Tricks für Haus und Garten

Blattläuse auf Pflanzen bekämpfen: Diese Hausmittel helfen garantiert

Fast keine Pflanze ist vor einem Befall mit Blattläusen sicher. Mit diesem Trick werden Sie die Schädlinge schnell wieder los - und das ohne chemische Mittel.

Kassel – Sind die Stängel der Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon mit kleinen schwarzen oder grünen Krabbeltierchen übersät, ist schnell klar: Blattläuse-Befall. Kaum eine Pflanze ist vor den Insekten sicher, doch es gibt einige Wege, um Blattläuse wieder loszuwerden – ganz ohne Chemie.

Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Garten. Weltweit gibt es etwa 5000 Arten, in Mitteleuropa sind mehr als 800 heimisch, so der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Manche sind schwarz, andere grün oder bräunlich.

Auf ihrem Speiseplan steht Pflanzensaft. Den saugen die kleinen Insekten mit ihrem Stechrüssel aus den Pflanzen heraus. Problematisch sind die Tierchen, weil sie sich bei trockenem und warmem Wetter schnell vermehren. Hobby-Gärtner sollten also direkt handeln, wenn sie einen Befall feststellen.

So werden Sie Blattläuse los: Was hilft gegen die kleinen Insekten?

In der Regel sind Blattläuse im Garten oder auf den Balkon-Pflanzen erstmal kein Grund zur Panik, denn bevor sie großen Schaden an Pflanzen anrichten können, werden sie selbst gefressen, so der NABU. Breiten sich die Insekten jedoch ungehindert aus, können sie zum Problem werden und im schlimmsten Fall irreparable Schäden an Pflanzen anrichten.

Einen Befall erkennen Hobby-Gärtner zum einen natürlich durch die Insekten, die sich dann dicht an dicht auf der Pflanze tummeln, es gibt jedoch auch andere Anzeichen. Verkrüppelte oder zusammengerollte Blätter können ein Hinweis auf einen Befall sein, außerdem hinterlassen Blattläuse einen klebrigen Belag auf der Pflanze, den sogenannten Honigtau.

Er ist ein idealer Nährboden für einige Pilze, heißt es in einem Bericht vom NDR. Der Honigtau zieht zudem Ameisen in den Garten. Nicht nur die Blattläuse, sondern auch ihre Ausscheidungen, können also der Pflanze schaden. Doch wie wird man die Insekten wieder los?

Diese Tipps können gegen Blattläuse helfen:

  • 1. Ruhe bewahren
  • 2. Nützlinge fördern
  • 3. Blattläuse per Hand entfernen
  • 4. Zwischenpflanzungen setzen
  • 5. Natürliche Mittel anrühren
  • Quelle: Nabu.de

Sud gegen Blattläuse: Dieser Lifehack hilft, den Befall ganz ohne Chemie zu bekämpfen

Es gibt einige natürliche Mittel, die gegen Blattläuse helfen. Ist der Befall noch nicht ganz so groß, empfiehlt der NABU die kleinen Insekten erstmal mit einem harten Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch oder mit Bürste oder Pinsel von der Pflanze zu entfernen. Das Prozedere muss jedoch regelmäßig wiederholt werden, bis die Tiere komplett verschwunden sind.

Zudem gibt es auch einige Vorsorgemaßnahmen. Knoblauch oder Zwiebelpflanzen mögen Blattläuse überhaupt nicht. Werden sie zwischen Zier- und Nutzpflanzen gesetzt, wehren sie Blattläuse effektiv ab. Das hilft übrigens auch bei Wühlmäusen im Garten. „Auch Lavendel ist bekannt als Blattlausabwehr“, erklärt der NABU.

Blattläuse mit natürlichen Mitteln bekämpfen? So verschwinden die Insekten ohne Chemie

Doch was, wenn der Blattläuse-Befall überhandnimmt? Auch dann muss nicht gleich zur Chemiekeule gegriffen werden. Einige Hausmittel helfen ebenfalls, wie ein Sud aus Seifenkraut, Brennnesseln oder Rainfarn. Die Pflanzen wachsen im Garten oder am Wegrand, sind also leicht auffindbar und umweltfreundlich. Der Sud zudem leicht herzustellen.

  • Sud aus Rainfarn gegen Blattläuse:
  • 100 Gramm getrockneter Rainfarn
  • Ein Liter Wasser
  • Beides mischen und etwa eine halbe Stunde kochen
  • Den Sud abkühlen lassen und mit Wasser verdünnen (1:10 bei schwachem Befall, 1:6 bei starkem Befall)
  • Die befallene Pflanze damit zielgerichtet einsprühen.
  • Bei Gemüse gilt: Nicht direkt nach dem Sprühen verzehren.

Bei den Brennnesseln reichen zwei Hände voll, die etwa zwölf Stunden in zwei Liter kaltem Wasser durchziehen müssen. Die befallenen Pflanzen dann damit einsprühen und die Blattläuse sind nach einer Weile verschwunden. Rainfarn ist zwar giftig, sollte also nicht von Menschen verzehrt werden, der Sud eignet sich aber hervorragend, um Blattläuse zu vertreiben.

Weitere interessante und nützliche Verbraucher-News finden Sie auf unserer Themenseite.

Auch Neemöl hilft bei Blattläusen. Es ist in Gartenzentren erhältlich und ein natürliches Mittel gegen die Insekten. Die befallenen Pflanzen einfach am frühen Morgen mit verdünntem Neemöl einsprühen. Nach nur wenigen Tagen ist kein Schädling mehr zu sehen.

Blattläuse – Diese Insekten stehen auf dem Speiseplan von Marienkäfer und Co.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist bei einem Befall mit Blattläusen ebenfalls sehr nützlich. Das Insekt mit dem roten Körper und den schwarzen Punkten frisst die kleinen Schädlinge ziemlich gern. Florfliegen freuen sich ebenfalls über die kleinen Krabbler. In den Garten holt man sich Marienkäfer und Florfliege oder andere Nützlinge, indem man ihnen Lebensräume zur Verfügung stellt.

Das funktioniert mit „wilden Ecken“, also indem ein Teil des Gartens nicht ganz zu ordentlich hergerichtet wird. Ein schönes Zuhause ist beispielsweise ein Laub- und Steinhaufen oder auch aufgestapeltes Totholz – aber auch Insektenhotels. Die Larven bekommen Hobby-Gärtner außerdem im Fachhandel. (Svenja Wallocha)

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.