Handelsverband Deutschland warnt vor der Umsetzung bei Kaufland und Co.

Setzt Kaufland jetzt auf 2G? Klare Aussage zur Regel-Option fürs Einkaufen

2G-Regelung jetzt bei Kaufland denkbar? Neue Corona-Beschlüsse verschärfen die Einschränkungen. Auch für Supermärkte? So reagiert der Lebensmittel-Riese aus der Schwarz-Gruppe. 

Die neuen Corona-Regeln bringen viele weitere Einschränkungen. Bereits im Vorfeld haben zahlreiche Bundesländer ihre Maßnahmen deutlich verschärft. Die ersten Beschlussentwürfe beinhalten eine 2G-Regelung mit Zutritt nur für Geimpfte und Genesene etwa im Einzelhandel. Unabhängig von der Inzidenz. In Baden-Württemberg setzt die Regierung ebenfalls auf noch stärkere Einschränkungen*, wie echo24.de* berichtet. Doch wie sehr trifft der neue Regel-Hammer Supermärkte und Lebensmitteleinzelhändler wie Kaufland?

In Niedersachsen und Hessen ist seit Oktober bereits klar: in Supermärkten ist die 2G-Regel möglich. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, können Lebensmittelhändler „nur geimpfte und genesene Menschen in ihre Läden eintreten lassen“. Wie die Zeitung schreibt, scheint die Umsetzung in diesen Bundesländern allerdings eher unwahrscheinlich.

Kaufland und Co. mit neuen Optionen: 2G-Regelung beim Einkaufen in Supermärkten

So gehe man laut dem Bericht bei der hessischen Staatskanzlei davon aus, „dass Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“. Wie es bei morgenpost.de heißt, sprechen sich aktuell die Märkte der Rewe Group gegen die Nutzung des 2G-Modells in Hessen aus.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich zuletzt gegen die Einführung der Regelung in Supermärkten ausgesprochen. Gegenüber Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte er: „Der Zugang zu Grundnahrungsmitteln und anderen Produkten zur Grundversorgung muss allen Menschen offenstehen, auch Ungeimpften.“

2G-Regelung in Supermärkten: So reagiert Kaufland

Doch wie sieht‘s in Baden-Württemberg aus? Schließlich fährt Ministerpräsident Winfried Kretschmann jetzt einen deutlich härteren Kurs. Was kommt auf die Kunden von Kaufland* zu? Wie reagiert der Lebensmittel-Riese aus der Schwarz-Gruppe? Auf Nachfrage von echo24.de* erklärte eine Sprecherin des Unternehmens bereits im Oktober: „Als Lebensmitteleinzelhändler, der die Grundversorgung sicherstellt, sind wir von der 2G-Regelung nicht betroffen. Wir werden diese weder in noch außerhalb Hessens umsetzen. In unseren Filialen gelten nach wie vor die bekannten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.“

Auch andere Lebensmittel-Giganten sehen die neue Regel-Option eher skeptisch. So zeigt sich Aldi Nord ablehnend bezüglich einer 2G-Pflicht* beim Einkaufen, wie Merkur.de* berichtet. HEIDELBERG24* gibt einen Überblick über den geplanten Umgang mit einer möglichen 2G-Regelung bei großen Einzelhandelsketten*.

Handelsverband Deutschland warnt Kaufland und Co. vor 2G-Regelung

Als grundsätzlich positiv wird die Entscheidung für ein mögliches 2G im Lebensmittelhandel vom Handelsverband Deutschland (HDE) aufgenommen. Gegenüber der Tageszeitung Welt erklärte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth: „Das Urteil lässt den Händlern die Wahl, ob sie eine 2G-Regelung anwenden wollen oder eben nicht.“

Handelsverband Deutschland (HDE)

Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist der Spitzenverband des deutschen Einzelhandels. Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband vertritt er die Interessen des Einzelhandels in Deutschland und der Europäischen Union. Es sind Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Vertriebswege mit rund 100.000 Betriebsstätten organisiert. Im Austausch mit Herstellern, der Politik und der Öffentlichkeit vertritt der HDE die Interessen einer stark mittelständisch geprägten Branche. 98 Prozent der Handelsunternehmen beschäftigen unter 50 Mitarbeiter und erzielen maximal 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Wie BW24* schreibt, warnt der Verband allerdings auch vor den Folgen einer massiven Umsetzung im Lebensmittelhandel. Für Kaufland und Co. würde es wohl „zu langen Schlangen vor den Geschäften führen“, wie Genth laut abendblatt.de erklärt. Die neuen Beschlüsse für den Einzelhandel kritisiert der Handelsverband Deutschland (HDE) scharf. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth erklärt: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Politik trotz funktionierender Hygienekonzepte und der Maskenpflicht nun im Einzelhandel 2G einführt. Damit werden viele Handelsunternehmen aus rein symbolischen Gründen in ihrer umsatzstärksten Zeit massiv eingeschränkt.“ *echo24.de, BW24, Merkur.de und HEIDELBERG24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Wolf/dpa

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