Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Rückruf wegen Cannabis: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz bei Lidl?

Lidl informiert über einen Rückruf verschiedener Cannabis-Produkte. Die Staatsanwaltschaft prüft einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Kassel – Aktuell befinden sich mehrere Cannabis-Produkte des Discounters Lidl in einer akuten Rückruf-Aktion. Der Grund ist ein erhöhter Gehalt des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC), der bei einem Verzehr gesundheitliche Folgen haben kann. Kunden sollten den Rückruf der betroffenen Artikel dringend beachten.

„Ein Verzehr dieser Lebensmittel kann unerwünschte gesundheitliche Folgen mit sich bringen, beispielsweise Stimmungsschwankungen und Müdigkeit“ teilt Lidl laut tagesschau.de in einer offiziellen Mitteilung mit. Von einer Weiterverwendung der Produkte wird abgeraten.

Cannabis-Produkte im Rückruf - Lidl warnt Verbraucher vor gesundheitlichen Folgen

Es handelt sich unter anderem um Hanf-Produkte, die der Discounter unter dem Namen „Mary & Juana“ und „Euphoria“ verkauft und welche von dem tschechischen Hersteller Euphoria Trade produziert werden. Wie das Verbraucherportal produktwarnung.de informiert, werden neben Keksen zudem ein Cannabis-Tee und ein Cannabis-Proteinriegel desselben Herstellers zurückgerufen. Auch befindet sich derzeit ein weiterer Hanf-Tee von Lidl aktuell im Rückruf.

Lidl warnt vor Cannabis-Produkten: Diese Artikel sind vom Rückruf betroffen

Folgende Cannabis-Artikel sollte nicht weiter verzehrt werden:

Artikel:Premium Cannabis Cookies
Sorten:Chocolate, Classic, Cranberry, Hash
Marke:Mary&Juana
MHD:alle
Artikel:Tea of mind Cannabis Tea
Marke:Euphoria
MHD:alle
Artikel:Raw Cannabis Protein Bar Apple
Marke:Euphoria
MHD:alle
Mehrere Cannabis-Produkte, die bei Lidl verkauft wurden, befinden sich im Rückruf.

Lidl informiert über Rückruf von Cannabis-Artikeln - Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Der Discounter Lidl hat erst vor kurzem verschiedene Cannabis-Produkte in das Sortiment aufgenommen - darunter Kekse, Brownies, Tees, Riegel und Energy-Drinks. Bei einigen dieser Artikel wurde nun ein erhöhter THC-Gehalt nachgewiesen, der bei einem Verzehr gesundheitliche Folgen haben kann. Verbraucher können diese jedoch auch ohne Vorlage des Kassenbons in der entsprechenden Filiale zurückgeben. Der Kaufpreise werde dann laut Lidl komplett erstattet.

Bei Lidl sind aktuell mehrere Cannabis-Produkte von einem dringenden Rückruf betroffen. Die Staatsanwaltschaft prüft ein Verbot gegen das Betäubungsmittelgesetz. (Symbolbild)

Vor zwei Wochen hat die Supermarkt-Kette Lidl erst alle Cannabis-Artikel aus dem Verkauf genommen, nachdem das LKA einige beschlagnahmt hatte - die Staatsanwaltschaft überprüft diese Produkte. Wie tagesschau.de berichtet seien nach den Untersuchungen „einige wenige Produkte“ sichergestellt und zum Landeskriminalamt geschickt worden.

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Es steht ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im Raum. Einem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge wird in einem Prüfvorgang untersucht, „ob die Produkte, die dort angeboten werden, THC oder CBD enthalten.“ Der Handel mit diesen ist in Deutschland verboten und benötigt nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz zunächst eine Zulassung. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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