Lidl Pay im Test

Neue Funktion an Kassen bei Lidl: Das System hat einen Haken

Lidl Pay soll das Einkaufen und Bezahlen im Discounter erleichtern - doch ein wichtiges Limit gibt es. / Eine kleine Plastikfigur mit Einkaufswagen in Berlin vor einem Logo von Lidl (Foto vom 07.11.2012)
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Lidl Pay soll das Einkaufen und Bezahlen im Discounter erleichtern - doch ein wichtiges Limit gibt es.

Niemand mag langes Schlangestehen an der Kasse im Supermarkt. Um schnelleres Bezahlen zu ermöglichen, führt Lidl jetzt eine Neuerung ein.

Kassel – Im Discounter an der Kasse stehen und warten - gerade in Corona-Zeiten will man das lieber vermeiden. Viele Einkaufsmärkte setzen deshalb auf bargeldloses Bezahlen. Lidl führt nun eine neue Funktion ein. Mit Lidl Pay soll das Bezahlen bald schneller gehen. Eine Sache muss man dabei allerdings beachten.

Doch was ist Lidl Pay überhaupt und wie funktioniert es? Der Discounter-Riese Lidl informiert darüber, dass für die Bezahlung die Lidl Plus App installiert sein muss. An der Kasse kann man dann statt Bargeld oder Bankkarte das eigene Smartphone zücken und per Lastschrift bezahlen. Ein extra Passwort oder umständliches Kleingeld-Suchen sind dann nicht mehr nötig.

Lidl Pay – wie die neue Funktion des Discounters funktioniert

Der Haken an der Sache ist ein Zahlungslimit. Dieses wird individuell festgelegt, heißt es auf der offiziellen Webseite von Lidl. „Kunden ohne Einkaufshistorie dürfen in der Regel ein 50-Euro-Limit beim ersten Bezahlen per Lastschrift nicht überschreiten“, erklärt lebensmittelzeitung.net. Laut Lidl kann eine regelmäßige Nutzung des Bezahlsystems das Limit positiv beeinflussen.

LidlDiscounter
HauptsitzNeckarsulm (Baden-Württemberg)
Gründungsjahr1973

Bei dem Einkauf mit Lidl Pay muss nicht wie bei der Bankkarte ein Pin eingegeben werden: „Für die Bezahlung ist lediglich der einmalige Scan deiner digitalen Kundenkarte im Zuge des Einkaufs an der Kasse notwendig“, heißt es auf der Lidl-Webseite. Nach dem Scan muss die Zahlungsmethode nur noch gegenüber dem Verkäufer bestätigt werden.

Zur Registrierung sind nur Iban und Wohnadresse nötig. Die Lebensmittelzeitung führte einen Testeinkauf durch und erklärte danach, dass die Installation und Registrierung von Lidl Pay unkompliziert sei. Bei Lidl und anderen großen Einkaufsmärkten werden immer wieder Änderungen geplant - so auch ein 24-Stunden-Supermarkt.

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Innovation an der Kasse: Lidl Pay befindet sich derzeit in der Testphase

Bundesweit wird Lidl Pay derzeit noch nicht beworben, da es noch in einer Filiale im Raum Heilbronn getestet wird. Sobald die Funktion für ganz Deutschland freigeschaltet wird, soll auch die Werbetrommel gerührt werden. Um den Schutz der Kundendaten zu gewährleisten, kann der Kunde ein Autorisierungsmerkmal festlegen.

In Polen und Spanien wird Lidl Pay über eine Kreditkarte abgerechnet. In Deutschland hingegen wird mit dem Sepa-Lastschriftverfahren gearbeitet. An der Kasse werden die Kosten für den Einkauf zusammengetragen und dann über die App abgerechnet. Die Abbuchung erfolgt über das Girokonto. Die Lidl Digital Trading GmbH & Co. KG dient dabei als Zahlungsdienstleister. Änderungen im Kassenbereich gab es bei Lidl und Kaufland zuletzt bei den Kassenzetteln.

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Discounter setzte auf bargeldloses Bezahlen - jedoch mit Limit

Ob und inwieweit das Zahlungslimit ein Problem für die Kunden sein könnte, muss sich erst noch zeigen. Laut watson.de dürfte das 50-Euro-Limit „für die meisten Kunden aber kein Problem sein, denn die durchschnittliche Einkaufssumme beim Discounter liegt bei 25 Euro.“ Laut Lidl richtet sich das Limit nach der Einkaufshistorie. Das gilt für Einkäufe im Onlineshop und den stationären Filialen.

Lidl ist nicht der einzige Markt, der immer weiter auf Digitalisierung und damit auch auf bargeldloses Bezahlen setzt. Die App als Zahlungsmittel ist in Deutschland auch über Payback möglich: Händler wie Dm und Rewe arbeiten mit Payback zusammen. Eigene Apps bieten neben Lidl auch Edeka und Netto an. (Jennifer Greve)

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