Zerstört beliebte Pflanzen

Gefürchtetes Insekt aus Asien verbreitet sich in Deutschland – So schützt man seine Pflanzen

Ein aus Asien eingewandertes Insekt kann Pflanzenbestände in kurzer Zeit vernichten und es Hobbygärtnern schwer machen. Aber wie bekämpft man den Schädling?

Kassel - Sie machen vielen Hobbygärtnern die Arbeit schwer: Schädlinge. Manche Insekten können ganze Pflanzen-Bestände innerhalb kürzester Zeit vernichten. Oftmals kann man die Plagegeister jedoch mit einfachen Tricks bekämpfen.

Zu den relativ neu eingeschleppten Schädlingen zählt der Buchsbaumzünsler. Bei Gärtnern ist das Insekt gefürchtet: In den vergangenen Jahren haben die Raupen des Schmetterlings besonders entlang des Rheins in Deutschland erhebliche Schäden angerichtet. In einigen Gebieten seien die Schädlings-Raupen in so großen Massen vertreten, dass innerhalb kurzer Zeit große Buchsbaum-Bestände von den Insekten vernichtet wurden.

Insekt aus Asien: Buchsbaumzünsler breitet sich in Europa aus

Der Buchsbaumzünsler ist in Asien beheimatet und wurde Experten zufolge mit Pflanzenimporten nach Mitteleuropa eingeschleppt. Erstmal entdeckt wurde der Schädling im Jahr 2007 am südlichen Oberrhein. Seitdem breitet er sich vorwiegend entlang des Rheins nach Norden aus. Auch in anderen Ländern wie Niederlande, Schweiz, Österreich, Frankreich und Großbritannien hat sich das Insekt bereits ausgebreitet.

Die Raupen des Buchsbaumzünslers können große Pflanzenbestände in kurzer Zeit vernichten.

Je nach Witterung beginnen die Buchsbaumzünsler-Raupen im Zeitraum von Mitte März bis Mitte April erstmals wieder zu fressen, nachdem sie in Gespinsten im Inneren geschnittener Buchsbäume überwintert haben. Bei günstigen Witterungsbedingungen können pro Jahr zwei bis drei Generationen der Schädlinge auftreten, weshalb sich das Insekt innerhalb weniger Jahre rasant vermehrt hat.

BezeichnungBuchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)
Merkmale RaupenHell- bis dunkelgrüne Färbung mit schwarzen Punkten und weißen Borsten; schwarzer Kopf; bis zu fünf Zentimeter lang
Merkmale Falterweiß gefärbte Vorder- und Hinterflügel mit einem breiten braunen Band (Ausnahme: gold-glänzende Flügel); Flügelspannweite von etwa 40 bis 45 Millimetern (Kleinschmetterling)
Lebensweise und VorkommenAnfang April bis Oktober aktiv; Vierwöchiges Raupenstadium, Lebensspanne als Falter bis zu acht Tage;
FressfeindeHaussperlinge, Kohlmeisen und Wespen
Quelle: Nabu

Pflanzen von Schädlingen befallen: Das können Sie gegen den Buchsbaumzünsler aus Asien tun

Der Schädling ist von März bis Ende September an den Buchsbäumen zu finden. Mit der Bekämpfung sollte daher direkt im Frühjahr begonnen werden, heißt es im Garten-Magazin mein-schoener-garten.de. Befallene Pflanzen sind mit Gespinsten überzogen und aufgrund der Rindenschäden stellenweise eingetrocknet.

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Die Raupen des Insektes können einen Buchsbaum bis zum kompletten Absterben schädigen. Ist die Pflanze vom Buchsbaumzünsler befallen, können laut mein-schoener-garten.de Busch oder Hecke mit folgenden Tipps von den Insekten befreit werden:

  • Die Schädlinge können mit einem kräftigen Wasserstrahl – beispielsweise aus dem Gartenschlauch oder mit einem Hochdruckreiniger – weggespült werden. Auf einem vorher ausgelegten Vlies neben den Pflanzen können die Raupen gesammelt werden.
  • Vögel sind natürliche Schädlingsbekämpfer, besonders Spatzen fressen die Raupen des Buchsbaumszünslers. Um möglichst viele Vögel im Garten anzusiedeln, sollten Nistmöglichkeiten und Trink- sowie Badestellen aufgestellt werden.
  • Einzelne Buchsbäume können bei Befall der Insekten für einige Stunden am Tag mit dunkler Folie abgedeckt werden. Durch die entstehende Hitze sterben die Schädlinge an den Pflanzen ab. Den hitzebeständigen Buchsbäumen mache der Temperaturunterschied nichts aus.
  • Biologisches Pflanzenschutzmittel sollte erst bei starkem Schädlingsbefall eingesetzt werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bereits vor dem Kauf von Buchsbäumen auf eventuelle Insekten an den Pflanzen achten und diese gründlich auf Schädlingsbefall untersuchen. Gespinste und kleine Kothäufchen sind dabei verräterisch. (Helena Gries)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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