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Die größte Sorge der Deutschen: Inflation stellt andere Krisen in den Schatten

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Von: Vincent Büssow

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Die Sorge vor der Inflation beschäftigt die Deutschen aktuell immens. Eine Umfrage zeigt, dass die Angst vor anderen Krisen sinkt – mit einer Ausnahme.

Kassel – Von den aktuell anhaltenden Krisen bereitet den Menschen in Deutschland besonders die Inflation große Sorge. Dies geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und die Klimakrise beschäftigen die Deutschen hingegen weitaus weniger. Im Vergleich zum vorherigen Monat haben sich die Ergebnisse drastisch verändert.

Seit Monaten schießt die Inflation in die Höhe. Vor allem für Energie und Lebensmittel steigen die Kosten in Deutschland. Diese Entwicklung bereitet den Deutschen einer neuen Umfrage zufolge große Sorgen, und überschattet dabei die anderen anhaltenden Krisen. 48 Prozent der etwa 1000 Befragten nannten die steigenden Preise als ihre Hauptsorge. Im April lag dieser Wert noch bei 40 Prozent. Die Angst vor dem Krieg in der Ukraine sank währenddessen enorm. Statt 34 Prozent wie im April gaben im Juni nur 24 Prozent der Teilnehmenden die Ereignisse im Osten Europas als ihre Hauptsorge an.

Bürgergeld ersetzt Hartz 4
Die Preise für Energie und Lebensmittel steigen enorm. Die Sorge über die Inflation überschattet bei den Deutschen mittlerweile alles andere, wie eine Umfrage zeigt. (Archivbild) © Andreas Gebert / dpa

Umfrage in Deutschland: Sorge um Inflation wächst

Auch die Sorge vor der Corona-Pandemie sinkt bei den Deutschen angesichts der steigenden Inflation. So bezeichneten nur vier Prozent der Befragten das Virus als ihre Hauptsorge – drei Prozent weniger als im Vormonat. Ausreißer aus diesem Trend ist die Klimakrise. Die Sorge um zunehmende Wetterextreme in diesem Zusammenhang stieg bei den Teilnehmenden in Deutschland von acht auf 10 Prozent. Bei der Umfrage, die vom 08. bis zum 12. Juni Angaben von McKinsey zufolge repräsentativ durchgeführt wurde, wurden Menschen gefragt, welche aus einer Liste von Sorgen heute ihre größte sei. Die Ergebnisse im Überblick:

Ergebnisse im JuniErgebnisse im April
Steigende Preise48 Prozent40 Prozent
Invasion der Ukraine24 Prozent34 Prozent
Klimawandel10 Prozent8 Prozent
Covid4 Prozent7 Prozent
Immigration4 Prozent2 Prozent
Arbeitslosigkeit3 Prozent4 Prozent

Aktuelle Umfrage: Sorge vor Inflation ändert das Kaufverhalten

Die Sorge vor der Inflation beschäftigt vor allem Menschen mit geringem Einkommen und im Alter zwischen 20 bis 40 Jahren. Der Umfrage zufolge haben die Deutschen außerdem begonnen, ihre Kaufgewohnheiten zu verändern. Demnach kaufen mehr Menschen bei Discountern ein und verzichten auf Markenprodukte.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge im Juni eine Rate von 7,6 Prozent erreicht. Insbesondere bei den steigenden Preisen für Energie ist dabei kein Ende in Sicht, wie unter anderem Wirtschaftsminister Robert Habeck erst kürzlich betonte. (vbu)

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