Ethylenoxid-Verunreinigung

Lidl-Rückruf: Giftstoff in mehreren Käse-Produkten gefunden – Bundesamt warnt

In mehreren Käse-Produkten wurde ein Giftstoff nachgewiesen. Die Produkte sollten nicht verzehrt werden, ein Rückruf wurde gestartet. (Symbolbild)
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In mehreren Käse-Produkten wurde ein Giftstoff nachgewiesen. Die Produkte sollten nicht verzehrt werden, ein Rückruf wurde gestartet. (Symbolbild)

In mehreren Käse-Produkten wurden Giftstoffe nachgewiesen. Der Hersteller hat einen aktuellen Rückruf gestartet.

Kassel - Käse ist ein beliebter Belag für Sandwiches und Brötchen. Zwei Produkte der Vefo GmbH sind nun von einem Rückruf betroffen. Wie das Unternehmen mitteilt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Artikel mit Ethylenoxid belastet ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Verzehr.

Der Giftstoff Ethylenoxid ist ein Pflanzenschutz- und Begasungsmittel und seit 1991 in der EU verboten. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verunreinigungen mit dem Giftstoff. Für betroffene Produkte wird dann in der Regel ein Rückruf gestartet. „Ethylenoxid kann das Erbgut verändern und Krebs erzeugen“, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Nur die folgenden Käse-Produkte sind von dem Rückruf betroffen:

Produkt:Vemondo Vegane Sticks Cheese-Style
Inhalt: 250g
Mindesthaltbarkeitsdatum:07.01.2022 / 07.03.2022 / 06.05.2022
InverkehrbingerVefo GmbH
Betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NordrheinWestfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein
Produkt:Vemondo Veganer Mozzarelli
Inhalt: 100g
Mindesthaltbarkeitsdatum:20.08.2021
InverkehrbingerVefo GmbH
Betroffene Bundesländer: Berlin und Brandenburg

Rückruf von Käse-Produkten – Gefährlicher Giftstoff entdeckt

Von dem aktuellen Rückruf sind die veganen Käse-Produkte „Vemondo Veganer Mozzarelli” und „Vemondo Vegane Sticks Cheese-Style“ des Herstellers G+G Convenience Produkte GmbH betroffen, informiert das Verbraucherportal produktwarnung.eu.

Das in den Produkten verwendete Johannisbrotkernmehl kann laut dem Unternehmen mit Ethylenoxid belastet sein. Auch weitere Produkte sind von der Verunreinigung betroffen, in Supermärkten in Deutschland könnte sogar ein Massen-Rückruf drohen.

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Video: Rückrufe - Darum gibt es immer mehr davon

Käse-Rückruf bei Lidl: Viele Produkte in Deutschland wegen Ethylenoxid zurückgerufen

Auch zahlreiche weitere Produkte sind in Deutschland aufgrund von Ethylenoxid-Verunreinigungen von Rückrufen betroffen. Grund ist Johannisbrotkernmehl aus der Türkei. Es wird als Zusatzstoff E410 in der Verarbeitung vieler Lebensmittel als Verdickungsmittel verwendet.

Unter den betroffenen Produkte sind auch mehrere Eis-Sorten von Mars, für die ein Rückruf gestartet wurde. Kontaminiert könnten auch Konfitüren, Fleisch-Produkte, Joghurt und Salatsaucen sein. Foodwatch warnt bereist seit mehreren Wochen wegen der Ethylenoxid-Belastung von Johannisbrotkernmehl. (Sarah Neumeyer)

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