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Garten-Tipp: Natron ist ein wahrer Alleskönner – So nutzen Sie ihn

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Von: Helena Gries

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Im Garten kann Natron vielseitig verwendet werden. Zum Beispiel als Dünger für Geranien.
Im Garten kann Natron vielseitig verwendet werden. Zum Beispiel als Dünger für Geranien. © Renaud Philippe/Imago

Pflanzenschutzmittel und Insektizide sind teuer und meist sogar unnötig. Natron hingegen kann als ökologische Alternative im Garten dienen.

Kassel – Natron ist heutzutage aus der Mode gekommen. Doch besonders im Haushalt ist Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) ein echtes Multitalent. Dazu ist das weiße Pulver preiswert und äußerst nützlich. Natron kann als Reiniger und zum Neutralisieren von Gerüchen genutzt werden und hilft auch beim Kochen und Backen.

Doch auch im Garten können Hausmittel als echte Geheimwaffen zum Einsatz kommen, so auch Natron. Hobbygärtner sollten bei der Verwendung jedoch ein paar Tipps beherzigen. Vermischt man Natron mit Wasser, wird Kohlendioxid freigesetzt. Das können sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Gartenarbeit zunutze machen.

Kampf gegen Blattläuse: Natron im Garten gegen Schädlinge einsetzen

Natron kann im Garten als natürliches Fungizid eingesetzt werden. Wie das Reportagemagazin geo.de schreibt, lassen sich Pilzerkrankungen wie Mehltau oder Graufäule einfach mit Natron behandeln. Je nach Stärke des Befalls sollten demnach zwei bis fünf Esslöffel Natron in einem halben Liter Wasser aufgelöst werden. Mit einer Sprühflasche wird das Natron-Wasser-Gemisch mehrmals täglich auf die erkrankten Pflanzenteile gesprüht, bis der Befall zurückgegangen ist.

Auch Blattläuse kann man mit dem weißen Pulver ökologisch verträglich bekämpfen. Hierfür etwas Natron in einem Liter Wasser auflösen und in eine Sprühflasche füllen, anschließend großzügig auf die befallenen Pflanzen auftragen und dabei die Blattunterseiten nicht vergessen.

Natron als Alleskönner im Garten: Mittel gegen Blattläuse, Ameisen und Schnecken

Bei der Dosierung sollten Hobbygärtner jedoch aufpassen, denn zu hoch konzentriert kann das Natron den Pflanzen eher schaden und zu Blattverbrennungen führen“, erklärt Maren Brennig, Pflanzenschutzberaterin der Landwirtschaftskammer Saarland (LWK) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Auf einen Liter Wasser sollten maximal fünf Gramm Natron gegeben werden. Das entspricht etwas einem Teelöffel“, sagt die Expertin.

Generell sollten Hobbygärtner jedoch darauf achten, Pflanzen nur an trüben Tagen oder in den Abendstunden zu besprühen. Denn die Sonneneinwirkung kann zu Blattverbrennungen führen, erklärt Brennig gegenüber dem RND. Auch gegen Ameisen und Schnecken kann Natron laut der Expertin eingesetzt werden. Dazu wird das Natron unverdünnt im Garten ausgestreut. Zur Bekämpfung von Ameisen kann es direkt an der Ameisenstraße gestreut werden, denn für die Insekten ist es giftig. Gegen Schädlinge im Garten muss also nicht unbedingt Chemie eingesetzt werden.

Natron als Wundermittel im Garten: Das Hausmittel ist vielseitig einsetzbar

Mit dem Hausmittel Natron lässt sich nach Angaben von geo.de außerdem Unkraut im Garten vollkommen natürlich entfernen, denn auf Unkraut ausgestreutes Natronpulver hat eine vernichtende Wirkung. Aber auch mit einem Natron-Wasser-Gemisch kann man Unkraut entfernen. Dazu sollte ein Esslöffel Natron in einem Liter Wasser zum Kochen gebracht werden. Nach dem Abkühlen kann die Lösung in eine Sprühflasche gefüllt werden.

Auch für Mauer- und Pflastersteine, auf denen sich ein Grünbelag gebildet hat, lässt sich Natron verwenden. Die mit Algen und Moos bewachsenen Steine sollten ebenfalls mit einem Natron-Wasser-Gemisch gereinigt werden. Hierfür die Flächen einsprühen, über Nacht einwirken lassen und anschließend gründlich abbürsten, heißt es bei geo.de. Wichtig: Das Natron in kochendes Wasser geben. Als Faustregel für die Mischung gilt: 2 Esslöffel Natron je 1 Liter Wasser.

Natron als Geheimwaffe im Garten
gegen Blattläusen
gegen Ameisen und Schnecken
gegen Mehltau und Graufäule
gegen Unkraut
gegen Grünbelag und Moos auf Pflastersteinen und Mauern
als Dünger für Begonien und Geranien

Natron ist ein Alleskönner im Garten: Hausmittel kann pH-Wert im Boden verändern

Natron hat außerdem eine weitere nützliche Eigenschaft, die für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner interessant sein könnte. Das Hausmittel neutralisiert nach Angaben von geo.de Säure und Stärke. Wer Natron auf einen sauren Boden aufbringt, verändert also dessen pH-Wert. Begonien oder Geranien benötigen für ein gesundes Wachstum alkalisches Substrat als Boden. Hier kann eine gezielte Natronzugabe sinnvoll sein. Dafür einfach das weiße Pulver in das Gießwasser geben. (Helena Gries)

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