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Bis zu 200 Euro: Wo es Geld für die Reparatur von Handys gibt

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Von: Clara Veiga Pinto

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Nicht jedes kaputte Smartphone ist schrottreif. Eine Reparatur kann sich lohnen. (Symbolfoto)
Nicht jedes kaputte Smartphone ist schrottreif. Eine Reparatur kann sich lohnen. (Symbolfoto) © Thomas Trutschel/Imago

Viele Verbraucher kaufen sich alle paar Jahre ein neues Handy. Doch kaum jemand repariert seine alten Geräte. Darum lohnt sich das Instandsetzten.

Kassel – Viele Verbraucher wechsel alle paar Jahre ihr Smartphone. Teilweise weil es kaputt ist, teilweise, weil ein neueres Modell auf den Markt kommt. Die Wenigsten lassen ihr altes Handy reparieren. Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom von 2021 ergab, dass 83 Prozent der Deutschen mindestens ein ausrangiertes Handy in ihren Schubladen liegen haben. Bei mehr als jedem zweiten sind es sogar drei oder mehr alte Geräte.

Das ist ein Problem: Neben den hohen Kosten für ein neues Gerät, sind da auch noch die Umweltbelastungen. Denn der Energieverbrauch bei der Produktion ist hoch. Außerdem enthalten Smartphones teilweise seltene Edel- und Sondermetalle, die meist zu schlechten Arbeitsbedingungen und teilweise von Kindern abgebaut werden.

Bis zu 200 Euro für ein kaputtes Gerät: In diesem Bundesland gibt es Förderungen

Am besten ist es daher, ein defektes Smartphone nicht einfach wegzuschmeißen, sondern reparieren zu lassen, um Elektro-Schrott zu vermeiden. In einem Bundesland kann sich das für die Nutzer sogar finanziell lohnen.

Seit dem 15. Juli 2021 gab es in Thüringen einen geförderten Reparatur-Bonus für Haushaltsgeräte und Handys. Das Bundesland zahlte 50 Prozent der Brutto-Reparaturkosten und maximal 100 Euro. Das Projekt lief derart gut an, dass der Topf mit den Fördergeldern des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz schnell aufgebraucht war.

Seit Mai 2022 gibt es ein vergleichbares Förderprojekt in Thüringen. Es können nur Reparatur-Rechnungen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als drei Monate sind, informiert die Verbraucherzentrale Thüringen.

Elektrogeräte wie Smartphones und Co.: So ist der Kauf umweltfreundlicher und gut für den Geldbeutel

Das Umweltbundesamt hat inzwischen verschiedene Empfehlungen herausgegeben, wie beim Handy-Kauf dennoch auf die Umwelt geachtet werden kann. Ein Überblick:

Nachhaltigkeit bei Elektrogeräten: Auch andere Bundesländer wollen mitziehen

Und auch Bayern möchte jetzt mitmischen in Sachen Umweltbewusstsein. Im Gegensatz zum Vorbild aus Thüringen ist sogar ein noch höherer Reparaturbonus angedacht. Bislang hat das Bundesland aber noch keinen Beschluss gefasst.

Weitere Bundesländer haben bereits angekündigt, über Reparatur-Boni zumindest nachdenken zu wollen. Darunter Sachsen-Anhalt, und Niedersachsen. Aber auch Hessen und Baden-Württemberg haben Interesse bekundet, berichtet die Deutsche Presseagentur.

Im Nachbarland Österreich ist man schon weiter. Dort gibt es seit Monaten den sogenannten Reparaturbonus, berichtet br.de. Die Hälfte der Kosten werde vom Staat übernommen, maximal 200 Euro pro Gerät. Das zeige Wirkung. Handyshops und Reparaturwerkstätten verzeichneten demnach eine enorm gestiegene Nachfrage. (Clara Pinto)

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