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„Kaufland, nicht euer Ernst?“: Kunde wird stinksauer – und teilt Foto im Netz

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Von: Armin T. Linder

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Ein Kaufland-Kunde wird beim Einkaufen in der Gemüse-Abteilung sauer und macht seiner Wut Luft – er macht ein Beschwerde-Foto und lädt es im Netz hoch.

Völklingen – Kaufland wird von vielen Kunden für die großen Filialen geschätzt, die eine größere Auswahl bieten als Discounter oder viele kleinere Supermärkte. Doch auf so vielen Quadratmetern lassen sich auch immer wieder unschöne Erfahrungen machen: Ein Kaufland-Kunde flüchtete aufgrund mehrerer Schilder zu Aldi. Ein anderer zeterte über lange Wartezeiten. Eine Kundin musste an der Kasse nach eigenen Angaben sogar weinen. Gut gemeint war hingegen ein Regal-Tipp von einem Fitness-Coach, der trotzdem hohe Wellen schlug.

Kaufland: Kunde findet Plastikbeutel bei Radieschen unnötig

Eine weitere Beschwerde-Episode fügte nun ein Kunde aus Völklingen (Saarland) hinzu. Er machte öffentlich bei Facebook seinem Ärger Luft und markierte Kaufland mit der Hoffnung auf Stellungnahme. Denn am Radieschen-Regal ist er auf unnötige Plastikverwendung gestoßen, berichtet tz.de.

„Kaufland, nicht euer Ernst?“, schimpft er. „Wir alle sollen Plastik sparen und die Umwelt schützen, und ihr verpackt Radieschen in Folie! Da fehlen mir einfach nur die Worte.“ Tatsächlich sind gleich drei Körbe auf dem Foto zu sehen, in dem Radieschen einzeln ohne Grün in Kunststoffbeuteln liegen.

Das sonst so umtriebige Social-Media-Team von Kaufland hat in den ersten 14 Stunden nicht geantwortet – der verärgerte Kunde aber kurz nach seinem ersten noch ein zweites Foto nachgelegt: eine Nahaufnahme eines solchen Beutels. Das Logo deklariert die Radieschen als Eigenmarke, die Herkunft ist mit Italien angegeben.

Radieschen-Entdeckung bei Kaufland
Mit diesen zwei Fotos dokumentierte der Facebook-Nutzer seine Radieschen-Entdeckung bei Kaufland. © Facebook

Kaufland verkauft Radieschen wohl immerhin auch unverpackt

„Ist doch aber schon paar Jahre so“, will eine andere Facebook-Nutzerin im Hinblick auf das Beutel-Gemüse beschwichtigen. Das ist kein Argument, findet der Plastik-Gegner: „Trotzdem sollte so etwas gerade jetzt, wo die Kunden nicht mal Plastiktüten bekommen, nicht mehr sein. Firmen zeichnen sich mit Nachhaltigkeit aus und verkaufen solche Produkte.“

Immerhin: Am Rand seines Fotos sind noch unverpackte Radieschen mit Blättern zu sehen. Insofern können Kunden ihre eigene Entscheidung treffen und vielleicht Kaufland auch dadurch zum Umdenken bewegen, indem sie die Plastik-Radieschen mit Ignoranz strafen. Ein Run setzte unlängst ein, als Kaufland-Kunden ein Produkt für einen Cent entdeckten – mehrere zeigten stolz ihre Kassenbons. (lin)

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