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Diese Lebensmittel können bei Heuschnupfen helfen

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Von: Yannick Wenig, Sarah Neumeyer

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Die milden Temperaturen haben für Allergiker unangenehme Nebenwirkungen. Doch es gibt Lebensmittel, die bei Heuschnupfen Linderung schaffen können.

Frankfurt - Ständiger Niesreiz, tränende Augen und eine juckende und laufende Nase: Bereits im Januar fliegen in Deutschland die ersten Pollen durch die Luft. Die Haselnuss blüht mancherorts schon seit Dezember 2022, die Erle steht in den Startlöchern. Heuschnupfen kann die Laune derzeit also schnell vermiesen. Aber es gibt Hoffnung für Allergiker:innen. Denn die richtige Ernährung kann dabei helfen, die Symptome zumindest deutlich zu mildern.

Weil der Heuschnupfen so lästig ist, greifen viele Betroffene zu Sprays, Tropfen und verschiedenen Medikamenten. Das muss aber nicht sein. Denn auch eine Anpassung der Ernährung kann wahre Wunder bewirken. Das liegt in erster Linie an Mikronährstoffen in unserer Nahrung. Sie haben einen großen Einfluss auf den menschlichen Organismus und sind entscheidend an der Ausschüttung, Produktion und am Abbau von Botenstoffen und Hormonen beteiligt. Manche Lebensmittel eignen sich also besser und manche schlechter, um gegen den lästigen Heuschnupfen vorzugehen.

Person mit Allergie niest in ein Taschentuch hinter einem Strauch
Traumhaftes Frühlingswetter schon im Februar. Heuschnupfen trübt die Freude bei vielen Allergikern. (Symbolbild) © Angelika Warmuth/dpa

Heuschnupfen und Allergie: Welchen Einfluss hat die Ernährung und die Wahl der Lebensmittel?

Der Naturstoff Histamin spielt eine entscheidende Rolle bei auf Allergien zurückzuführenden Reaktionen des Körpers, berichtet gesundheitsinformation.de. Eine erhöhte Histaminausschüttung kann beispielsweise zu asthmaähnlichen Beschwerden führen. Histamin ist unter anderem direkt an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt. Der Eiweißstoff kommt in vielen Lebensmitteln vor, wird aber auch im Körper selbst produziert. Er kann allergische Reaktionen und Blutdruckabfall hervorrufen, heißt es vonseiten der Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung.

Die Leiden der AllergikerHäufigkeit in Prozent
Tränende und juckende Augen74 Prozent
Niesattacken70 Prozent
Laufende Nase70 Prozent
Verstopfte Nase49 Prozent
Juckreiz an Gaumen, Rachen oder Ohren36 Prozent
Geschwollene Lider36 Prozent
Müdigkeit34 Prozent
Atemnot19 Prozent
Quelle: YouGov

Vitamine und Mineralstoffe, die Mittel, die den Abbau von Histamin beschleunigen können, sind beispielsweise Vitamin C, Vitamin B6 und Kupfer, informiert pharmawiki.ch. Diese Faktoren sollten sich Allergiker:innen bei ihrer Ernährung zunutze machen, um die Leiden bei Heuschnupfen zu lindern. Vielseitig, ausgewogen und entzündungshemmend sollte sie sein. Doch in welchen Lebensmitteln sind solche Nährstoffe überhaupt enthalten?

Weniger Probleme mit Heuschnupfen dank der Ernährung: Vitamin C und Vitamin B6

Lebensmittel, die gegen den Heuschnupfen helfen können, sind Zitrone und Sanddorn. Das reich enthaltene Vitamin C ist gut für das Immunsystem. Aber nicht nur das: Es ist genauso wie Vitamin B und Kupfer ein wichtiger Cofaktoren der Diaminoxidase, welche Histamin abbaut, informiert pharmawiki.ch. Viel Vitamin B6 findet sich in Vollkorngetreide, roter Paprika, grünem Gemüse und Hülsenfrüchten. Kupfer ist ebenfalls in Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten enthalten.

Mittel gegen Heuschnupfen: Diese Lebensmittel können die Symptome lindern

Und klar ist auch: Viel trinken ist wichtig. Nicht bloß für das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch gegen Heuschnupfen. Im Idealfall sollen Betroffene sogar mehr als die allseits empfohlenen zwei bis drei Liter Wasser pro Tag trinken. Denn ist der körpereigene Flüssigkeitsspeicher gefüllt, sind auch die Schleimhäute gut befeuchtet. Pollen haben es dann schwerer, sich festzusetzen. Mineralwasser bietet sogar einen weiteren Vorteil. Unter den enthaltenen Mineralien befindet sich auch Calcium. Calciumionen können die durch Histamin ausgelösten Reaktionen, wie Juckreiz, Erythem- und Quaddelbildung auf der Haut und die Schwellung der Nasenschleimhaut reduzieren, informiert die Pharmazeutische Zeitung.

Ein Lebensmittel, dass sowohl Vitamin C, B-Vitamine und Calcium beinhaltet, ist im Übrigen Brokkoli. Auch den sollten von Heuschnupfen geplagte Menschen bei der Ernährung berücksichtigen. Auch Grünkohl, Mangold und andere Gemüsesorten können laut gesundheit.de Symptome der Allergien bekämpfen.

Welche Lebensmittel helfen gegen Heuschnupfen: Honig zur Desensibilisierung?

Auch Honig soll helfen, Probleme mit Heuschnupfen zu regulieren. Vor allem dann, wenn er aus der Region und sozusagen aus den Blüten der direkten Umwelt stammt. Das Prinzip: natürliche Desensibilisierung. Honig enthält Pollen. Sind Pollen enthalten, gegen die man allergisch ist, kann der Verzehr das Immunsystem trainieren. Viele Medizinerinnen und Mediziner sehen das kritisch, berichtet der WDR. Honig kann als Heilmittel für Haut und Schleimhaut eingesetzt werden.

Ebenfalls ist es wichtig, solche Lebensmittel bei der Ernährung zu meiden, die Heuschnupfen und andere Allergien sogar fördern können. Das gilt unter anderem für viele tierische Produkte wie Milch und Fleisch. Aber auch für viele weizenhaltige Lebensmittel. (Yannick Wenig)

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