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Gas-Notfallplan: Das bedeutet die Alarmstufe für Verbraucher

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Es gilt in Deutschland die Alarmstufe zwei von drei im Gas-Notfallplan. Müssen sich Verbraucher nun Sorgen machen? Alle Infos im Überblick.

Kassel – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat am Donnerstag (23. Juni) die Gas-Alarmstufe ausgerufen. Das ist die zweite Stufe des dreistufigen Notfallplans. Russland hat die Gas-Lieferungen für Deutschland in der Menge stark eingeschränkt – und auch die Preise am Gas-Markt sind explodiert.

Ein Notfallplan wird ausgerufen, wenn eine Verschlechterung der Versorgungslage droht. Stufe zwei von drei hört sich im ersten Moment erschreckend an. Was bedeutet die Gas-Alarmstufe für Verbraucher?

Alarmstufe im Notfallplan: Ist die Gas-Versorgung noch gewährleistet?

Stufe zwei im Notfallplan bedeutet, dass die Versorgung noch stabil ist. Laut Informationen das ZDF sind die Gas-Speicher aktuell zu 60 Prozent gefüllt. Das ist momentan ausreichend, aber: Es ist Sommer und da wird weniger Gas verbraucht, weil unter anderem weniger geheizt wird. Es ist wichtig, jetzt vorzubeugen und so gut es geht Energie zu sparen, denn zu 60 Prozent gefüllte Gas-Speicher würden für den kompletten Winter nicht ausreichen.

Das Zählwerk in einem Gaszähler dreht sich und zeigt den Verbrauch von Gas an.
Notfallplan Gas: Was bedeutet die Alarmstufe für Verbraucher? © Jens Büttner/dpa

Laut Bundesnetzagentur ist die Lage angespannt und eine Verschlechterung kann nicht ausgeschlossen werden. Wie man ohne großen Aufwand Gas sparen kann, dazu gibt es ein paar einfache Tipps.

Gas-Notfallplan: Müssen Verbraucher nun mit steigenden Preisen rechnen?

Definitiv – aber nicht erst, seitdem die Alarmstufe Gas ausgerufen wurde. Mit der Ankündigung, Deutschland bekomme weniger Gas aus Russland geliefert, sind die Preise im Großhandel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kontinuierlich gestiegen. So habe eine Megawattstunde Erdgas am niederländischen Handelsplatz TTF am Donnerstagnachmittag rund 135 Euro gekostet, während der Preis am Vortag noch bei 127 Euro gelegen habe.

Auch Kunden, deren Anbieter eigentlich eine Preisgarantie versprochen hatte, müssen mit steigenden Preisen für Gas rechnen. Je nachdem, wie viel günstiges Gas der Versorger in der Vergangenheit beim Großhändler geordert hatte, muss früher oder später an der Börse nachgekauft werden – und das zum aktuellen Preis. Die Mehrkosten kommen letztlich mit Verzögerung beim Kunden an.

Notfallplan und Alarmstufe: Lohnt es sich, den Gas-Anbieter zu wechseln?

Nein. Neukundenpreise bei Gas-Anbietern sind höher als die, die Bestandskunden zahlen – das zeigt ein Blick auf gängige Vergleichsportale. Selbst wenn ein anderer Anbieter momentan günstiger erscheint, wird auch dort früher oder später die Preissteigerung ankommen. Das hängt damit zusammen, wie langfristig die Versorger das Gas eingekauft haben.

In der Vergangenheit hat es sich häufig gelohnt, Anbieter zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Da die Grundversorger, die am jeweiligen Ort automatisch zuständig sind, meist längerfristige Lieferverträge haben, kann aktuell aber günstiger sein, beim Grundversorger zu bleiben. (Lea-Sophie Mollus)

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