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„Chaos“ bei Lidl: Feuerwerk-Fan klagt über Zustände beim Böller-Verkauf

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Von: Kai Hartwig

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Das Böller-Verbot ist Geschichte. Ab 29. Dezember darf wieder Feuerwerk für die Silvester verkauft werden. Der Verkaufsstart verläuft turbulent.

München – Das Jahr 2022 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Damit naht auch der letzte Tag des Jahres: Silvester. Traditionell wird am 31. Dezember das alte Jahr verabschiedet, um Punkt Mitternacht wird dann das neue mit Feuerwerk und Böllern begrüßt. Auch Supermärkte und Discounter verkaufen die Knaller. Bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und der Konkurrenz gibt es wieder Feuerwerk satt.

Das war allerdings eine ganze Weile lang nicht so: Die vergangenen beiden Silvesternächte mussten ohne Feuerwerk auskommen. Sowohl 2020 als auch 2021 war der Verkauf von Feuerwerk in Deutschland verboten worden. Dies stand vorwiegend mit der Corona-Pandemie in Verbindung, da Menschenansammlungen vermieden werden sollten. Doch damit ist nun Schluss.

Raketen und Böller liegen auf Tischen in einem Laden in Weißensee
Am Donnerstag ist der Böller- und Raketenverkauf für Silvester gestartet - bei Lidl kam es offenbar zu chaotischen Szenen. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Böller-Verbot beendet: 2022 wird wieder Silvester-Feuerwerk verkauft – doch es wird teuer

Böller-Freunde kommen 2022 endlich wieder auf ihre Kosten – allerdings müssen sie dafür auch tief in die Tasche greifen. Die Preise für Feuerwerk sind nach dem Ende des Böllerverbots klar angestiegen. Auch der Einkauf von Lebensmitteln gestaltet sich inzwischen deutlich teurer, wie eine Lidl-Kundin kürzlich schmerzhaft erfahren musste.

Auf Twitter werden die Feuerwerkspreise kontrovers diskutiert. Ein User veröffentlichte einen Ausschnitt eines Kaufland-Prospekts, dort wurde eine ganze Batterie an Feuerwerk angeboten. Für stolze 139 Euro. „Jo, 139 Euro für 80 Sekunden Feuerwerk. Kann man machen. Oder für eine Woche Lebensmittel einkaufen“, kommentierte der Nutzer, wie tz.de berichtet.

Auch Aldi bietet ein nicht gerade billiges Böllervergnügen an. Das „Systemfeuerwerk ‚Crown of Light‘“ kostet Feuerwerkfans ganze 119 Euro. Allerdings stellt sich vielerorts offenbar nicht nur die Kostenfrage. Auch Böllerfans, die das nötige Kleingeld beisammen haben, kommen nicht immer problemlos an Feuerwerk ran. In einigen Discounter-Filialen kam es offenbar zu chaotischen Zuständen.

Böller-Verkauf 2022 gestartet: Lange Schlangen vor Lidl-Filialen – Kundin beklagt „Chaos pur“

In Deutschland darf Feuerwerk nur vom 29. bis 31. Dezember verkauft werden. Am Donnerstag war es so weit, der Böller-Verkauf startete. Bei Lidl war der Andrang nach Angaben von Kunden wohl in einigen Bundesländern sehr groß. Dort musste man für Feuerwerk lange anstehen und ging teils trotzdem leer aus. „Bitte nächstes Jahr wieder mit Reservierung, Chaos pur, 7.20 Uhr alles weg. Verkäuferinnen komplett überfordert“, schilderte eine Lidl-Kundin aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover bei Facebook ihre Erfahrung vom Donnerstagmorgen.

„Mit Reservierung wäre vieles einfacher gewesen“, pflichtete ihr eine Kundin aus Sachsen auf Lidls Facebookseite bei: „Bei uns in dem einen Lidl war eine richtig lange Menschenmenge vor Öffnungszeit. In dem anderen war kaum noch etwas da. Im dritten hatten wir Gott sei Dank Glück. Da haben wir dank der fleißigen Verkäuferinnen, die in Rekordzeit alles wieder aufgefüllt haben, alles bekommen.“ An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass eine Feuerwerk-Reservierung bei Lidl vor Verkaufsstart möglich war – allerdings nur unter einer Voraussetzung.

Feuerwerk-Fan: Lidl-Kunde zeigt Böller-Einkaufsliste für knapp 200 Euro

Auch eine Kaufland-Kundin war mit dem Start des Feuerwerk-Verkaufs am Donnerstag (29. Dezember) nicht zufrieden. „Schlecht organisierter Verkauf des Feuerwerks im Kaufland heute. Fangen erst beim Öffnen an auszupacken“, meinte sie verärgert auf Kauflands Facebookseite. Das Unternehmen antwortete auf die Beschwerde und bat um Nachsicht. Es begründete mögliche Verzögerungen mit verspäteten Lieferungen. „Die Krankheitswelle“, so Kaufland, habe „leider auch Fahrer erwischt“, hieß es.

Von Schwierigkeiten beim Kauf von Feuerwerk will sich ein Lidl-Kunde offenbar nicht die Silvester-Stimmung vermiesen lassen. Er fertigte eine stattliche Böller-Einkaufsliste an, die er bei Twitter veröffentlichte. 18 verschiedene Feuerwerkskörper will der Kunde bei Lidl kaufen, die Raketen und Batterien kosten in nach eigener Berechnung insgesamt 196,32 Euro. Ob er alle Böller auf seiner Einkaufsliste bekommen hat, ist derweil nicht bekannt.

Ein ganz anderes Problem hatte eine Verbraucherin jüngst bei dem Discounter zu lösen. Die Lidl-Kundin verlor einen dicken Pfandbon – doch dann hob eine Kassiererin mit einer unerwarteten Frage ihre Stimmung. (kh)

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