Auch zum Kochen geeignet

Unkraut im Garten? So wird man Giersch los

Im Garten ist Unkraut ein unliebsamer Gast. Giersch lässt sich nur schwer bekämpfen. Dabei eignet sich die Pflanze auch für leckere Rezepte. So funktioniert es.

Kassel – Unkraut im Garten ist nicht nur lästig, sondern schnappt den Nachbarpflanzen Wasser und Nährstoffe weg. Auch Giersch ist als Unkraut bekannt. Er wuchert stark und lässt sich aufgrund seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Mit diesen Methoden werden Sie ihn aber los – und das ganz ohne aggressive Mittel.

Statt Giersch einfach nur zu beseitigen, lässt er sich auch wunderbar pflücken und weiterverarbeiten. Laut Verbrauchermagazin Öko-Test steckt das Wildgemüse voller Vitamine, darunter Vitamin C. Pro 100 Gramm enthalten die jungen, grünen Blätter 200 Milligramm Vitamin C. Das ist viermal so viel wie in Zitronen.

Unkraut im Garten: Giersch nicht mit giftigen Doppelgängern verwechseln

Die Pflanze ist nicht nur gesund, weil sie zusätzlich Calcium, Magnesium, Eisen und Kupfer enthält. Sie schmeckt auch lecker und eignet sich ideal im grünen Smoothie, als Pesto, passt zu Kartoffelgerichten oder zum Wildkräutersalat.

Dabei sollten Sie allerdings nur die jungen Blätter pflücken. Die Älteren sind eher hart und nicht so genießbar. Doch Vorsicht: Giersch kann schnell mit den giftigen Doppelgängern verwechselt werden – darunter Schierling und Hundspetersilie. Dabei gibt es hierzulande viele giftige Pflanzen, die sich auch im eigenen Garten ansiedeln.

Nicht jeder hat ihn gern: Giersch ist vielen Gärtnern ein Dorn im Auge.

Tipps im Garten: Wie erkennt man Giersch?

Giersch erkennen Sie am Geruch. Die Pflanze riecht angenehm nach Karotten und Petersilie. Zudem empfiehlt Öko-Test eine besondere Regel: Hobbygärtner erkennen das Kraut am dreikantigen Stiel mit drei Blattverzweigungen, die je drei Blätter aufweisen.

Auch an diesen Merkmalen erkennen Sie das Unkraut:

  • Kann bis zu einem Meter hoch werden
  • Die Blätter sind hellgrün und leicht behaart, die Blattränder gezähnt
  • Wächst bevorzugt im Halbschatten und in der Nähe von Gewässern

Unkraut im Garten vertreiben: Mit einigen Tipps wird die Ausbreitung verhindert

Wer das Unkraut allerdings aus dem Garten vertreiben möchte, sollte einige Tipps beachten. Im Idealfall sollte rechtzeitig verhindert werden, dass der Giersch blüht. Die Blütezeit der Pflanze fällt auf Juni und Juli. Denn: Die Samen bleiben lange keimfähig. Wer regelmäßig die Triebe abschneidet und das Kraut nicht gießt, kann so eine Ausbreitung verhindern. Auch Sand in der Erde schwächt das Gewächs.

Giersch-Blätter eignen sich unter anderem für Smoothies und Kartoffelgerichte.

Eine weitere Möglichkeit sind Kartoffelpflanzen. Sie verdrängen den Giersch, indem sie dem Unkraut das Licht und die Nährstoffe nehmen. Kartoffelpflanzen haben nämlich besonders dichtes Laub. Dadurch verlangsamt sich das Wachstum des Unkrauts. Auch Bodendecker wie Elfenblume und Golderdbeere verdrängen Giersch. Dabei können sie aber auch selbst zum Problem werden und sich ausbreiten. Schneiden Sie die Bodendecker daher regelmäßig.

Unkraut im Garten: Giersch-Wurzeln entfernen kann helfen

Daneben hat sich auch das Entfernen der Wurzeln mit Spaten oder Hacke bewährt. Die unterirdischen Wurzelstränge sind allerdings hartnäckig. Sie müssen restlos aus der Erde entfernt werden – auch alle noch so kleinen Wurzelreste. Denn: Bleiben Bestandteile der Pflanze zurück, genügt das, um erneut auszutreiben.

Nützlich kann auch ein sogenanntes Unkraut-Vlies sein. Das verhindert, dass der Giersch das benötigte Licht bekommt. Und auch andere Unkräuter werden am Wachstum gestört. Erhältlich ist das Vlies in jedem Baumarkt. Auf aggressive Unkrautvernichter sollten Sie jedoch weitestgehend verzichten. Öko-Test warnt: Diese vernichten zwar fast alle Unkräuter, sind aber auch mitverantwortlich für das Insektensterben und gefährden die Gesundheit.

Weitere Garten-News und nützliche Tipps finden Sie auf unserer Themenseite.

Wer Disteln im Garten loswerden will, sollte diese Tipps beachten. Bei Berührung kann das Unkraut für schmerzhaftes Erwachen sorgen. (kas)

Rubriklistenbild: © Martina Raedlein/Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.