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Kaufland und Lidl kündigen Änderung an - So wirkt sie sich auf Kunden aus

Eine Änderung an den Kassen von Kaufland und Lidl könnte sich sowohl auf Kunden als auch die Umwelt auswirken. Das ändert sich beim Kassenzettel.

  • Lidl* und Kaufland wollen nachhaltiger werden.
  • Eine Änderung im Bereich der Kasse soll Kunden entscheidende Vorteile bringen.
  • Mit einer Umstellung wollen Lidl und Kaufland zudem 30 Tonnen Plastik einsparen.

Kassel – Die Discounter Lidl und Kaufland führen eine Änderung im Kassenbereich ein. Für die meisten Kunden wird sich diese wohl erst auf den zweiten Blick bemerkbar machen. Die kleine und subtile Änderung soll die Unternehmen nachhaltiger machen. Für Kunden von Lidl und Kaufland soll die Neuerung zudem einige Vorteile mit sich bringen.

Wer seinen Kassenzettel nach dem Einkauf überprüft, wird künftig feststellen, dass dieser eine andere Farbe hat. Denn Lidl und Kaufland haben angekündigt, ihre Kassenzettel nicht mehr auf normales Papier zu drucken. Stattdessen wollen die Supermarkt-Ketten ihr Kassenbon-System umstellen.

Änderung bei Lidl und Kaufland: Neuerung an der Kasse soll Einkauf nachhaltiger machen

Kassenzettel spielen eine große Rolle beim Papierverbrauch in Deutschland. Täglich werden in deutschen Supermärkten und Discountern Millionen Einkäufe getätigt. Auch Lidl und Kaufland drucken für jeden Einkauf einen Kassenzettel aus.

Damit dieser Prozess nachhaltiger wird, stellen die beiden Handelsketten künftig auf umweltfreundlichere Ökobons um. Bei Edeka*, Netto, Tegut sowie in vielen Bioläden gibt es diese bereits.

UnternehmenSchwarz-Gruppe
HauptsitzNeckarsulm
Umsatz113,3 Milliarden Euro (2019)
Handelssparten Lidl, Kaufland

Neuerung: Kassenzettel ohne chemische Farbentwickler bei Lidl und Kaufland

„Das innovative, blaue Thermopapier des neuen Kassenbons ist FSC-zertifiziert und stammt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft“, teilen Lidl und Kaufland in einer Mitteilung mit. Sowohl Lidl als auch Kaufland gehören zum Imperium der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn.

Mit der Änderung wollen Lidl und Kaufland einen „Beitrag für noch mehr Nachhaltigkeit“ leisten, schreiben die Unternehmen. Man wolle den Einkauf mit dem neuen Kassenzettel bunter und umweltfreundlicher gestalten. Denn der Bon wird ohne chemische Farbentwickler hergestellt.

Neue Kassenzettel bei Lidl und Kaufland: Änderung bringt Vorteile für Kunden

Für Kunden soll der neue Kassenzettel laut Kaufland und Lidl einige Vorteile bringen. Das neue Ökopapier ist sonnenlichtbeständig und kann dauerhaft archiviert werden, ohne zu verblassen, so die Unternehmen. „Ein weiterer Vorteil für die Kunden besteht darin, dass der Ökobon öl- und wasserresistent und damit sehr haltbar ist. Er kann zudem problemlos über das Altpapier entsorgt und recycelt werden“, so Kaufland und Lidl.

Eine Änderung bei Lidl und Kaufland soll den Einkauf nachhaltiger gestalten. (Symbolbild)

Wer seine Kassenzettel länger im Geldbeutel aufbewahrt, für den kann die Umstellung daher einen entscheidenden Vorteil bringen, denn oft verblassen Kassenzettel nach einiger Zeit. Das ist besonders relevant, wenn der Kassenbon aufbewahrt wird, um Produkte umtauschen zu können. Die Haltbarkeit des Papiers spielt auch bei Pfandbons eine Rolle. Bei diesen ist das Verblassen nach einer längeren Zeit im Portemonnaie besonders ärgerlich.

Lidl und Kaufland – Unternehmen wollen 30 Tonnen Plastik einsparen

Ob die Änderung des Papiers auch für Pfandbons gilt, dazu haben Lidl und Kaufland bislang keine Angaben gemacht, berichtet merkur.de*. Neben der höheren Beständigkeit sind die neuen Kassenzettel auch besser für die Gesundheit. Denn sie bestehen aus Thermopapier und sind komplett ohne chemische Farbentwickler wie Phenole konzipiert.

Die bisher gängigen Varianten können potenziell die Gesundheit schädigen, wenn es zu einem Kontakt mit Lebensmitteln kommt und diese vor dem Verzehr nicht abgewaschen werden. Diese Problematik besteht bei den Ökobons von Lidl und Kaufland nicht.

Zudem werden Kaufland und Lidl mit den neuen Ökobons eine weitere Änderung einführen. „Im Zuge der Kassenbonumstellung wird auch die Umverpackung der Kassenbonrollen optimiert“, teilt die Schwarz Gruppe mit. Damit sollen jährlich 30 Tonnen Plastik eingespart werden. (Sarah Neumeyer)*hna.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa

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