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Grundsteuererklärung: Diese Regeln und Fristen müssen Sie beachten

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Von: Fee Halberstadt

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Im Rahmen der Grundsteuerreform müssen Eigentumsbesitzer eine Erklärung ans Finanzamt schicken. Alles, was es zu beachten gibt, hier im Überblick.

Kassel – Die Grundsteuerreform ist kompliziert und führt zu viel Ärger, Verwirrung und offenen Fragen. Da alle Eigentümerinnen und Eigentümer dazu verpflichtet sind, die Erklärung abzugeben, müssen sich viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland damit beschäftigen.

Im Jahr 2018 hat das Bundesverfassungsgericht das derzeitige System, mit dem die Grundsteuer bewertet wird, als verfassungswidrig erklärt. Der Grund war, dass es gegen das Gebot der Gleichbehandlung verstoße, das im Grundgesetz festgehalten ist. Diese steuerliche Ungleichheit liegt daran, dass sich die Werte von Grundstücken und Gebäude seit 1935 und 1964 im Osten und Westen unterschiedlich entwickelt haben.

„Das heißt, gegenwärtig können für vergleichbare Immobilien in benachbarter Lage erheblich unterschiedliche Grundsteuerzahlungen fällig werden“, erklärt das Bundesfinanzministerium. Mit der neuen Regelung ist das nicht mehr möglich.

Grundsteuerreform: Warum eine Erklärung abgeben werden muss

Das neue Gesetzespaket zur Grundsteuerreform besteht aus drei Gesetzen. Eines davon ist das „Gesetz zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts“. In ihm werden beispielsweise die neuen Bewertungsregeln zur Bestimmung der Grundsteuer festgehalten. Außerdem sieht es vor, dass der Grundbesitz in ganz Deutschland neu bewertet wird. Um das zu tun, müssen alle Eigentümerinnen und Eigentümer eine Erklärung an das Finanzamt übermitteln.

Baustelle mit Neubaugebiet Heimshof Ost am Sachsenring, Heessen, Hamm, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Pflicht für Hausbesitzer: Spätestens bis zum 31. Januar sollte die Feststellungserklärung abgegeben werden. © Hans Blossey

Grundsteuerreform: Was in der Erklärung angegeben werden muss

Im Gegensatz zu vorher, wird die Grundbesitzsteuer in Zukunft mit wenigen Parametern ermittelt. Dazu zählen die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert, die Immobilienart, das Alter des Gebäudes und die Wohn-/Nutzfläche. Diese sollten sie somit parat haben. Vor der Reform nahmen mehr als 30 Faktoren Einfluss auf die Steuer. Unterlagen müssen nicht abgegeben werden. Bei Nachfragen kontaktiert das Finanzamt Betroffene.

Was in der Grundsteuer-Erklärung angegeben werden muss:
Grundstücksfläche
Immobilienart
Bodenrichtwert
Wohn-/Nutzfläche
Alter des Gebäudes
Quelle: Bundesfinanzministerium

Grundsteuerreform: Wo die Erklärung abgegeben wird

Die Erklärung muss elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden und ist für alle Eigentümerinnen und Eigentümer verpflichtend. Mithilfe des Portals „Mein ELSTER“ kann das Formular ab dem 1. Juli 2022 ausgefüllt und abgegeben werden. Der elektronische Weg ist die einzige Möglichkeit für die Abgabe der Erklärung. Falls jemand nicht die Möglichkeit hat, sie elektronisch abzugeben, können Angehörige dabei helfen und beispielsweise den eigenen Elster-Zugang nutzen. Eine Abgabe der Erklärung in Papierform ist nur in Ausnahmefällen gestattet.

Außerdem gibt es ein zweites Portal, das verwendet werden kann, um die Erklärung einzureichen. Dieses ist jedoch nur für einfach gelagerte Sachverhalte verwendbar, beispielsweise unbebaute Grundstück, Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Zudem ist das nicht in allen Bundesländern möglich. Unter www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de kann diese eingereicht werden. Halten Sie bitte hier folgende Informationen bereit:

Grundsteuererklärung ist verpflichtend: Diese Daten sind am wichtigsten

Wichtig zu wissen ist, dass jede Eigentümerin und jeder Eigentümer die Grundsteuererklärung bis zum 31. Januar 2023 abgegeben haben muss. Ursprünglich war der 31. Oktober 2022 als Frist festgesetzt, doch dieser Termin war für viele Hausbesitzer nicht zu schaffen, weshalb die Finanzministerkonferenz am 13. Oktober 2022 die Abgabefrist verlängert hat. Die Formulare sind bereits seit dem 1. Juli 2022 verfügbar. Bis die neue Grundsteuer erhoben ist, dauert es jedoch. Bis zum Ende des Jahres 2024 wird die Grundsteuer nach dem aktuellen Stand berechnet und muss gezahlt werden. Ab dem 1. Januar 2025 gelten dann die neu ermittelten Beträge, erklärt das Bundesfinanzministerium.

Ein Mann aus dem Kreis Kassel hat viel Ärger mit der Grundsteuerreform, da die Umsetzung nicht so einfach ist, wie sie scheint.

Welchen Stand die Angaben in der Erklärung haben müssen, ist ebenfalls geregelt. Die Angaben bei Elster müssen sich auf die Besitzverhältnisse vom 1. Januar 2022 beziehen. Falls sie beispielsweise am 10. Februar 2022 ihr Haus verkauft haben und nun kein Eigentümer mehr sind, müssen sie trotzdem die Erklärung einreichen. Wichtig: Es gelten somit nicht die Verhältnisse, die an dem Tag herrschen, an dem Sie das Formular einreichen. (Fee Halberstadt)

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