1. Startseite
  2. Verbraucher

Filterkaffee: 5 Fehler, die fast jeder beim Kaffee kochen macht

Erstellt:

Kommentare

Kaffee trinken gehört für viele Menschen zum Morgenritual. Doch die meisten machen beim Kaffee kochen Fehler, die im schlimmsten Fall den Geschmack zerstören.

Kassel – Kaffee gehört zu den beliebtesten Heißgetränken in Deutschland. Fast vier Tassen tranken die Deutschen im zweiten Quartal 2022 laut dem Deutschen Kaffeeverband im Durchschnitt am Tag und erreichten somit einen neuen Rekord. Der Trend zu einem höheren Kaffeekonsum hält dabei weiter an. Kein Wunder, so soll das Heißgetränk mitunter eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben.

JahrDurchschnitt Tassen pro Kopf / Tag
20183,4
20193,5
2020/20213,6
1. Quartal 20223,7
2. Quartal20223,8
Quelle: Deutscher Kaffeeverband

Doch was viele nicht wissen: Auf dem Weg zum perfekten Filterkaffee können viele Fehler unterlaufen, die den Geschmack des Kaffees verfälschen oder diesen gar ungenießbar machen können. Dabei lassen sich diese ganz einfach vermeiden, wenn ein paar Aspekte berücksichtigt werden.

Fehler 1: Vor dem Kaffee kochen die korrekte Lagerung von Filterkaffee nicht beachten

Eine wichtige Regel ergibt sich schon vor dem Kaffee kochen. Die korrekte Lagerung von Filterkaffee spielt eine große Rolle für dessen Aroma. Zur richtigen Lagerung gibt es viele unterschiedliche Angaben. Laut Ökotest sollte Filterkaffee allerdings nicht wie oft empfohlen im Kühlschrank gelagert werden. Wird der Kaffee nicht luftdicht verschlossen, nimmt er schnell die Aromen anderer Lebensmittel im Kühlschrank auf.

Am besten wird Filterkaffee deshalb vor dem Kochen in seiner Originalverpackung bei Zimmertemperatur in einem trockenen sowie licht- und luftgeschützten Behälter aufbewahrt. Allgemein sollte Filterkaffee nicht zu lange in einer geöffneten Packung aufbewahrt werden, empfiehlt Ökotest. Dadurch kann dieser seine Aromen verlieren und sogar bitter werden. Doch Achtung: Auch unter korrekten Aufbewahrungsbedingungen kann Kaffee sein Aroma verlieren. Deswegen sollte geöffneter Kaffee innerhalb von sechs bis acht Wochen verbraucht werden. Für die Suche nach dem persönlichen Lieblingsaroma empfiehlt die Stiftung Warentest zudem, den Kauf nicht nur vom Preis abhängig zu machen.

Ein häufiger Fehler beim Kaffee kochen: das falsche Wasser.
Ein häufiger Fehler beim Kaffee kochen: das falsche Wasser. © Imago

Fehler 2: Das falsche Wasser beim Kaffee kochen verwenden

Auch das Wasser hat einen großen Anteil an der Trinkqualität von Filterkaffee. Doch auch hier können Fehler unterlaufen. Es sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Wasser weder zu hart noch zu weich ist. Zu hartes Wasser kann sich negativ auf die Geschmacksqualität des Kaffees auswirken. Notfalls empfiehlt es sich, abgekochtes Wasser oder Mineralwasser zu verwenden.

Allerdings sollte das Wasser auch nicht zu weich sein, da das Aroma des Filterkaffees dann im wahrsten Sinne des Wortes verwässert werden und der Kaffee letztlich sein Aroma verlieren und neutral schmecken kann. Auch sollte der Fehler vermieden werden, den Kaffee mit zu heißem Wasser aufzubrühen. Dieses kann die Bitterstoffe herauslösen, der Kaffee kann dann nach dem Kochen verbrannt schmecken. Zudem sollte das Wasser in der Kaffeemaschine regelmäßig ausgetauscht werden.

