Tipp für Verbraucher

Hygiene im Schlafzimmer - So oft sollten Sie Ihre Bettwäsche wechseln

Wie oft regelmäßig Sie Ihre Bettwäsche? Wir erklären, wie oft diese tatsächlich gewechselt werden sollte - und warum die Regelmäßigkeit sinnvoll ist.

Kassel – Im Bett verbringen wir rund acht Stunden pro Tag und verlieren beim Schlafen durchschnittlich einen bis eineinhalb Liter Flüssigkeit. All das nimmt der Stoff unseres Bettbezugs auf. Klingt eklig? Ist es in gewisser Weise auch, denn besagte Flüssigkeiten sind vor allem Schweiß (bis zu 0,5 Liter pro Nacht) und der bietet Milben, Bakterien und Pilzen zusammen mit der kuscheligen Wärme des Bettes eine ideale Brutstätte. Ihr Kot kann zudem Auslöser für Allergien und Asthma sein.

Aus diesem Grund wird für eine bessere Hygiene empfohlen, die Bettwäsche alle zwei Wochen zu wechseln. So haben Milben und Pilzsporen keine Chance. Dazwischen gilt: täglich das Schlafzimmer gut lüften. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Wenn Sie im Schlaf stark schwitzen, kann mehr Feuchtigkeit von der Bettwäsche aufgenommen werden.

Wie äußert sich eine Milbenallergie?

Es treten allergischer Schnupfen mit Niesreiz, Schleimhautschwellung und verstopfter oder laufender Nase (besonders in den Morgenstunden) auf. Betroffene leiden unter allergischer Bindehautentzündung mit Juckreiz, Rötung und Augentränen.

Hand aufs Herz: Wie häufig wechseln Sie die Bettwäsche? Ideal ist es, sie alle zwei Wochen zu wechseln.

Bettwäsche wechseln: Milben werden für Hausstauballergiker schnell zur Gefahr

Milben gibt es allerdings nicht nur im Bett, sondern auch im Garten. Die Bisse von Grasmilben sind nicht nur schmerzhaft, das Jucken kann zudem mehrere Wochen anhalten. Das können Sie gegen die unsichtbare Milben-Plage im Garten tun.

Wer viel schwitzt, bei dem empfiehlt es sich, die Bettwäsche wöchentlich zu wechseln. Wenn Sie unbekleidet schlafen, gilt dasselbe, weil dann die Haut direkt mit der Wäsche in Berührung kommt. Bettwäsche von Säuglingen sollte in jedem Fall wöchentlich, meist sogar öfter gewaschen werden, damit die Jüngsten keine Allergien entwickeln.

Außerdem ist ein wöchentlicher Bettwäschewechsel ratsam, wenn...

  • ... Sie Hausstauballergiker sind.
  • ... Ihre Haustiere mit im Bett schlafen.
  • ... Sie Raucher sind, sich häufig in verrauchter Umgebung aufhalten oder in der Gastronomie arbeiten.
  • ... Sie gerade eine Krankheit auskuriert haben.

Oft plagen uns im Schlafzimmer noch andere Tierchen neben den unbeliebten Milben: Die Mücken. Die richtigen Pflanzen im Garten und auf dem Balkon halten die Blutsauger fern. Mehr Tipps und Tricks erhalten Sie mit dem Verbraucher-Newsletter der HNA.

Hygiene im Schlaf durch Wechseln der Bettwäsche: So waschen Sie richtig

Gewaschen werden kann das Bettzeug mit Voll- oder Universalwaschmittel bei 30 bis 40 Grad. Wenn Buntwaschmittel verwendet wird, sollte die Waschtemperatur allerdings 60 Grad sein. Auch wenn bereits Allergien vorliegen, sollte die Waschtemperatur grundsätzlich 60 Grad betragen, denn erst bei dieser Temperatur können Milben zuverlässig absterben.

Für noch mehr hygienische Sauberkeit sollte die Matratze regelmäßig abgebürstet oder abgesaugt werden. Der Schlafkomfort erhöhen sich zusätzlich, wenn die Matratze mit Natron gereinigt wird. Natron wirkt desinfizierend, beseitigt Gerüche und entfernt leichte Flecken. Auch Milben und Bakterien mögen das Hausmittelchen nicht. (Luisa Weckesser)

Rubriklistenbild: © Basilico Studio/Imago

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