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Basilikum: Warum man die Blätter nicht einfach abpflücken sollte

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Viel Sonne, genügend Wasser und der richtige Boden – Basilikum macht sich im heimischen Kräutergarten gut, braucht aber spezielle Pflege.

Kassel – Tomate-Mozzarella, auch Caprese-Salat genannt, ist für viele das ideale Gericht an lauen Sommerabenden. Da darf natürlich Basilikum nicht fehlen. Am besten frisch. Wer sich den „Kräuter-König“ im eigenen Garten, Balkon oder der Terrasse ziehen möchte, sollte aber ein paar Besonderheiten beherzigen – und entscheidende Fehler vermeiden. Denn die können vor allem bei der Ernte verheerend sein.

Basilikum zählt zu den Sonnenanbetern unter den Kräutern. Um prächtig zu gedeihen und im Sommer reiflich saftig-grüne Blätter abzugeben, sollten sie laut dem Online-Magazin Mein schöner Garten neben Sonne auch stets einen nährstoffreichen Boden und ausreichend Wasser bekommen. Zieht man sich Basilikum-Samen heran, sollte die Erde – idealerweise durchlässig, mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 – die Samen nicht bedecken. Sie brauchen viel Licht zum Keimen. Nach dem Aussäen raten die Garten-Experten dazu, regelmäßig zu wässern, damit der Boden feucht bleibt.

Eine Basilikum-Pflanze im Topf.
Basilikum muss nicht zwingend ins Beet gepflanzt werden. Die Küchenkräuter gedeihen auch im Topf prächtig. © Imago Images

Heimischer Kräutergarten: Das gibt es beim Einpflanzen von Basilikum zu beachten

Sobald die ersten Keimlinge zu sehen sind, sollten sie auseinandergesetzt werden. Fünf Zentimeter Abstand sollten reichen, damit sie genügend Platz haben und sich nicht gegenseitig die Nährstoffe wegnehmen. Sind die Pflanzen schon etwas größer, sollten sie noch einmal auseinandergesetzt werden, mit einem Abstand von 20 Zentimeter zueinander.

Die beste Pflanzzeit für Basilikum ist Ende April; zumindest, wenn man sie im Garten aussäen möchte. Denn die Temperaten dürfen weder nachts noch tagsüber unter zehn Grad fallen, damit die Pflanze nicht erfriert.

Basilikum anbauen: Nicht nur im Garten, sondern auf Balkon, Terrasse oder Fenstersims

Basilikum fühlt sich nicht nur im heimischen Beet wohl, sondern gedeiht auch prächtig als Kräuterpflanze im Topf, zum Beispiel auf dem Balkon oder der Terrasse. Sogar auf der Fensterbank kann man die Küchen-Kräuter halten. Letzteres empfiehlt sich sogar, zumindest um die Pflanzen vor der Aussaat im Beet etwas anzuziehen. In dem Fall kann Basilikum auch schon im März gepflanzt werden.

Zwar ist Basilikum grundsätzlich pflegeleicht, doch braucht es etwas Fingerspitzengefühl beim Gießen. Wasser: ja, aber bloß nicht zu viel. Denn dann verfault die Pflanze schnell. Vor allem bei den gekauften Basilikum-Bäumchen aus dem Supermarkt ist das Risiko von Stängelgrundfäule groß, da sie in einem engen Gefäß gesät sind.

Basilikum zu Hause anbauen: Diese drei Fehler besser vermeiden

  1. Basilikum braucht viel Sonne. Wird die vorgezogene Pflanze allerdings im Supermarkt gekauft, muss sie sich an das Sonnenlicht erst gewöhnen. Daher für die ersten drei Tage zunächst in den Schatten stellen.
  2. Fingerspitzengefühl beim Gießen: Zu wenig und die Pflanze trocknet aus, zu viel und man ertränkt sie oder es entsteht Fäule. Faustregel: Der Boden sollte immer leicht feucht sein, damit Basilikum gut gedeihen kann.
  3. Basilikum-Ernte: Niemals einzelne Blätter abrupfen. Besser: Den Pflanzen-Kopf mit einem sauberen Schneidezeug abtrennen.

Tipps beim Ernten von Basilikum: Besser keine einzelnen Blätter abzupfen

Wer seinen Basilikum-Pflanzen genügend Sonne und ausreichend Wasser gibt, darf sich im Sommer über jede Menge Ertrag freuen. Allerdings raten die Experten von Mein schöner Garten dazu, bei der Ernte nie einzelne Blätter abzupfen, sondern immer die gesamte Spitze, also den Pflanzen-Kopf abernten. Am besten mit der sauberen Schere. Denn nur so bilden sich an den Schnittstellen neue Triebe. Das gilt im Übrigen auch beim Ernten der artverwandten Minze.

Eine regelmäßige Ernte ist nicht nur gut fürs heimische Gewürzregal, sondern hilft auch die Basilikum-Pflanze zu pflegen. Das vermeidet, dass die Pflanze wild und unkontrolliert wuchert. Rezepte. Im Garten hält sich Basilikum nur ein Sommer. Fallen die Temperaturen im Herbst unter zehn Grad, sterben die Pflanzen. Wer sie über den Winter bringen möchte, sollte seine Basilikum-Pflanzen rechtzeitig eintopfen, ins Haus oder die Wohnung holen und dann bei einer Zimmertemperatur von 15 bis 20 Grad an einem hellen Ort halten. (Romina Kunze)

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