-Personen-Haushalte 540 Euro, jede weitere Person 100 Euro. Zudem soll das Bürgergeld, das ab 2023 Hartz 4 ablösen soll, sich an der erwarteten Inflation orientieren. Zum Start soll das Bürgergeld rund 500 Euro erhalten – das wären im Vergleich zu Hartz 4 etwa 50 Euro mehr pro Monat. (tk mit afp/dpa)

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