1,3 Millionen Tote im Jahr 2020

EU sagt Krebs den Kampf an: 4 Millionen Euro sieht der Plan vor

Krebs ist in Europa ein zunehmendes Problem. Deshalb hat die EU-Kommission nun einem Plan zugestimmt. Dieser sieht 4 Millionen Euro zur Krebsbekämpfung vor.

  • Krebs in Europa: 2020 verstarben 1,3 Millionen Menschen an der Krankheit.
  • Die EU-Kommission hat nun einem Plan zur Bekämpfung von Krebs zugestimmt.
  • Der Plan für Europa soll insgesamt 4 Millionen Euro kosten.

Brüssel - 1,3 Millionen Menschen sind 2020 in der EU an Krebs verstorben. Insgesamt erkrankten in Europa 2,7 Millionen Menschen im Jahr 2020 an Krebs. Würden keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wäre im Jahr 2035 mit 25 Prozent mehr Krebserkrankungen zu rechnen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die EU-Kommission am Mittwoch (03.02.2021) den lang erwarteten Krebsplan angenommen. Dieser sieht 4 Millionen Euro für den Kampf gegen Krebs vor.

EU gegen Krebs: Jeder in Europa soll Zugang zu modernster Technik erhalten

Das neue EU-Konzept stützt sich auf neue Technologien, Forschung und Innovation. Der Plan für Europa befasst sich mit Behandlung und Versorgung von Menschen die an Krebs leiden. Er sieht aber auch Mittel zur Prävention vor.

„Der Fokus liegt dabei auf Maßnahmen, bei denen die EU den größten Mehrwert erbringen kann“

EU-Kommission

Jeder einzelne Bürger, der in Europa an Krebs erkrankt, soll, egal in welchem Mitgliedsstaat, Zugang zu modernster Technik bekommen. Der Plan gegen Krebs soll von verschiedenen Bereichen der Politik unterstützt werden. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nennt als Beispiele:

  • Beschäftigung
  • Bildung
  • Sozialpolitik
  • Gleichstellungspolitik
  • Marketing
  • Landwirtschaft
  • Energie
  • Umwelt
  • Klima
  • Verkehr
  • Kohäsionspolitik
  • Steuerpolitik

Krebs in Europa: EU setzt auf vier Hauptpfeiler und insgesamt 4 Millionen Euro

Der Plan zum Kampf gegen Krebs in Europa fußt auf vier Hauptpfeilern. Die EU wird dafür rund 4 Millionen Euro ausgeben. Ein Hauptpfeiler stellt die Krebs-Prävention dar. Das berichtet die Ärzte-Zeitung.

Durch verschiedenste Maßnahmen sollen die Hauptrisikofaktoren für Krebs bekämpft werden. Bis zum Jahr 2040 sollen unter 5 Prozent der EU-Bevölkerung Tabak konsumieren. Aktuell konsumieren rund 25 Prozent der EU-Bürger Tabak. Neben vielen weiteren Faktoren soll auch gesunde Ernährung und Bewegung gefördert werden.

Europa gegen Krebs: In der EU soll es mehr Früherkennung geben

Der Plan der EU gegen Krebs sieht zudem eine Ausweitung der Früherkennung vor. Bis 2025 sollen in allen Staaten in Europa mindestens 90 Prozent der betroffenen EU-Bürger eine Brustkrebs-, Gebärmutterhalskrebs- bzw. Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchung angeboten werden können.

Eine weitere Säule des Plans der EU ist die Diagnose und Behandlung von Krebspatienten. Hier sollen ebenfalls 90 Prozent der Betroffenen Zugang zu einer adäquaten Behandlung erhalten. Dies soll bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Umgesetzt werden soll dies in sogenannten nationalen onkologischen Spitzenzentren.

Im Jahr 2021 soll die Initiative „Krebsdiagnostik und Behandlung für alle“ gegründet werden. Diese soll den Zugang zu Behandlungen und Diagnosen verbessern.

Krebs in der EU: Europa will Lebensqualität steigern

Der letzte Pfeiler des EU-Plans gegen Krebs setzt auf eine verbesserte Lebensqualität für Erkrankte sowie Genesene. Neben Thematiken wie Rehabilitation sollen es in Europa auch Maßnahmen zur sozialen Integration geben. Für die Umsetzung soll unter anderem die Initiative „Besseres Leben für Krebskranke“ gegründet werden.

In dem Plan der EU wird neben den Grundpfeilern auch ein besonderes Augenmerk auf Krebs bei Kindern gelegt. Die Initiative „Hilfe für Kinder mit Krebs“ soll hierfür alles Notwendige auf den Weg bringen. (Lucas Maier)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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