Oft kauft man mehr als gewollt

Mit diesen fiesen Tricks arbeitet Lidl - Psychologe verrät Verkaufsmaschen

Frau mit Einkaufswagen im Supermarkt
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Ein Psychologe erklärt die Verkaufstricks des Supermarkt-Riesen Lidl.

Oft kauft man mehr als gewollt: So trickst der Discounter Lidl unsere Psyche aus - für mehr Umsatz. Ein Psychologe verrät die Verkaufsmasche. 

  • Psychologen im Supermarkt: So trickst Lidl unsere Psyche aus.
  • Ein Psychologe verrät einige Tricks des Lidl*-Konzerns.
  • Oft kaufen wir mehr als wir eigentlich wollten - dahinter steckt System.

Kassel - Wer kennt es nicht: Man will nur kurz die letzte Zutat für das Abendessen aus dem Supermarkt holen und schon kommt man mit zwei bis zum Rand gefüllten Einkaufstüten wieder nach Hause. Doch das ist kein Zufall, dahinter stehen verschiedene psychologische Tricks, die die Supermärkte gezielt einsetzen, um ihren Umsatz zu erhöhen. Ein Psychologe hat nun einige Tricks des Discounter-Riesen Lidl verraten.

Psychologe über Lidl: Schon am Eingang beginnen die Tricks

Der Verbraucher-Psychologe Phil Adcock hat gegenüber der britischen Tageszeitung „Mirror“ einige der Tricks verraten, die bei Lidl zur Anwendung kommen. Es beginnt demnach bereits kurz hinter der Ladentür.

Hier befindet sich bei Lidl die Auslage der frischen Backwaren. Durch die großen Frontscheiben und die Ladentür haben diese einen einladenden Effekt auf die Kunden, meint der Experte.

Lidl stellt die Preise auf den Kopf: Verwirrung kann gut für das Geschäft sein

In den meisten Supermarkt-Filialen ist es üblich das die Preis-Schilder direkt unter den Produkten angebracht sind. Bei Lidl ist dies umgekehrt. Hier stehen die Preise über den Produkten, weiß der Psychologe Adcock.

Das stiftet Verwirrung bei den Kunden, sie wissen häufig erst an der Kasse wie viel sie wirklich für ein Produkt bezahlen müssen. Das führt schnell dazu, das mehr ausgegeben wird als eigentlich gewollt.

Lidl und die eigenen Marken: Auch hier steckt psychologisches Kalkül dahinter

Viele Supermarkt-Ketten haben neben Marken-Produkten auch Eigenmarken im Sortiment. Diese werden häufig billiger angeboten als die Original-Artikel. Um die Artikel für den Kunden attraktiver zu gestalten passt Lidl sie den Originalen so gut es geht an.

Design und Farben, aber auch die Wortwahl werden so gewählt, dass sie an die teureren Marken-Produkte erinnern. Laut dem Psychologen geht Lidl hierbei genau soweit, das der Konzern noch keine markenrechtlichen Konsequenzen zu befürchten hat.

Bei Lidl einen Korb bekommen: Sogar die Einkaufskörbe sind psychologisch durchdacht

Ein weiterer Trick des Supermarktes Lidl ist laut dem Psychologen die Auswahl der Einkaufskörbe. Anders als bei anderen Supermarkt-Ketten gibt es bei Lidl keine einfachen flachen Tragekörbe mit Henkel, sondern große Körbe die bequem auf Rollen hinter sich hergezogen werden können.

Durch die Zieh-Funktion fällt dem Kunden das Gewicht der Produkte weniger auf. Durch die Größe passt zudem auch mehr hinein. Der Psychologe geht davon aus, dass man durch die Roll-Körbe schnell das Doppelte von dem einkauft, was auf dem Einkaufszettel steht. Und auch die Corona-Krise wird von den Discountern wie Aldi und Lidl genutzt: So beeinflussen Discounter während der Corona-Zeit ihre Kunden - es ist ein einfacher Trick. (luc)*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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