Fehler 3: Kaffee mit dem falschen Röstgrad kochen

Wenn der Kaffee nicht wie im Lieblingscafé um die Ecke schmeckt, könnte dies auch an der Art der Zubereitung liegen. Ob für das Kaffee kochen eine Filtermaschine, eine French Press oder ein Espressokocher verwendet wird, hat Auswirkungen auf den Röstgrad des Kaffees, wie das Magazin Röstfrisch berichtet. Grundsätzlich eignen sich helle Kaffeebohnen eher für Filterkaffee oder für das Kaffee kochen mit der French Press. Meistens werden für helle Röstungen ausschließlich Arabica-Bohnen verwendet.

Kaffeebohnen mit einem mittleren Röstungsgrad sind am vielseitigsten einsetzbar, zeichnen sich durch ein ausgewogenes Aroma aus und eignen sich vor allem für Siebträgermaschinen. Hier kommen überwiegend Arabica-Bohnen beim Kaffee kochen zum Einsatz.

Dunkle Kaffeebohnen zeichnen sich schließlich durch ein kräftiges Aroma aus und sind deshalb vor allem für Espresso oder einen starken Café Latte geeignet. Wer beim Kaffee kochen auf eine dunkle Röstung setzen möchte, sollte in den meisten Fällen auf eine Herd- oder Mokkakanne oder auch einen Siebträger zurückgreifen.

Fehler 4: Den Aspekt des Mahlens beim Kaffee kochen vernachlässigen

Häufig möchten Kaffeetrinker keinen großen Aufwand beim Kaffee kochen haben, oft muss es morgens auch schnell gehen. Aus diesem Grund ist die Versuchung groß, die Bohnen für den Filterkaffee schon auf Vorrat zu mahlen. Doch wie bei vielen Lebensmitteln schmeckt Kaffee am besten, wenn er frisch zubereitet wird. Deswegen empfiehlt Ökotest, die Kaffeebohnen am besten erst kurz vor dem Kaffee kochen zu mahlen, damit der Kaffee sein volles Aroma entfalten kann. Werden die Kaffeebohnen auf Vorrat gemahlen, verlieren diese schnell an Aroma und somit an Geschmack.

Auch der Mahlgrad sollte beim Kaffee kochen beachtet werden. Wird ein Handfilter verwendet, empfiehlt Ökotest einen feinen Mahlgrad einzustellen. Für Filterkaffee hingegen sollte mittelfein gemahlener Kaffee verwenden werden. Für Espresso und die French Press hingegen sollte ein gröberer Mahlgrad ausgewählt werden.

Fehler 5: Keinen Fairtrade-Kaffee kaufen

Beim Kaffee kochen kommt es nicht nur auf die hochwertige Bohne an, auch die Produktions- und Verkaufsbedingungen entlang der Lieferkette sollten beachtet werden. Leider herrschen immer noch auf den Kaffeeplantagen schlechte Arbeits- und Produktionsbedingungen, Kaffeebauern leiden oft unter der schlechten Bezahlung der Großabnehmer. Fairtrade-Kaffee hingegen wird, wie der Name schon sagt, unter fairen Bedingungen produziert und verschifft.

Beim Kauf von unter fairen Bedingungen hergestellten Kaffee kann der Käufer sicher sein, dass der Mindestpreis für die Bohnen gewährleistet ist und somit die Existenz der Kaffeebauern gesichert ist. Zudem hat die Fairtrade-Auszeichnung das Ziel, Weiterbildungen für Kaffeebauern zu ermöglichen, Verhandlungspositionen gegenüber Abnehmern zu stärken und ein Zeichen gegen Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen zu setzen. (Niklas Müller)

Drei Kaffee-Gewohnheiten können allerdings der Gewohnheit schaden. Was Trinkerinnen und Trinker beachten sollten.

Auch interessant

Kommentare