Kündigungen bei Aldi

Aldi: Schlimme Botschaft für Mitarbeiter kurz vor Weihnachten

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Aldi teilte vor Weihnachten 580 Mitarbeitern ihre baldige Kündigung mit. 

Ausgerechnet zu Weihachten präsentiert der Discounter Aldi Mitarbeitern in gleich zwei Filialen eine Neuigkeit, die sie fassungslos macht. 

  • Aldi löst zwei Regionalgesellschaften auf. 
  • Rund 600 Mitarbeiter sind davon betroffen.
  • Verdi reagierte empört auf die Mitteilung.

Roth/Mülheim an der Ruhr - Schock für hunderte Mitarbeiter von Aldi: Mit dieser bösen Weihnachtsüberraschung hatten sie sicher nicht gerechnet. Ein Lebensmittelskandal ist es diesmal nicht.

Schock für Hunderte Aldi-Angestellte zu Weihnachten

Keiner wünscht sich, solch eine Mitteilung in der Vorweihnachtszeit zu bekommen. Für rund 600 Angestellte des Discounters ist es traurige Gewissheit: Sie werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Aldi erklärte, zwei seinerRegionalgesellschaften auflösen zu wollen. Betroffen sind die Standorte in Mülheim an der Ruhr und im mittelfränkischen Roth

Aldi kündigt ohne Vorwarnung 580 Mitarbeitern - Verdi ist empört

Die Angestellten selbst, sowie denBetriebsrat, erwischt dieKündigung kalt. Aldi hatte die geplante Auflösung zuvor nicht kommuniziert. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi reagierte empört auf die Entscheidung und spricht von einem „Skandal“, wie die WAZ berichtet. Die Schließung habe niemand geahnt, wird ein Verdi-Vertreter zitiert. 

Größeres Sortiment macht Aldi-Niederlassungen unrentabel

Die beiden Standorte in Mülheim an der Ruhr und Roth seien unrentabel geworden, begründet Aldi die Entscheidung. Gründe dafür seien zum einen ein vergrößertes Sortiment, zum anderen das gewachsene Angebot an Frischprodukten wie Obst und Gemüse

Um die beiden Regionalgesellschaften auf zeitgemäßen Standard zu bringen, wären erhebliche Investitionen erforderlich, erklärte ein Unternehmenssprecher von Aldi lautFocus online. Betriebswirtschaftlich gesehen sei die Investition jedoch nicht sinnvoll, teilte das Unternehmen mit, wirtschaftlicher sei es den Betrieb einzustellen. Das soll laut Aldi am Ende April 2020 der Fall sein. Weitere Standorte sollen jedoch nicht betroffen sein.

Aldi verspricht Ersatz-Arbeitsplätze

Noch scheint es eine klamme Hoffnung für die knapp 600 betroffenen Mitarbeiter zu geben. Das Unternehmen will allen Betroffenen Ersatzarbeitsplätze im Konzern anbieten. Die Filialen der beiden Regionalgesellschaften sollen auf die umliegenden Niederlassungen verteilt werden. Ziel von Aldi ist es, dadurch seine Logistik effizienter zu gestalten. Von der Umstrukturierung sind 120 Filialen betroffen. 

Aldi-Mitarbeiter in Verwaltung und Logistik betroffen

Sorgen über die drohenden Kündigungen müssen sich vor allem Mitarbeiter in der Logistik und Verwaltung der beiden Standorte machen. Die im Verkauf tätigen Angestellten der 120 Filialen werden laut Aldi übernommen. 

Keine Veränderung für Kunden

Für die Kunden der betroffenen Filialen ergeben sich keine Änderungen. Der Betrieb soll hier wie gehabt fortgeführt werden. 

Bessere Bezahlung von Auszubildenden

Einen Ausgleich will das Unternehmen dennoch in gewisser Weise schaffen. Ab kommendem Sommer 2020 sollen die Gehälter von Abzubis bei Aldi steigen. Im ersten Ausbildungsjahr sollen die Lehrlinge 1000 Euro erhalten, im zweiten Jahr 1100 Euro und im dritten schließlich 1250 Euro. 

Aldi muss um Nachwuchs kämpfen

Hintergrund für diesen Schritt ist laut Aldi die wachsende Knappheit an Personal. Im Einzelhandel wird dies noch verstärkt durch die unattraktiven Arbeitszeiten. Auch die schlechte Bezahlung ist laut Lebensmittel-Zeitung die schlechteste Bezahlung in der Branche.

Für die Kunden dreht sich währenddessen vieles um die Produkte beim Discounter. Zum Jahresanfang 2020 gab es auch Kritik an der Wasser-Verpackung, die Aldi wählte. In der Vorweihnachtszeit gab es zum Beispiel eine Beschwerde über Lebkuchen von Aldi. Ein riesiges Werbeschild von Aldi an einer Kirche empörte die Gläubigen -dann folgte eine überraschende Erklärung. Für positive Reaktionen sorgt ein neues Umwelt-Produkt in den Aldi-Regalen - man kennt es aus der „Höhle der Löwen“

In der Vorweihnachtszeit werden Gummibärchen und andere Süßwaren wie Schokolade teurer. Die Preissteigerung hat ihren Ursprung in Afrika.

Eine gefährliche Zutat enthielten mehrere Sorten Griebenschmalz- Aldi musste einen Rückruf starten. 

Wegen dieses Kassenbon-Tricks sind bei Aldi die Kassierer oft schneller, als bei der Rewe, Edeka und Co. 

Eine Edeka-Filiale in Cottbus hat mit einer Aktion für Aufsehen gesorgt. Weil dabei polnische Mitbürger diskriminiert wurden, rief dies sogar die Botschaft in Berlin auf den Plan.

stg

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