Verbraucher-Tipp

Fisch, Fleisch oder Gemüse? Das sind die schlechtesten Lebensmittel für die Umwelt

Pommes sollten gemieden werden, um die Ernährung klimafreundlicher zu gestalten.
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Pommes sollten gemieden werden, um die Ernährung klimafreundlicher zu gestalten.

Ob Kleidung, Putzmittel oder Energiegewinnung, die Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es gibt aber auch Lebensmittel, die schlecht für die Umwelt und das Klima sind.

Kassel – Unser Essverhalten ist für einen beachtlichen Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich: Die Lebensmittel müssen zuerst angebaut, geerntet, transportiert, gelagert und in vielen Fällen dann auch noch weiterverarbeitet werden, bevor sie im Einkaufswagen landen.

Aber auch dann endet die Kette der Treibhausgase noch nicht: Haben wir die Lebensmittel nämlich nach Hause getragen oder gefahren, lagern wir einige davon im Kühlschrank, der auch wiederum Energie verbraucht. Später werden sie zubereitet und gegessen – falls nicht, finden sie sich im Müll wieder, der dann entsorgt werden muss. Ein Fünftel all dieser direkten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind auf die Ernährung zurückführen.

Davon werden über 40 Prozent freigesetzt, um Fleischprodukte herzustellen, dennoch ist ein vegetarisches Produkt auf Platz 1 der Lebensmittel mit der schlechtesten Klima-Bilanz. Diese Lebensmittel sollten also gemieden werden, um die Ernährung klimafreundlicher zu gestalten.

Das umweltschädlichste Lebensmittel: Platz 1 – Butter

Butter ist zwar ein vegetarisches Produkt, die Produktion stößt aber laut Ökotest rund 24 kg CO2 Äquivalente aus. Damit landet der beliebte Brotaufschnitt auf Platz 1 der Lebensmittel mit der schlechtesten Umwelt-Bilanz. Außerdem benötigt ein Kilo Butter fast 18 Liter Milch. Das heißt, dass dafür viele Kühe gehalten werden müssen.

Sowohl bei der Herstellung der Milch als auch bei der Verdauung der Kühe werden also sehr viele Treibhausgase freigesetzt. Die pflanzliche Alternative Margarine hingegen kann ohne Bedenken gekauft werden.

Umweltschädliche Lebensmittel: Platz 2 – Rind- und Lammfleisch

Das Fleisch zu den umweltschädlichsten Lebensmitteln gehört, ist bereits länger bekannt. An der Spitze der klimaschädlichsten Fleischsorten steht Lammfleisch. Zu diesem Ergebnis kam die amerikanische Aktivisteninitiative Environmental Working Group.

Aber auch Rindfleisch ist nicht gut für das Klima. Mit rund 13 Kilo CO2 Äquivalenten ist die CO2-Bilanz fast viermal so hoch wie die von Geflügel- oder Schweinefleisch. Das ist zwar immer noch weniger als der Wert von Butter, das hat aber nur den Grund, dass Schlachtrinder viel kürzer leben als Milchkühe.

Diese Lebensmittel sind schlecht für die Umwelt: Platz 3 – Lachs

Viele Omega-3-Fettsäuren, gesund und frisch – das sind Worte, die zum Thema Lachs häufiger fallen. Zuchtlachs ist aber leider auch einer der schlimmsten Klima-Übeltäter. Lachs aus Zuchtfarmen ist nämlich meistens mit Antibiotika und umstrittenen Konservierungsmitteln belastet.

Wenn man aber trotzdem hin und wieder Lachs essen möchte, sollte lieber zu Wildlachs gegriffen werden. Lachs aus Zuchtfarmen sollte mindestens ASC- oder Bio-zertifiziert sein.

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Umweltschädliche Lebensmittel: Platz 4 – Käse

Käse ist leider wie auch die Butter kein umweltfreundliches Lebensmittel. Ebenso wie bei allen anderen Milchprodukten müssen die Herstellung Kühe gehalten werden. Im Durchschnitt werden dabei rund 8,5 CO2 Äquivalente ausgestoßen. Wer nicht vollständig auf Käse verzichten möchte, sollte eine Sorte mit möglichst niedrigem Fettanteil kaufen.

Diese Lebensmittel sind schlecht für die Umwelt: Platz 5 – Tiefkühl-Pommes

Mit 5,7 Kilo CO2 Äquivalenten sind Tiefkühl-Pommes auch nicht gut für die Umwelt. Auch hier ist wieder der große Aufwand bei der Herstellung schuld. Die Pommes müssen nämlich zunächst getrocknet, frittiert und tiefgekühlt werden. All diese Verarbeitungsschritte benötigen sehr viel Energie. Die nachhaltige Alternative: Man kann die beliebte Beilage auch einfach selbst anfertigen.

Auch die Klimabelastung durch Mineralwasser ist in Deutschland fast 600 Mal höher als bei Leitungswasser, teilte die Verbraucherzentrale mit. Der tägliche Konsum von Leitungswasser hat auf den Körper jedoch enorme Auswirkungen. (Luisa Weckesser)

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