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Lidl sichert „Billigfleisch“ gegen Diebstahl

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Von: Armin T. Linder

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Ein Lidl-Kunde hätte so eine Entdeckung nicht fürs Jahr 2022 erwartet - eine Diebstahlsicherung am Lidl-Fleisch löst Bestürzung aus.

Hamburg – Die Verbraucher sind spätestens seit 2020 so einiges an Unannehmlichkeiten in den Supermärkten gewohnt. Erst leere Regale bei Klopapier oder Nudeln. Dann im Frühjahr 2022 beim Pflanzenöl. Und jetzt, im Herbst 2022, scheinen die Preisanstiege keine Grenze zu kennen. Man wundert sich eigentlich über fast nichts mehr im Supermarkt, oder doch?

Ein Lidl-Kunde aus Hamburg zeigte sich durchaus irritiert, als er am Kühlregal die Steaks genauer prüfte. So sehr, dass er prompt ein Foto machte und es bei Twitter veröffentlichte. Denn tatsächlich sah er Diebstahlsicherungen am Fleisch! Und schrieb an die Twitter-Leser: „Wenn ihr ‚die Steaks bei Lidl sind jetzt alarmgesichert‘ auf eurer Vorhersagenliste für 2022 hattet, geb ich euch ein Bier aus.“

Lidl-Kunde entdeckt in Hamburg Diebstahlsicherung am Fleisch

Für den Beitrag kassierte er in weniger als 24 Stunden schon mehrere Dutzend Likes. Und auch einige Kommentare. „Man muss 4€-Billigfleisch gegen Diebstahl sichern. Das alles ist auf so vielen Eben schrecklich. Da liegt ein kompletter dystopischer Roman im Kühlfach“, schreibt eine Nutzerin. Die aber offensichtlich nicht bemerkt hat, dass das 3,99-Euro-Schild sich auf die Regalfläche darunter bezieht.

„Das Preisschild dürfte sich offensichtlich nicht auf das abgebildete Fleisch beziehen. Ohne jetzt mit Details stören zu wollen“, merkt dann auch einer an. „Korrekt, aber das Steak kostet nicht viel mehr“, betont der Lidl-Kunde dann auch prompt. Es habe „auf jeden Fall weniger als 5 Euro“ gekostet.

Lidl-Diebstahlsicherung kein Einzelfall - viele entdeckten Vergleichbares schon in Supermärkten

Gekauft hat der Lidl-Kunde das Fleisch übrigens nicht. Und die Entdeckung in einer Lidl-Filiale in Hamburg-Hamm gemacht, wie er auf hna.de-Rückfrage erklärt. Neu ist die Diebstahlsicherung am Fleisch aber nicht allen. „Das waren die auch schon vor 3/4 Jahren, kommt auf Kilopreis an“, so ein Nutzer. Und tatsächlich gibt es seit Monaten - wie etwa tz.de berichtete - immer wieder Supermarkt-Kunden, die auf solche Diebstahlsicherungen stoßen und sich öffentlich wundern. Man muss sich wohl daran gewöhnen.

Schwer verkraften kann eine Twitter-Nutzerin hingegen ein anderes Detail an dem Foto: „‚Haltungsform 1‘. Ich esse eh kein Fleisch mehr, aber dabei schüttelt es mich immer heftig.“ Lidl sieht sich derzeit ohnehin schweren Vorwürfen beim Fleisch ausgesetzt (siehe Video oben). Das müssen Supermarkt-Kunden an der Fleischtheke wissen. (lin)

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