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Inflationsprämie: Bis zu 3000 Euro steuerfrei, aber es gibt einen Haken

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Von: Alina Schröder

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Zur Entlastung der Bevölkerung soll es eine Inflationsprämie geben. Bis zu 3000 Euro können auf das Konto von Beschäftigten fließen – steuerfrei.

Berlin – Bürgerinnen und Bürger in Deutschland werden aufgrund des Ukraine-Kriegs derzeit mit hohen und noch weiter steigenden Kosten konfrontiert. Ob für Strom, Gas oder Lebensmittel – die Preise bewegen sich auf einem Rekordniveau. Mit dem dritten Entlastungspaket will die Bundesregierung nun der Bevölkerung erneut entgegenkommen.

Neben einer Strompreisbremse, der Erhöhung des Kindergelds oder einer Einmalzahlung für Rentner:innen, ist auch eine sogenannte Inflationsprämie Teil der Planung. Dabei handelt es sich um eine steuer- und sozialabgabenfreie Einmalzahlung von Unternehmen an die Beschäftigten.

Nachdem die Zweitwohnungssteuer in Bichl und Benediktbeuern über die Jahre hinweg mehrfach angepasst wurde, beläuft sie sich derzeit auf 20 Prozent der Netto-Kaltmiete der entsprechenden Wohnung.
Die Bundesregierung möchte die Weichen für eine Inflationsprämie stellen. (Symbolfoto) © Symbolfoto: Federico Gambarini /dpa

3000 Euro steuerfrei für Beschäftigte: Regierung stimmt für Inflationsprämie

Wie Kanzler Olaf Scholz (SPD) in der Pressekonferenz am Sonntag (4. September) sagte, soll diese Prämie pro Arbeitnehmer:in bis zu 3000 Euro betragen. Dies sei das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Gewerkschaften und Arbeitgeber:innen gewesen. Der Bund sei in diesem Fall bereit, „bei zusätzlichen Zahlungen der Unternehmen an ihre Beschäftigten einen Betrag von bis zu 3000 Euro von der Steuer und den Sozialversicherungsabgaben zu befreien.“ Aufgrund der kritischen Inflationslage in Deutschland könne eine solche Zahlung viele Bürgerinnen und Bürger enorm entlasten.

Diese Punkte wurden von den regierenden Parteien SPD, FDP und Grüne außerdem beschlossen:

Auszahlung der Inflationsprämie für Unternehmen freiwillig – Politik stellt Weichen

So gut die Inflationsprämie auch klingt, ist dies lediglich ein Appell der Regierung an die Unternehmen. Das bedeutet, dass es, wie bereits bei der Corona-Prämie, keinen gesetzlichen Anspruch auf die steuerfreie Zahlung gibt. Ob und wie viel die Arbeitgeber:innen letztendlich zahlen, liegt bei ihnen.

Scholz selbst begrüße eine solche Extra-Zahlung und sagte, dass die Politik nun die Weichen dafür stellen wolle. „Wir werden alles dafür tun, dass es tatsächlich auch stattfinden kann.“ Ob nur bestimmte Beschäftigungsverhältnisse davon profitieren, ist nicht bekannt. Es ist möglich, dass neben Vollzeitangestellten sowohl Minijober:innen als auch Teilzeitkräfte die Inflationsprämie erhalten. Im Herbst bekommen alle Beschäftigte zunächst eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro ausgezahlt, die allerdings direkt versteuert wird. (asc)

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