Stiftung Warentest

Spielzeug im Test: Diese Kuscheltiere Kindern besser nicht zu Weihnachten schenken

Kuscheltiere Teddybären
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Kuscheltiere als Geschenk zu Weihnachten? Stiftung Warentest hat Spielzeug untersucht und nur die Hälfte der Kuscheltiere hat im Test überzeugt - manche können sogar richtig gefährlich werden. (Symbolfoto)

Kuscheltiere sind ein beliebtes Geschenk zu Weihnachten. Stiftung Warentest hat jetzt 22 Spielzeuge untersucht und bei einigen sogar gefährliche Schadstoffe entdeckt.

  • Stiftung Warentest* hat Spielzeug getestet.
  • Von 22 Plüschtieren im Test raten die Experten von elf Produkten ab.
  • Elf Kuscheltiere schneiden gut ab, sie eignen sich problemlos als Geschenk zu Weihnachten.

Kassel - Kuscheltiere als Geschenk zu Weihnachten: Das steht wohl auf dem Wunschzettel einiger Kinder. Stiftung Warentest hat jetzt 22 Spielzeuge genauer unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Nur elf der getesteten Kuscheltiere können die Experten empfehlen. Die andere Hälfte der Spielzeuge hat im Test schlecht abgeschnitten. Stiftung Warentest fand sogar Schadstoffe in einigen Kuscheltieren.

UnternehmenStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
CEO\tHubertus Primus (seit 2012)
Mitarbeiterzahl359 (im Jahr 2018)

Spielzeug zu Weihnachten: Stiftung Warentest untersucht Kuscheltiere

Um die 22 Plüschtiere und Figuren zu prüfen, haben die Experten von Stiftung Warentest etwa 300 mechanische und physikalische Tests durchgeführt sowie Hunderte Materialproben auf rund 235 verschiedene Substanzen analysiert. Die Kuscheltiere wurden nach den Spiel­zeugnormen auf Risiken beispielsweise durch Entflammbarkeit, verschluckbare Kleinteile, Strangulations- oder Erstickungsgefahr geprüft. Außerdem wurden im Test Zugprüfungen durchgeführt und Schnurlängen gemessen.

Stiftung Warentest: Diese Kuscheltiere erhalten im Test die Bestnote

Im Test haben insgesamt zehn Kuscheltiere mit guten Noten abgeschnitten. Die Experten von Stiftung Warentest bewerteten drei der Spielzeuge sogar mit der Note „sehr gut“. Sie können laut Verbrauchermagazin problemlos zu Weihnachten an Kinder verschenkt werden:

  • Pusblu Dino blau von dm (5,95 Euro)
  • Babydream Hund von Rossmann (4,70 Euro)
  • Sorgenfresser Ping von Schmidt Spiele (16,80 Euro)
  • Djungelskog Orang-Utan von Ikea (13 Euro)
  • Bär von Kik (8 Euro)
  • Hoppel Hase rosa 20 cm von Steiff (39,50 Euro)
  • Kaiserpinguin 20 cm von WWF (17,90 Euro)
  • Grolltroll by Aprilkind von Die Spiegelburg (25 Euro)
  • Pferd Black Cassis 25 cm von Nici (16 Euro)
  • Sweety Löwe Silvio Savanne von Sigikid (25 Euro)

Kuscheltiere bei Stiftung Warentest: Diese Spielzeuge fallen durch den Test

Elf der untersuchten Kuscheltiere schneiden im Test nur mit der Note „ausreichend“ oder „mangelhaft“ ab. Die Tücke steckt laut Stiftung Warentest oft im Detail, etwa in Accessoires oder Zusatzmaterialien. Bei einigen Kuscheltieren finden sich kritischen Mengen gesund­heits­gefähr­dender oder umweltschädlicher Schadstoffe im Filz, Etikett oder Halstuch. Andere Produkte sind für Kinder nicht sicher, weil sich verschluckbare Kleinteile lösen, Plüsch zu schnell brennt oder Strangulations­gefahr besteht.

Das Kuscheltier „Siamkatze“ von Teddy Hermann fällt durch den Test, weil ihr Plüsch zu schnell brannte. Kaum entzündete der Brenner im Labor das Fell, stieg die Flamme zügig den Katzenrü­cken hinauf, berichten die Experten von Stiftung Warentest. Flipp­ables „Einhorn Diamond“ und „Beanie Babies Peppa Pig“ von Ty bestanden die Zugprüfung nicht. Bei Peppa Pig ließ sich laut Experten ein auf dem Etikett befestigter Aufkleber zu einfach abziehen, das Einhorn Diamond vom Anbieter Ty ist mit Pailletten bedeckt, welche leicht von Kindern abgezogen und verschluckt werden können.

Kuscheltiere im Test: Stiftung Warentest entdeckt gefährliche Schadstoffe

Der „Jack-Russel-Terrier“ von Kösen kann Kindern mit seinem Accessoire gefährlich werden, denn die elastische Hundeleine misst mehr als 30 Zentimeter, welche die Spielzeugnorm überschreitet. Hinzu kommen laut Stiftung Warentest gesund­heits­gefähr­dende Substanzen: Das Textil auf der Innenseite des Hundeohrs enthält den Schadstoff Form­aldehyd, welcher in diesen Mengen zwar nicht akut giftig ist, jedoch langfristig im Organismus wirken und sogar krebserregend sein kann.

Im Test aufgefallen ist auch die Stoff­puppe „Elsa“ von Disney. Hier entdeckten die Experten im Schaum­stoff der Schuhsohle ein gesund­heits­gefähr­dendes Flamm­schutz­mittel. Bei dem Spieltier „Mabel“ fand Stiftung Warentest den poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoff Naph­thalin im Etikett. Dieser steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. 

Stiftung Warentest: Mangelhafte Plüschtiere nicht gleich entsorgen

Die Experten von Stiftung Warentest betonen, dass die mangelhaften Kuscheltiere nicht gleich im Müll landen müssen, wenn sie einmal gekauft sind. Unsichere Etiketten können beispielsweise vom Verbraucher entfernt werden. Außerdem raten die Experten dazu, Verpackungstüten von Kindern fernzuhalten und zu lange Leinen von den Spielzeugen abzunehmen.

So können die meisten Produkte doch noch problemlos und ohne Gefahr zu Weihnachten verschenkt werden. Die Hersteller der meisten im Test mangelhaft abgeschnittenen Produkte bieten außerdem an, das jeweilige Spielzeug zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. (Helena Gries)

Video: Seit 140 Jahren Steiff-Plüschtiere

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