Verbraucher-Tipp

Kartoffelwasser richtig nutzen: Bloß nicht in den Abfluss schütten

Kartoffelwasser sollten Verbraucher nicht einfach in den Abfluss kippen. Der Sud ist ein wahrer Alleskönner. (Symbolbild)
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Kartoffelwasser sollten Verbraucher nicht einfach in den Abfluss kippen. Der Sud ist ein wahrer Alleskönner. (Symbolbild)

Der Sud von Kartoffeln wird nach dem Kochen oftmals weg geschüttet. Dabei hat Kartoffelwasser eine Menge nützliche Eigenschaften.

Kassel - Kartoffeln dürfen in der Küche nicht fehlen. In verschiedenen Formen und Zubereitungsarten landet die Knolle regelmäßig auf den Tischen in Deutschland und der Welt. Da Kartoffeln in rohem Zustand eher schwer verdaulich sind und bei größeren Mengen sogar giftig sein können, müssen sie zunächst gekocht werden.

Also landet die Kartoffel in einem Topf mit heißem Wasser, bevor sie nach etwa 15-25 Minuten auf die Teller rollt. Das Kartoffelwasser bleibt im Topf zurück und wird von vielen Verbrauchern in den Abfluss gekippt. Ein großer Fehler, denn auch der Sud hat viele tolle Eigenschaften und ist im Haushalt vielfältig einsetzbar.

Kartoffelwasser nicht wegschütten: Alleskönner in Küche und Haushalt

Durch das Kochen der Kartoffeln gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe von der Knolle in den Sud über. Das Kartoffelwasser enthält dann zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium. All diese Stoffe sind nicht nur gut für den Menschen, sondern auch für Pflanzen. Abgekühltes Kartoffelwasser ist daher ein wunderbarer natürlicher Dünger und soll sogar gegen lästige Blattläuse helfen. Zimmerpflanzen, Balkonpflanzen aber auch die Pflanzen im Garten können mit kaltem Kartoffelwasser gegossen werden. Denn auch die brauchen Mineralstoffe, um gesund und schnell zu wachsen, wie auch utopia.de berichtet. Eine Sache gilt es dabei allerdings zu beachten: Salz sollte auf keinen Fall im Kartoffelwasser sein, denn darauf reagieren viele Pflanzen empfindlich.

Auch im Haushalt ist Kartoffelwasser ein wahrer Alleskönner. Dreckige Bratpfannen, die nach dem Kochen noch in der Küche stehen, werden durch das stärkehaltige Wasser im Nu von Fett befreit. Auch bei Oberflächen aus Kunststoff eignet sich warmes Kartoffelwasser als Putzmittel. Einfach einen Schwamm mit dem Sud anfeuchten und über die dreckigen Stellen wischen. Das Portal „myHOMEBOOK“ hat den Trick mit dem Kartoffelsud ausprobiert und ist überzeugt: „Der Lifehack mit Kartoffel für Kunststoff funktioniert.“ Auch Fenster- und Türrahmen, Laminatböden und Plastikwasserkocher sollen so wieder blitzblank werden. Bleiben Stärkereste übrig, sind die mit ein bisschen klarem Wasser schnell entfernt. Dann einfach alles mit einem Tuch abtrocknen.

Nährstoffe der KartoffelMenge pro 100 Gramm
Kalorien\t77 Kilokalorien
Eiweiß2 Gramm
Kohlenhydrate\t17 Gramm
Fett\t0 Gramm
Ballaststoffe\t2 Gramm
Wasser\t79 Gramm

Kartoffelwasser nicht in den Abfluss schütten: Das können Sie stattdessen mit dem Sud machen

Zwar ist das Kartoffelwasser eindeutig zu schade, um einfach im Abfluss zu landen. Doch in einem bestimmten Fall brauchen Sie dabei kein schlechtes Gewissen zu haben. Ist der Abfluss nämlich verstopft, kann der heiße Sud helfen den Dreck zu lösen. Vorsicht ist allerdings bei Plastikrohren geboten. Die vertragen kochendes Wasser mitunter nicht gut und können beschädigt werden.

Auch beim Kochen verhilft Kartoffelwasser einigen Speisen zum letzten Schliff. Gerichte bekommen dadurch nicht nur einen intensiveren Geschmack, der Sud eignet sich zum Strecken oder Binden von Suppen oder Soßen. Sogar selbstgemachtes Brot bekommt vom Kartoffelwasser eine feine Note.

Kartoffelwasser hat zahlreiche Mineralien: Doch eine Sache gilt es zu beachten

Kartoffelwasser als Beautyprodukt - klingt zunächst komisch. Doch der Sud soll die Haut weich und gesund machen. Vor allem bei rauen Händen verhilft die im Sud enthaltene Stärke der Haut eine Schutzbarriere zu bilden. Waschen sollte man seine Hände nach dem Bad in dem lauwarmen Sud allerdings nicht - denn dann geht die Stärke wieder verloren.

Wichtig bei der jeglicher Art der Anwendung ist allerdings, die Kartoffeln zuvor gut zu schälen und zum Kochen keine Kartoffeln zu nutzen, die bereits stark keimen oder grüne Stellen aufweisen. Denn diese Kartoffeln können giftiges Solanin enthalten. Bei einer Vergiftung mit Solanin treten Symptome wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz sowie Halskratzen auf. Außerdem sollten die Kartoffeln frei von Schmutz oder Dreck sein. (svw)

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