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Führerschein, TÜV, Versicherung – Was sich für Autofahrer 2023 ändert

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Von: Elias Bartl

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Der graue und rosa Führerschein sowie die Führerschein-Karte liegen über einander.
Alle Führerscheine, die vor 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen umgetauscht werden (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Weniger Förderung für Elektroautos, teurere Versicherungen und neue Verbandskästen. Für Autofahrer ändert sich vieles im neuen Jahr – hier gibt es einen Überblick

Bremen – Wer auf ein Auto im Alltag angewiesen ist, oder sich sogar ein neues Auto zulegen möchte, muss 2023 noch tiefer in die Tasche greifen, als schon jetzt. Einige Änderungen im neuen Jahr lassen den Traum vom eigenen Auto für viele in noch weitere Ferne rücken, wie kreiszeitung.de berichtet.

Änderungen im Überblick

Die Förderung für Plug-in-Hybride fällt komplett weg und die Förderung für reine Elektroautos wird gesenkt

Käufer von reinen Elektroautos bekommen vom kommenden Jahr an weniger Unterstützung vom Staat - der Fördertopf soll gedeckelt werden. Subventionen für Plug-in-Hybridfahrzeuge sollen Ende dieses Jahres auslaufen. Geplant ist nun ein Förderdeckel. Laut Regierungskreisen stehen für die Förderung reiner E-Autos insgesamt 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung - 2,1 Milliarden Euro für das Jahr 2023 und 1,3 Milliarden Euro für das Jahr 2024.

Vom 1. September 2023 wird die Förderung auf Privatpersonen beschränkt, Unternehmen gehen dann leer aus. Eine Förderung für Kleingewerbetreibende und gemeinnützige Organisationen werde noch geprüft, so das Ministerium. Für Fahrzeuge mit einem Hybridantrieb fällt die Förderung komplett weg.

Jahrgänge 1959 bis 1964 müssen bis zum 19. Januar 2023 ihre rosa bzw. grauen Führerscheine zum Scheckkartenmodell umtauschen.

Alle deutschen Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen in einem gestaffelten Verfahren nach und nach in einen neuen EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Bundesweit sind das bis zum 19. Januar 2033 rund 43 Millionen Führerscheine. Grund sind EU-Vorgaben. Führerscheine sollen künftig EU-weit einheitlich und fälschungssicher sein. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.

Für die nächsten Geburtsjahrgänge, nämlich von 1959 bis 1964, gilt eine Frist bis 19. Januar 2023. Die Jahrgänge 1965 bis 1970 müssen ihre alten Führerscheine bis 19. Januar 2024 umtauschen. Dann folgen Jahr für Jahr immer neue Geburtsjahrgänge. Die letzte geplante Frist ist der 19. Januar 2033. Dieser Termin gilt für Autofahrer, die vor 1953 geboren sind - sowie für Führerscheine, die von 2012 bis zum 18. Januar 2013 ausgestellt wurden. Nach diesem Datum ausgestellte Führerscheine entsprechen bereits den neuen EU-Vorgaben.

Ab dem 1. Februar 2023 ist ein neuer Verbandskasten mitzuführen

Verbandskasten
Ab dem 1. Februar 2023 ist ein neuer Verbandskasten mitzuführen  © Johanniter

Schon seit dem 1. Februar 2022 gilt für Verbandkästen in Autos die neue DIN-Norm 13164:2022. Bisher genügte es, zwei FFP2-Masken in seinem alten Verbandkasten mitzuführen. Ab dem 1. Februar 2023 endet dann die Übergangsfrist für die neue Norm. Ab dann muss ein entsprechend genormter Verbandkasten mitgeführt werden.

Die Autobahn-Vignette in Österreich wird teurer

Das Fahren auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen wird nächstes Jahr teurer. Der Preis für die Vignette steige um 2,8 Prozent, teilte der Autobahnbetreiber ASFINAG am Montag mit. Die Pkw-Jahres-Vignette werde damit 96,40 Euro, die Zehn-Tages-Vignette 9,90 Euro kosten. Die neue Vignette wird in den letzten Novembertagen 2022 bei rund 6000 ASFINAG-Vertriebspartnern im In- und Ausland oder digital erhältlich sein und ist ab 1. Dezember 2022 gültig.

Die Autoversicherungskosten für viele Autofahrer ändern sich

Auf viele Autobesitzer kommen in diesem Herbst Preiserhöhungen ihrer Versicherer zu. Nach Einschätzung der beiden Maklerportale Check24 und Verivox werden insbesondere die Preise für Bestandskunden deutlich anziehen. Das könnte den Wettbewerb im diesjährigen Herbst befeuern, wenn wie gehabt Millionen Autofahrer vor dem Jahreswechsel nach billigeren Tarifen suchen. Ob und wie sehr sich auch diese Neuverträge verteuern, darüber sind sich die Fachleute in den beiden Unternehmen uneins. Verivox erwartet teurere Tarife auch für Neukunden, Check24 rechnet zumindest für die nächsten Wochen mit sinkenden Preisen.

Hauptursache der Entwicklung ist die Schadeninflation. Die Autohersteller erhöhen alljährlich kräftig ihre Ersatzteilpreise, zudem sind auch Autos selbst erheblich teurer geworden. Wollen die Versicherungen nicht ins Minus rutschen, müssen sie ebenfalls die Preise erhöhen. Insofern könnte die Schnäppchenjagd in diesem Jahr anders ausfallen als gewohnt: Anstelle billigerer Verträge werden Autofahrer womöglich nach Policen suchen, bei denen sich der Preisanstieg in Grenzen hält.

Die Farbe der TÜV-Plakette ändert ihre Farbe

HU-Plakette
Wer im nächsten Jahr zur Hauptuntersuchung geht, bekommt eine orange Plakette.  © Robert Günther/dpa-tmn

Die Farbe der TÜV-Plakette ändert 2023 ihre Farbe. Wer mit rosa Plakette unterwegs ist, muss 2023 zur Hauptuntersuchung. Wer im nächsten Jahr zur Hauptuntersuchung geht, bekommt eine orange Plakette. (DPA/EB)

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