Neue App

Joko Winterscheidt wirbt für Online-Selbsthilfe gegen Krebs: App sei „so easy wie Tinder“

Yeswecan!cer: Eine App will Krebs-Patienten helfen, sich gegenseitig zu vernetzen und wirbt für einen tabufreien Umgang mit der Krankheit. Prominente unterstützen die App.

  • Die Yes!APP ist eine digitale Selbsthilfegruppe für Krebs-Patienten.
  • Die App schafft einen zwangloses Umfeld, in der sich Betroffene gegenseitig unterstützen können.
  • Viele Prominente wie Joko Winterscheidt unterstützen das gemeinnützige Projekt.

Kassel - Das ist das erklärte Ziel der „Yes!APP“ der Krebs-Selbsthilfe-Plattform yeswecan-cer.org. Die Plattform bezeichnet sich selbst als „Deutschlands größte Selbsthilfegruppe“ und will Krebskranken sowie deren Angehörigen helfen, sich gegenseitig zu vernetzen und zu unterstützen.

Prominente aus ganz Deutschland haben sich der gemeinnützigen Aktion bereits angeschlossen und werben in Youtube-Videos und in den sozialen Medien für die Nutzung der Yes!App. Darunter sind auch Promis wie Fernsehmoderator Joko Winterscheidt und Stefanie Giesinger, Gewinnerin von Germany‘s Next Topmodel (GNTM).

So einfach wie Tinder: Die App bietet eine Vielzahl von Funktionen

Die Yes!APP sei gemeinsam von Krebs-Patienten und Ärzten entwickelt worden, erläutert die deutsche Schauspielerin Anna Loos in einem Werbespot der App. „Das ist wirklich so easy wie Tinder“, beschreibt Joko Winterscheidt die Bedienung. „Das es so etwas nicht schon vorher gab", fügt er in seinem Werbespot hinzu.

Wie bei einer Dating-App erstellt der Nutzer ein Profil. Nur das diesem Fall auch die Art der Krebs-Erkrankung eingetragen wird. Die App schlägt Profile anderer Nutzer nach ausgewählten Suchkriterien vor. Die Nutzer können dann per Chat in Kontakt treten. Auch Gruppen können erstellt werden.

Neben der Vernetzung bietet die neue App den Nutzern auch verschiedene Service-Angebote rund um das Thema Krebs. So können Betroffene über die App direkt mit Ärzten, Therapeuten und und Experten in Kontakt treten und um Rat bitten. Neben Chat-Foren haben die Nutzer auch Zugang zu Podiumsdiskussionen und Vorträgen. Außerdem hilft die App, Selbsthilfegruppen in der Nähe zu finden.

Selbsthilfe mit der Krebs-App: Krankheit soll in der Gesellschaft offener behandelt werden

Der Name und Werbespruch der Plattform Yeswecan-cer.org ist an den bekannten Wahlkampf-Slogan des ehemaligen US-Präsidenten Barrack Obama angelehnt. Wie der Ex-Präsident wollen auch die Betreiber der Selbsthilfe-Plattform soziale und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Das Thema Krebs solle in der Gesellschaft offener und ohne Scham angesprochen werden, beschreiben die Macher auf ihrer Plattform. Bestehende Tabus und Vorurteile sollen bekämpft werden. Die Yes!APP soll als Netzwerk das offene Gespräch über die Krankheit in die Mitte der Gesellschaft holen.

Gründer der Yes!APP haben Erfahrung mit Krebs

Die App und die Selbsthilfe-Plattform gehen zurück auf drei Gründer, die in ihrem Leben alle mehr oder weniger direkt mit dem Thema Krebs konfrontiert wurden.

Jörg A. Hoppe war Manager von Musikbands wie Extrabreit und Gründer des Musiksenders Viva. 2016 erkrankte er an Krebs und wurde sich bewusst, wie allein sich Betroffene mit der Krankheit fühlen. „In dieser Situation wurde mir klar, wie wenig akzeptiert das Thema Krebs auf gesellschaftlicher Ebene ist“, sagt Hoppe gegenüber der Medienfachzeitschrift Horizont.

Hoppe ging auf seinen ehemaligen Kollegen Jochen Kröhne zu. Dieser war unter anderem Programmchef des Sky-Vorgängers Premiere. Gemeinsam mit Tobias Korenke, ehemaliger Sprecher der Funke Mediengruppe, gründeten die Drei das gemeinnützige Startup „Yeswecan!cer“.

Das Tinder für Krebs-Patienten wird von vielen Prominenten unterstützt

Unterstützer und Betroffene überall in Deutschland finden und spielend leicht mit ihnen in Kontakt treten. So einfach und schnell wie mit der Dating-App Tinder. Diese Idee hat viele Unterstützer gewonnen. Mittlerweile über 30 Prominente werben für die Nutzung der Yes!APP.

Model Stefanie Giesinger unterstützt Yeswecan!cer und wirbt für die Krebs-App. 

Neben Joko Winterscheidt von der Pro Sieben-Sendung  „Joko & Klaas gegen ProSieben“ und dem Model Stefanie Giesinger sind unter anderem auch Fernsehkoch Tim Mälzer und die Tatort-Schauspieler Axel Prahl und Jan Josef Liefers dabei. In kurzen Statements werben sie per Videobotschaft für die Nutzung der Krebs-App. (Philipp Zettler)

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa

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