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Hitzewelle im Sommer: Was Sie gegen hohe Temperaturen in der Wohnung tun können

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Der Sommer ist da und die Temperaturen steigen. Bewohner im Dachgeschoss erfreut die Hitze jedoch weniger. So lässt es sich dort am besten aushalten.

Kassel – Nirgendwo ist es im Sommer wärmer als in der Wohnung – zumindest aus Sicht vieler Menschen, die im Dachgeschoss wohnen. Steigen die Temperaturen draußen, wird es unter dem Dach nahezu unerträglich. Wohl dem, der eine Klimaanlage hat. Doch auch wer kein Klimagerät hat, muss nicht ans Umziehen denken. Denn Möglichkeiten, die Dachgeschosswohnung auch im Hochsommer angenehm kühl zu halten, gibt es einige.

Den Grund für die enorme Hitze in Dachgeschosswohnungen verrät der Ingenieur Luca Danilo Arenz gegenüber dem Magazin businessinsider.de: Zum einen steige Wärme bekanntermaßen nach oben, da warme Luft leichter als kalte ist. Zum anderen hänge es mit der Lage der Fenster und mit dem Dach zusammen. Durch die Schräge kommt deutlich mehr Sonnenlicht in die Wohnung als in den unteren Etagen.

Hitze in Dachgeschosswohnungen: Sonnenlicht aussperren

Die einfachste Möglichkeit, die Sonne und damit auch die Hitze aus der Wohnung zu verbannen, ist laut Arenz, sie erst gar nicht hereinzulassen. Also: Fenster am besten abdunkeln. Tagsüber die Rollläden runterzulassen, kann nach Einschätzung des Experten schon einen spürbaren Unterschied ausmachen.

Besonders Menschen, die unter dem Dach wohnen, leiden unter den hohen Temperaturen des Sommers. Wie lässt sich die Hitze aushalten?
Besonders Menschen, die unter dem Dach wohnen, leiden unter den hohen Temperaturen des Sommers. Wie lässt sich die Hitze aushalten? © Gerd Wolpert/Imago

Wer keine Roll- oder Fensterläden hat, kann alternativ auf reflektierende Schutzfolien zurückgreifen. Es gibt spezielle Sonnenschutzfolien, die entweder von innen oder von außen an die Fensterscheibe angebracht werden können, und die Wärme wieder zurückgeben. Laut fensterbau-ratgeber.de kann die Temperatur damit in den Innenräumen bis zu 80 Prozent reduziert werden. Allerdings sperrt die Folie die Sonne auch an den kälteren Tage im Jahr aus, weshalb im Winter mehr geheizt werden muss.

Tipp des Ingenieurs: Die Rettungsfolie aus dem Erste-Hilfe-Koffer im Auto. Denn die sind laut Arenz „hochreflektierend“ und wirken daher vom Prinzip wie die teureren Sonnenschutzfolien. Das mag zwar etwas behelfsmäßig wirken, doch die zweckentfremdete Folie hat den großen Vorteil, dass sie bei Bedarf ganz leicht wieder abgenommen werden kann.

Wie ein Sonnenschirm: Solaranlagen auf dem Dach helfen auch gegen die Hitze

Eine weitere Stellschraube, an der im Kampf gegen die Hitze gedreht werden kann, ist das Dach. Eine Solaranlage kann beispielsweise helfen. Solch eine Fotovoltaikanlage ist sicherlich aus zweierlei Gründen sinnvoll: nicht nur, dass die Sonnenstrahlen damit in Energie gewandelt werden. Die Anlage wirkt auch wie eine Art Sonnenschirm. Die Strahlkraft der Sonne, die sonst ungebremst auf das Dach knallen und von dort aus weiter in die Wohnung dringen würde, wird durch sie abgebremst.

Auch die Dämmung spielt bei der Innen-Temperatur eine Rolle: Vielversprechend ist der umweltfreundliche Dämmstoff aus Holzfasern. Günstig ist das in der Regel aber nicht. Und: Sowohl das Anbringen von Solar-Panels als auch die Dämmung liegt meist in den Händen des Vermieters. Mitunter haben Mieter aber Anspruch auf die kostspielige Wärmebekämpfung: Ist es in der Wohnung dauerhaft über 26 Grad Celsius warm, kann ein Sachmangel der Grund sein. Und den muss der Vermieter beheben, weiß der Experte Arenz.

Klimagerät die effektivste Waffe gegen Hitze in der Wohnung – aber zu welchem Preis?

Hält sich die Hitze trotz abgedunkelter Fenster und Co. hartnäckig in der Wohnung, hilft nur eine Klimaanlage. Die zu installieren ist aber ebenso teuer wie umständlich. Denn auch hier gilt für Mieter, dass der Einbau nur mit Erlaubnis des Vermieters möglich ist Die mobilen Geräte, sogenannte „Monoblöcke“, bei dem meist die warme Luft über einen Schlauch aus dem Fenster geblasen wird, können dagegen problemlos in der Wohnung aufgestellt werden. Sie sind aber sperrig und laut. Und zudem regelrechte Stromfresser.

Die grünere und günstigere Variante dazu ist, sich eine Klimaanlage einfach selbst zu bauen. Dafür ein feuchtes (nicht nasses) Tuch über den Ventilator zu legen, um so die Luft im Raum zumindest kurzfristig runterzukühlen.

Nicht selten wirkt sich die Hitze auf die Gesundheit aus. Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Kreislaufprobleme sind die Folge. Was Sie trotz der hohen Temperaturen fit durch den Sommer kommen, erfahren Sie hier. (Romina Kunze)

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