Verbot für Hobbygärtner

Unkraut im Garten entfernen: Dieses Mittel darf man bald nicht mehr nutzen

Unkraut im Garten ist oft ein Dorn im Auge des Hobbygärtners. Die Verwendung eines bestimmten Unkrautmittels könnte jedoch bald verboten werden.
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Unkraut im Garten ist oft ein Dorn im Auge des Hobbygärtners. Die Verwendung eines bestimmten Unkrautmittels könnte jedoch bald verboten werden.

Ein häufig verwendetes Mittel gegen Unkraut dürfte bald aus den Regalen verschwinden. Das Verbot zur Verwendung für Hobbygärtner soll bald in Kraft treten.

Kassel - Unkraut ist ein Ärgernis für zahlreiche Hobbygärtner. Bei der Bekämpfung von Unkraut im Garten greift der ein oder andere daher auch zu chemischen Mitteln. Glyphosat beispielsweise ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel.

Doch der Einsatz von Glyphosat zur Bekämpfung von Unkraut ist schon länger in der Kritik. So gibt es seit Jahren immer wieder Demos unter dem Motto „Glyphosat verbieten - Kein Gift auf unseren Tellern“ gegen das Unkrautvernichtungsmittel auch in der Region.

Denn das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht seit Jahren unter dem Verdacht, das Erbgut zu schädigen und krebserregend zu sein. Jetzt könnte das Mittel jedoch schon sehr bald aus den Regalen verschwinden. Die Nutzung des Mittels gegen Unkraut soll voraussichtlich noch im Juli für den privaten Gebrauch endgültig verboten werden.

Verwendung von Glyphosat zur Bekämpfung von Unkraut wird verboten

Wie der Tagesspiegel berichtet, soll Glyphosat ab 2024 in Deutschland gar nicht mehr verwendet werden dürfen, so stehe es in der kürzlich beschlossenen Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung. Für den Einsatz im privaten Garten soll das Glyphosat-Verbot jedoch so schnell wie möglich in Kraft treten. Wie eine Sprecherin des Bundesagrarministeriums betont, solle das Verbot sogar noch im Juli oder August dieses Jahres gelten.

Verboten werden soll dabei nicht der Kauf, sondern die Anwendung des Mittels beispielsweise gegen Unkraut im Garten. Hobbygärtner, die noch über Restbestände verfügen, dürfen diese dann nicht mehr verwenden.

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Glyphosat: Unkrautmittel in privaten und öffentlichen Bereichen bald verboten

Das Unkrautmittel Glyphosat dürfe dann nicht mehr auf Flächen angewendet werden, die von der Allgemeinheit genutzt wer­den. Dazu zählen unter anderem Spielplätze und Parks. Doch auch für die Bekämpfung von Unkraut im Haus- und Kleingartenbereich gelte das Verbot.

Außerdem dürfe Glyphosat als Unkrautmittel nicht mehr auf Feldern vor der Ernte, in Wasserschutz­ge­bieten und in Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten eingesetzt werden. Auch auf Acker- und Grünland soll Gly­phosat nur noch in Ausnahmefällen verwendet werden dürfen.

Video: Natürliche und effektive Hausmittel gegen Unkraut

Unkraut im Garten: Alternativen zu chemischen Unkrautvernichtern

Alternativ zu chemischen Unkrautmitteln gibt es das ein oder andere Hausmittel, welches bei der Bekämpfung von Unkraut im Garten helfen kann:

  • Heißes Wasser hindert Unkraut am Wachsen und lässt es absterben, das Unkraut kann dann leichter entfernt werden.
  • Ein Flammgerät kann ebenfalls bei der Bekämpfung von Unkraut helfen, sollte aufgrund der Brandgefahr jedoch nicht bei Trockenheit angewendet werden.
  • Bei Unkraut zwischen Bodenplatten oder Pflastersteinen auf Gehwegen oder Terrassen kann ein Fugenkratzer oder ein Pfahlwurzelstecher helfen.
  • Umweltschonende Unkraut-Bekämpfer sind Bodendecker oder Rindenmulche, welche das Sonnenlicht blocken und so das Wachstum von Unkraut verhindern.

Unkraut im Garten kann sogar die eigenen Pflanzen gefährden. Mit einigen Tipps kann man den Garten von Löwenzahn und Co. befreien. Auch vermeintlicher Müll kann im Garten bei der Bekämpfung von Unkraut von großen Nutzen sein. (Helena Gries)

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