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Barmer Krankenkasse: Änderung betrifft fast neun Millionen Kunden

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Die App der Krankenkasse Barmer ist auf einem Smartphone geöffnet
Künftig soll die Krankenkassenkarte digital auf dem Smartphone verfügbar sein (Symbolbild) © Wedel/IMAGO

Für fast 9 Millionen Barmer-Versicherte in Deutschland steht eine Änderung an. Sie betrifft die Gesundheitskarte.

Kassel – Die Barmer Krankenkasse plant für ihre 8,7 Millionen Versicherten eine Neuerung: Kunden sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Versichertenkarte auf das Smartphone zu bringen. Mit dem aufwendigen Digitalprojekt wurden T-Systems und der ID-Dienstleister Verimi beauftragt, teilten die Unternehmen mit. Zum konkreten Auftragsvolumen gibt es keine Angaben. Der Vertrag läuft über sieben Jahre.

„Digitale Identitäten werden vieles vereinfachen und sicherer machen“, sagte eine Sprecherin der Barmer Krankenkasse. Die Versicherten sollen einen immer erreichbaren und sicheren Zugang zu den digitalen Diensten der Kasse bekommen. Dies sei über eine Smartphone-App möglich - und über eine geschützte Webseite. So könnten die Barmer-Kunden auch auf ihre elektronische Patientenakte zugreifen.

Barmer Krankenkasse: App soll herkömmliche Gesundheitskarte verzichtbar machen

Die geplante App soll die herkömmliche Versichertenkarten entbehrlich machen - auch in Arztpraxen und bei anderen Leistungserbringern. „Die digitale Identität wird auf dem Smartphone in einer digitalen ID-Wallet, also in einer elektronischen Brieftasche, gespeichert“, sagte die Barmer-Sprecherin.

Im Video: Krankenkassen-Beiträge auf Rekordhoch

Als digitaler Aufbewahrungsort der digitalen Gesundheitskarte kommt die Verimi ID-Wallet zum Einsatz, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als sicheres Verfahren genehmigt wurde. T-Systems betreibt dann den Dienst in der Cloud.
Die Schaffung einer digitalen Identität für Krankenversicherte ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Grundlage ist das Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungsgesetz (DVPMG), das im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist. Ab 2023 müssen alle Krankenkassen ihren Mitgliedern eine sichere digitale Lösung anbieten, die gleichberechtigt und ergänzend zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) funktioniert.

Verimi und T-Systems erklärten, die vorgestellte Lösung sei so konzipiert, dass auch weitere gesetzliche wie private Krankenkassen die Komponenten als Grundlage ihres Angebotes nutzen könnten. (Jan Wendt mit dpa)

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