Überträger von Infektionskrankheiten

Im Garten: Wie man sich das „tödlichste Tier der Welt“ vom Leib hält

Ein sehr kleines, aber gefährliches Tier hat es sich in Deutschland bequem gemacht. Mit diesen Tipps werden Sie das Insekt im Garten los.

Kassel – Am See, beim Spazierengehen oder Grillen: Sobald es warm wird, fängt es wieder an zu summen. Im Sommer sind wieder Mücken unterwegs. Viel Regen und hohe Temperaturen bieten die idealen Voraussetzungen zur Vermehrung der Insekten. Und zunehmend breitet sich auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) in Deutschland aus.

Das Insekt wurde hierzulande erstmals 2007 nachgewiesen. Seitdem taucht das Tier immer wieder in einigen Bundesländern auf, darunter Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Asiatische Tigermücke gilt als Überträger des gefährlichen Denguefiebers. Deshalb bezeichnete Microsoft Mitbegründer Bill Gates die Tigermücke im Jahr 2014 als „tödlichstes Tier der Welt“*.

Mückenstiche sind lästig. Dabei kann die sich in Deutschland ausbreitende Asiatische Tigermücke sogar gefährliche Krankheiten wie das Denguefieber übertragen.

Asiatische Tigermücke im Garten: Insekt kann gefährliche Krankheiten übertragen

Wie auch bei anderen Stechmücken saugen bei der Asiatischen Tigermücke ausschließlich die weiblichen Tiere Blut. Das benötigen sie für die Bildung ihrer Eier. Wie das hessische Ministerium für Soziales und Integration berichtete, ist die Tigermücke tagsüber aktiv und sehr stechfreudig. Das Insekt selbst ist aber eher ungefährlich. Ein Stich geht meist mit den typisch unangenehmen Symptomen eines Mückenstichs einher – darunter Juckreiz und eine Schwellung.

Nicht außer Acht zu lassen sind allerdings die möglichen Krankheiten, die die Asiatische Tigermücke übertragen kann. Dazu zählen auch Dengue-, Chikungunya-, West-Nil-, Zika- oder Gelbfieber-Viren. Diese Krankheiten können im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Allerdings ist das Risiko sich mit einer solchen Krankheit in Deutschland zu infizieren, eher gering.

Ursprünglich stammt die Tigermücke aus Südostasien. Durch den internationalen Waren- und Reiseverkehr wird sie seit Jahrzehnten weltweit verschleppt. 1979 ist das Insekt zum ersten Mal in Europa (Albanien) aufgetaucht und hat sich seitdem in einigen Ländern etabliert.

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Tipps und Tricks: So werden Sie die Asiatische Tigermücke im eigenen Garten los

Dennoch bereiten die Blutsauger den meisten Menschen keine Freude und auch im heimischen Garten möchte man sie schnell loswerden. Da die Weibchen ihre Eier gerne in der Nähe von Gewässern und feuchten Stellen brüten, sollten Sie offene Wasserstellen vermeiden. Dazu zählen auch Regentonnen oder Vogelbäder. Wollen Sie darauf nicht verzichten, sollten Sie das Wasser mindestens einmal in der Woche austauschen.

Aber auch weitere Tipps helfen gegen Mücken. Zum Beispiel das Tragen heller Kleidung, denn Mücken können vor allem dunkle Farben erkennen. Auch dicker Stoff lässt die Tiere nicht so leicht an die Haut durchdringen. Zusätzlich können Insektensprays Abhilfe schaffen.

Tipps im Garten: Hessisches Ministerium rät zu biologischem Mittel

Zur Bekämpfung von Stechmücken können auch biologische Mittel eingesetzt werden, wie zum Beispiel B.t.i. Dies empfiehlt das hessische Ministerium. Der Wirkstoff soll gezielt die Stechmückenlarven abtöten. Gleichzeitig soll das Mittel laut Ministerium die umweltverträglichste biologische Methode zur Bekämpfung der Blutsauger sein. Das Mittel ist frei im Internet oder Fachhandel erhältlich.

Auch Blattläuse im Garten* können lästig sein und Pflanzen zerstören. Wer die Schädlinge bekämpfen will, muss nicht sofort zu chemischen Mitteln greifen. Mit diesen Tipps werden Sie die kleinen Plagegeister schnell wieder los. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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