Tipps und Tricks

Stinkwanzen: Bloß nicht töten – so werden Sie die Insekten stattdessen los

Stinkwanzen sind äußerst unbeliebte Insekten. Sie sind sowohl im Garten als auch im Haus ungern gesehene Gäste. Es ist jedoch möglich, die Wanzen fernzuhalten.

Kassel – Bei „Wanze“ denken viele Menschen vermutlich zuerst an das bekannte Kinderlied, Hobby-Gärtner hingegen haben wohl sofort die unangenehmen Insekten vor Augen: Die Stinkwanze, auch unter dem Namen
Palomena prasina bekannt, ist äußerst unbeliebt – und das zurecht: Nicht nur können die Insekten mit ihrem Sekret dafür sorgen, dass Früchte ungenießbar werden und damit die Ernte beeinträchtigen, sondern sorgen zudem, wie ihr Name schon sagt, für einen unangenehmen Geruch.

Sowohl im Sommer als auch im Herbst erlebt man in Deutschland eine regelrechte Stinkwanzen-Invasion. Des Öfteren belassen es die Insekten dabei nicht nur bei den Pflanzen, sondern finden über Hauswände, offene Fenster und Türen auch Eintritt in Haus und Wohnung. Doch was kann man gegen die kleinen Quälgeister tun?

Stinkwanzen im Garten und in der Wohnung: Insekten keinesfalls töten

Klassische Fallen wie etwa für Obstfliegen oder nützliche Pflanzen gegen Mücken gibt es für die Bekämpfung der Stinkwanzen leider nicht. Sollte man die Insekten in den eigenen vier Wänden entdecken, empfehlt es sich also Gnade walten zu lassen – und das nicht nur aus bloßer Barmherzigkeit. Tötet man die Mini-Stinktiere nämlich, wird ein übelriechendes Sekret freigesetzt, was schnell dafür sorgen kann, dass man die halbe Wohnung durchlüften muss. Auch der Griff zum Staubsauger ist keine gute Idee, da der Gestank sich anschließend nur im Gerät wiederfinden würde.

Stinkwanzen sind äußerst unbeliebte Insekten und sowohl im Garten als auch im Haus ungern gesehene Gäste. Es ist jedoch möglich, die Wanzen fernzuhalten.

Sinnvoll ist daher, die Tierchen sanft auf ein Blatt Papier laufen zu lassen und in ein Glas zu bewegen. Anschließend können die gefangenen Insekten wieder ins Freie gesetzt werden, im besten Fall aber natürlich nicht direkt in den heimischen Garten. Notfalls bietet sich auch ein Handfeger an, doch auch hier ist Vorsicht geboten, sodass die Stinkwanzen sich nicht bedroht fühlen und nicht ihr stinkendes Sekret absondern.

Stinkwanzen im Haus und Garten: Was hilft gegen die Insekten?

Optimal wäre es selbstverständlich, wenn die kleinen Krabbelviecher gar nicht erst den Weg ins Haus oder in den Garten finden würden. Ein paar einfache Tricks sollen das möglich machen. So findet man im Netz zahlreiche Tipps, die dabei helfen sollen, Stinkwanzen zu vertreiben beziehungsweise fernzuhalten. Beispielsweise wird geraten, stark riechende Substanzen und Öle zu nutzen. Dazu soll lediglich etwas Wasser mit der Flüssigkeit vermengt und in Fensternähe aufgestellt werden.

InsektGrüne Stinkwanze
Wissenschaftlicher NamePalomena prasina
FamilieBaumwanzen
Größe12 bis 13,5 Millimeter
FarbeGrün im Sommer, im Herbst und Winter braun

Besonders die Düfte von Nelken, Salmiak, Wacholder oder Niemöl sollen den Wanzen überhaupt nicht gefallen, sodass diese lieber woanders Halt machen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es auch einen Versuch wert wäre, anstelle der Öle auch die entsprechenden Pflanzen im Garten als Stinkwanzen-Schutz anzubauen. Wie op-online.de berichtet, sollen zudem Insektengifte an der Außenwand dafür sorgen, dass die lästigen Stinkwanzen gar nicht erst ins Haus kommen*.

Wer lieber auf teures und chemisches Gift verzichten möchte, kann laut einem Tipp von 24garten.de auf eine simple Hausmittel-Mischung zurückgreifen: 120 Milliliter Essig, 60 Milliliter Spülmittel gepaart mit 250 Milliliter heißem Wasser sollen ebenso wirken, da die Plagegeister den sauren Geruch offenbar ganz und gar nicht mögen*.

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Stinkwanzen lassen sich aus der Wohnung fernhalten – im Garten gestaltet es sich schwieriger

Während es sich schwierig kontrollieren lässt, welche Tierchen den Weg in den eigenen Garten finden, können einige Maßnahmen es den Stinkwanzen zumindest immens erschweren in die Wohnung zu kommen. Folgende Tricks können angewendet werden:

  • Undichte Stellen im Haus überprüfen. Auf dem Dachboden oder im Keller befinden sich häufig kleine Lecks, durch die die Wanzen unbemerkt ins Haus kommen können. Mit einer Dichtungsmasse wie Silikon beseitigt man die Schlupflöcher schnell und einfach.
  • Die Eindringlinge werden von Wärme und Licht angezogen. Bei eingeschaltetem Licht sollte man daher nicht lüften. Sollte man darauf nicht verzichten wollen, empfehlen sich Insektenschutzgitter, die nicht nur Stinkwanzen, sondern auch nervige Stechmücken und Spinnen fernhalten.

Die kleinen Tiere und ihr stinkendes Sekret sind für den Menschen allerdings gänzlich ungefährlich. Juckende Stiche oder Ähnliches muss also nicht befürchtet werden, da sich die Wanzen ausschließlich von Pflanzensaft ernähren. Daher findet man die Krabbeltiere, die übrigens auch fliegen können, zumeist im Garten.

Dennoch sollte man tunlichst vermeiden, dass die Stinkwanzen es sich im eigenen Heim zu bequem machen: Ein Wanzen-Weibchen kann bis zu 450 Eier legen – weshalb die Insekten schnell zu einer echten Plage werden können, bei der wohl nur noch ein Kammerjäger helfen kann. (Nail Akkoyun) *op-online.de und 24garten.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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