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Heizkosten sparen: Welche Temperatur Ihre Wohnung haben sollte

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Von: Kilian Bäuml

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Frau zieht die Vorhänge ihrer Fenster auf
Mit Vorhängen lassen sich Fenster zusätzlich isolieren. (Symbolbild) © Monkey Business 2 via www.imago-images.de

Aufgrund der aktuellen Situation nehmen sich viele Bürger vor, weniger zu heizen und dadurch Energie zu sparen. Doch das Sparen beim Heizen hat seinen Haken.

Kassel – Aktuell steckt Deutschland in einer Energiekrise, deshalb sind alle dazu aufgefordert Energie zu sparen. Besonders beim Heizen lässt sich der Energieverbrauch gut kontrollieren und anpassen.

Die Raumtemperatur herunterzustellen und damit Energie zu sparen, hat allerdings auch eine Kehrseite – bei niedrigen Raumtemperaturen steigt das Schimmelrisiko.

Heizkosten sparen – was niedrige Temperaturen ausmachen

Eine bekannte Faustregel besagt, dass die optimale Raumtemperatur bei circa 20 Grad Celsius liegt. Im Schlafzimmer kann es auch etwas kühler sein. Mit einem Grad weniger lassen sich rund sechs Prozent Energie sparen, berichtet der NDR. Wer seine Wohnung richtig heizt, kann seine Kosten dementsprechend senken. Aktuell wird deshalb darüber gesprochen, im kommenden Herbst und Winter die Raumtemperaturen am Tag um ein bis zwei Grad Celsius zu senken, schreibt das Umweltbundesamt. Weiter gingen sogar Wohnungsgesellschaften an die Öffentlichkeit und schlugen vor, die Raumtemperatur auf 16 bis 18 Grad Celsius einzustellen.

Das Problem dabei eine ideale Raumtemperatur zu bestimmen ist allerdings, dass das Temperaturempfinden individuell ist. Die Wahrnehmung einer Raumtemperatur von beispielsweise 18 Grad Celsius ist dementsprechend unterschiedlich. Während es für einige angenehm ist, benötigen andere einen dicken Pulli und Decke, um nicht zu frieren.

Mit 18 Grad lassen sich Heizkosten sparen – Niedrigere Temperaturen bergen Risiken

Bei einer niedrigen Raumtemperatur erhöht sich auch das Risiko für Schimmel. Das liegt daran, dass warme Luft Feuchtigkeit besser aufnehmen kann. Ist es in der Wohnung zu kühl, kondensiert die Feuchtigkeit entlang von Oberflächen, wo sie sich auch durch regelmäßiges Lüften nicht gut abtransportieren lässt. Innerhalb weniger Tage oder Wochen kann das laut dem Umweltbundesamt dazu führen, dass das Wachstum von Schimmel begünstigt wird. Wie hoch das Risiko ist, ist jedoch auch immer abhängig vom Gebäudetyp und der Dämmung des Gebäudes.

Eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad wird als niedrigste Temperatur empfohlen, ohne das Risiko für Schimmel stark zu erhöhen. Kälter sollte es allerdings nicht werden, das Umweltbundesamt empfiehlt sogar eher, die Temperaturen in Wohnungen tagsüber nicht unter 19 bis 20 Grad sinken zu lassen. Nachts kann man auch auf 18 Grad Celsius heruntergehen.

So lässt sich Schimmel auch bei niedriger Raumtemperatur vorbeugen:

Wichtig ist, die Feuchtigkeit immer zu regulieren. Sollte die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent steigen, empfiehlt das Umweltbundesamt häufiges Lüften. Wichtig ist, die Fenster vollständig zu öffnen, sodass es zu einem großen Luftaustausch kommen kann. Ideal ist es, einen Durchzug herzustellen, falls das möglich ist.

Mit folgenden Tipps lässt sich Energie beim Heizen sparen:

(Kilian Bäuml)

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