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Fliegen in der Blumenerde: So wird man die Plage schnell wieder los

Topfpflanzen auf einem Fensterbrett
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Trauermücken können nahezu alle Topfpflanzen befallen. (Symbolbild)

Wenn sich Trauermücken in der Blumenerde einnisten, sollte man schnell reagieren. Denn die kleinen Fliegen können schnell zur Plage werden.

Kassel – Kleine schwarze Fliegen, die in tänzelnder Weise um Topfpflanzen herumschwirren, sind für Hobby-Gärtner nicht nur lästig, sie können auch zum Problem werden. Bei den Plagegeistern handelt es sich um sogenannte Trauermücken. Für den Menschen sind sie vollkommen ungefährlich, doch Pflanzen können sie schaden. Mit einigen Tricks lassen sich die kleinen Mücken jedoch vertreiben.

Trauermücken sehen ähnlich aus wie Frucht- oder Obstfliegen. Sie sind schwarz, schmal und werden ein bis sieben Millimeter groß. Weltweit gibt es viele unterschiedliche Arten der Trauermücke. Menschen haben vor ihnen nichts zu befürchten. Obwohl es sich um Mücken handelt, stechen sie nicht und sterben schon nach wenigen Tagen.

Doch die Weibchen legen ihre Eier, und das können laut Umweltbundesamt bis zu 200 sein, gerne in feuchter Blumenerde ab. Schlüpfen die kleinen grauweißen Larven werden sie zum eigentlichen Problem. Denn die Larven ernähren sich bevorzugt von Pflanzenwurzeln. Gerade für Jungpflanzen können sie deshalb eine echte Gefahr darstellen.

NameTrauermücke
ArtenEtwa 1.800 (vermutlich mehr)
Wissenschaftlicher NameSciaridae
UnterordnungMücken

Lästige Mücken in der Blumenerde: Gefahr für Topfpflanzen – Trauermücken einfach loswerden

Oft holen sich Hobby-Gärtner die Trauermücken direkt mit der Blumenerde aus Baumarkt oder Gartencenter ins Haus. Die kleinen Mücken können nahezu alle Topfpflanzen befallen und dort die Wurzelhaare anfressen. In die angefressenen Stellen können dann Krankheitserreger eindringen, wie auch ndr.de berichtet. Vor allem beim Großziehen von Tomaten- oder andere Gemüsepflanzen sollte direkt reagiert werden, denn zarten Setzlingen schadet ein Trauermückenbefall besonders.

Bei einem starken Befall von Trauermücken eignen sich laut dem Bundesumweltamt zum einen insektizidfreie Gelbtafeln. Die Farbe lockt die kleinen Fliegen an und sie bleiben an den Klebestreifen hängen. Diese Klebefallen gibt es in Baumärkten aber auch bei einigen Drogerien. Sie sind eine schnelle Lösung, helfen jedoch nicht gegen Larven in der Erde.

Trauermücken in der Topfpflanze? Mit diesen Life-Hacks werden Sie die Fliegen los

Ein anderer Trick sind Perlonstrümpfe, mit denen die Mücken quasi ausgesperrt werden, sie können dann keine Eier mehr in die Blumenerde legen. Einfach von unten über den Topf ziehen und oben an einem Stämmchen der Pflanze festknoten.

Wichtig ist, dass alles dicht ist, nach etwa vier bis fünf Wochen kann der Strumpf dann wieder runter. Auch Streichhölzer können helfen, jedoch nur, wenn es sich um richtige Schwefelhölzer handelt. Mit dem Kopf nach unten in die Erde gesteckt, werden die Schwefel-Bestandteile in der Erde verteilt und die Larven abgetötet.

„Im professionellen Gartenbetrieben werden Nematoden- und Raubmilben-Arten zur Bekämpfung oder zur Vorbeugung gegen Trauermücken-Larven eingesetzt“, schreibt das Umweltbundesamt. Nematoden töten die Larven der Trauermücke. Das Pulver wird in etwas Wasser aufgelöst, umgerührt und dann ins Gießwasser für die Pflanzen gegeben. Nach nur wenigen Wochen sollten die Mücken verschwunden sein.

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Hilfe bei Trauermücken: Quarzsand über die Erde geben – Hinweise zum Gießen der Pflanzen

Auch Quarzsand hilft gegen Trauermücken. Einfach ein wenig davon auf die Erde im Topf verteilen, so können die vorhandenen Mücken keine Eier mehr ablegen. Die Schicht sollte etwa ein Zentimeter hoch sein und überall auf der Erde verteilt werden. Der Pflanze selbst macht die Sandschicht nichts aus.

Generell sollten die Pflanzen nicht zu viel gegossen werden, vor allem im Winter. Blumenerde kann nach dem Kauf auch auf einem Backblech bei verteilt und bei etwa 100 Grad für etwa 30 Minuten im Ofen erhitzt werden. Die Schädlinge werden so abgetötet. (svw) Auch Tauben auf dem Balkon sorgen bei einigen Hobby-Gärtnern immer wieder für Ärger. Auch hier gibt es Tricks, wie man die Vögel am sinnvollsten vertreibt.

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