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Bienen- und Wespenstiche: Die richtige Behandlung lindert Schmerzen im Nu

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Von: Fee Halberstadt

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An Sommer-Tagen wimmelt es in der Natur nur so von Bienen und Wespen. Hin und wieder kommt es dann vor, dass die Insekten zustechen. So reagieren Sie richtig.

Kassel – Der Sommer beginnt und bei gutem Wetter surrt und schwirrt es überall, denn viele Insekten fliegen in der Natur und auch im eigenen Garten umher. Manch eine oder einer lockt die Nützlinge sogar absichtlich an, damit das Obst und die Blumen ertragreich blühen. Wo Bienen und Wespen umherfliegen, besteht jedoch ebenfalls die Gefahr, gestochen zu werden. Ist das geschehen, sollte man richtig handeln, um unnötige Schmerzen zu vermeiden.

Welches der beiden Insekten es war, sieht unter anderem man daran, ob der Stachel noch in der Haut steckt: Dann war es wahrscheinlich eine Biene. Diese haben einen Widerhaken an ihrem Stachel. Normalerweise bleibt dieser nicht hängen. Da wir Menschen jedoch dickere Haut haben, kann die Biene ihn nicht herausziehen und reißt ihn sich ab. Das führt dann bald darauf zum Tod der Biene.

Wespen können ihr Gift bei einem Stich dosieren. Deswegen schmerzen ihre Stiche weniger als die von Bienen.
Wespen können ihr Gift bei einem Stich dosieren. Deswegen schmerzen ihre Stiche weniger als die von Bienen. (Symbolbild) © Robin Loznak/dpa

Schmerzen lindern: Stiche von Bienen und Wespen richtig behandeln

Steckt der Stachel noch drinnen, sollte dieser vorsichtig, am besten mit einer Pinzette, herausgezogen werden. Wichtig ist hierbei, die Giftblase nicht zu zerstören, da sonst noch mehr Gift in die Wunde kommt und zu mehr Schmerzen führt, informiert die Initiative Insektengiftallergie. Das Gift sollte auf gar keinen Fall mit dem Mund ausgesaugt werden, da es über die Schleimhäute viel schneller in den Kreislauf gelangt. Stattdessen sollte ein Saugstempeln oder Giftpumpen genutzt werden, die es beispielsweise in der Apotheke gibt.

Um die Schmerzen zu lindern, kann die Einstichstelle dann sowohl gekühlt als auch erhitzt werden. Ein Kühlpack oder Eiswürfel in einem Küchenhandtuch betäubt den Juckreiz und sorgen dafür, dass die Stelle weniger durchblutet wird und der Schmerz abebbt. Am besten bleibt das Kühlmittel liegen, bis der Juckreiz und die Schwellung verschwunden sind, berichtet die Initiative. Ein Hitzestift oder Tuch mit heißem Wasser hilft ebenfalls. Dadurch werden Enzyme zerstört, die für den Juckreiz sorgen.

Stiche von Bienen und Wespen im Sommer: Mit der richtigen Behandlung lassen sich Schmerzen vermeiden

Grundsätzlich sind Stiche von Bienen und Wespen nicht gefährlich, außer der Körper zeigt Anzeichen einer Allergie, dann kann Lebensgefahr drohen. Falls nach einem Stich Symptome wie Quaddelbildung (Nesselsucht), Juckreiz am ganzen Körper, Schwindel, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Schlimmere Reaktionen können Schluckbeschwerden, allgemeiner Schwäche und Schwellungen im Gesicht oder an den Händen auslösen, wie das Portal gesundheitsinformation.de berichtet. Bei einem schweren Verlauf kommt es zu Atemnot, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit oder sogar Herz-Kreislauf-Stillstand.

Falls die Biene oder Wespe im Mundbereich zusticht, sollte ebenso ein Krankenwagen verständigt oder unverzüglich ein Hausarzt aufgesucht werden. Selbst ohne Allergie kann der Mund und Hals stark anschwellen und eine Atemnot entstehen. Das Gleiche gilt ebenfalls, wenn mehr als ein Stich auf einmal entsteht. Und immer dran denken: Falls eine Biene oder Wespe in der Nähe ist, stets ruhig bleiben. (Fee Halberstadt)

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