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Diese Fehler vermeiden: Mit wenigen Tricks bleibt der Weihnachtsstern lange schön

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Von: Isabel Wetzel

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Der Weihnachtsstern ist eine der beliebtesten Pflanzen – doch nach den Feiertagen landen die meisten im Müll. Mit diesen Tricks bleibt sie teils über Jahre schön.

Kassel – Der Weihnachtsstern sorgt nicht nur für bunte Farbe in der dunklen Jahreszeit, er ist auch eine der beliebtesten Zimmerpflanzen auf deutschen Fensterbänken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist 2021 fast jede fünfte in Deutschland produzierte Zimmerpflanze ein Weihnachtsstern.

Besonders bekannt und begehrt ist der rote Weihnachtsstern, doch mittlerweile gibt es in den Gärtnereien zahlreiche Sorten in den ungewöhnlichsten Farben. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Bei der richtigen Pflege können die Weihnachtssterne weit über die Adventszeit hinaus Freude schenken.

Weihnachtsstern richtig pflegen: Mit diesen Tipps bleibt die Pflanze lange schön

Der Weihnachtsstern, der oft auch als Christstern, Adventsstern oder Liebesstern bezeichnet wird, stammt ursprünglich aus Mexiko. Dort wachsen die Pflanzen meistens zu rund vier Meter hohen, grünen Sträuchern heran. Dass sie in Deutschland so klein sind und die sogenannten Hochblätter in strahlenden Farben leuchten, ist das Ergebnis jahrelanger Zucht. Auch im Gewächshaus des Bergparks Wilhelmshöhe in Kassel gehört der Weihnachtsstern seit fast 200 Jahren zu den winterlichen Attraktionen.

Die Pflanze kann man also auch in Deutschland über das Jahr hinweg als grüne Topfpflanze pflegen und bei der richtigen Handhabung wird der Weihnachtsstern dann auch passend zur Adventszeit wieder farbig.

Weihnachtsstern
Botanischer NameEuphorbia pulcherrima
FamilieWolfsmilchgewächse
GattungWolfsmilch (Euphorbia)
WuchsImmergrüner Strauch
HauptblütezeitOktober bis Januar
BlüteKleine, gelbe Trugdolden
Quelle: Gartenjournal

Tipp 1: Beim Weihnachtsstern-Kauf auf die richtigen Voraussetzungen achten

Schon beim Kauf des Weihnachtssterns sollten ein paar Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Pflanze auch wirklich lange Freude bereitet. Dabei sollten Pflanzen-Freunde auf die Blüten und die Blätter des Weihnachtssterns achten. So sollte die auserwählte Pflanze beispielsweise noch zahlreiche Blüten tragen. Sind die alle schon geöffnet oder schon abgefallen, ist es wahrscheinlich, dass der Weihnachtsstern seine Blütezeit schon hinter sich hat und nicht mehr allzu lange hält.

Hinweis: Die bunten, meist roten Blätter des Weihnachtssterns sind nicht die Blüten. Die Blüten sind relativ unscheinbar, klein und gelbgrün und liegen zwischen den farbigen Hochblättern.

Ähnlich sieht es aus, wenn der Weihnachtsstern bereits gelbe Blätter hat: Das ist ein Zeichen dafür, dass er zu viel Wasser bekommen hat und falsch gepflegt wurde. Teilweise kann man das durch die richtige Pflege sogar noch retten, ein Weihnachtsstern mit grünen und farbigen Blättern hat allerdings deutlich bessere Voraussetzungen.

Die richtige Pflege beginnt beim Weihnachtsstern dann übrigens schon beim Transport. Die Pflänzchen sind kälteempfindlich und dabei auch sehr nachtragend. Steht ein Weihnachtsstern schon in der Gärtnerei draußen in der Kälte oder holt sich beim Transport einen Zug, kann es schnell passieren, dass er zu Hause angekommen alle Blätter verliert – obwohl er sich in der Wohnung dann sicher wohlgefühlt hätte. Den frisch gekauften Weihnachtsstern für den Weg daher am besten in Papier einschlagen.

Eine Frau gießt einen Weihnachtsstern: Die Pflanze verträgt keine Staunässe und sollte deshalb nicht zu oft gewässert werden.
Weihnachtssterne vertragen keine Staunässe und sollten deshalb nicht zu oft gewässert werden. © Ekaterina Yakunina/Imago

Tipp 2 für schöne Weihnachtssterne: Der richtige Standort

In der Wohnung angekommen, kommt es darauf an, den richtigen Platz für den Christstern zu finden. Die Tropenpflanze braucht einen hellen und warmen Standort, direkte Sonne und kalte Zugluft dagegen, verträgt sie nicht sonderlich gut. In einem NDR-Bericht ist von einer optimalen Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius die Rede.

Tipp 3: Weihnachtssterne mögen keine Nässe – Richtig gießen ist entscheidend

Noch empfindlicher als an den Blättern ist der Weihnachtsstern allerdings an der Wurzel. Im MDR „Wintergarten“ bezeichnete Garten-Expertin Brigitte Goss die Pflanze daher sogar als „Diva“. Sie habe gerade an der Wurzel einfach besondere Ansprüche. Wenn man die aber kennt, ist der Weihnachtsstern eine sehr robuste und pflegeleichte Pflanze.

Es ist vor allem nicht einfach, beim Gießen das richtige Maß zu finden. Denn der Weihnachtsstern verträgt keine Staunässe – darf daher also nicht zu viel gegossen werden – trocknet allerdings auch schnell aus, wenn er zu wenig Wasser bekommt. Am besten wässert man den Weihnachtsstern im sogenannten Tauchbad. Dazu wird die ganze Pflanze aus dem Topf genommen und kurz in lauwarmes Wasser getaucht. Dann den Weihnachtsstern wieder rausnehmen, kurz abtropfen lassen und zurück in den Topf stellen.

Tipp 4: Weihnachtsstern umtopfen und zurückschneiden

Wer seinen Weihnachtsstern über mehrere Jahre entwickeln möchte, muss ihm im Frühjahr dann noch einmal besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Damit die kleine Pflanze gut wächst, sollte sie entweder gleich nach dem Kauf, oder dann spätestens im April in einen größeren Topf mit frischer Erde gepflanzt werden.

Das ist besonders wichtig bei Weihnachtssternen, die nicht in einer Gärtnerei, sondern bei Discountern wie Aldi oder Lidl gekauft wurden, da die Pflanzen im Handel oft in minderwertiger Erde sitzen. Am besten eignet sich für den Weihnachtsstern Kakteenerde, weil sie nicht so viel Wasser speichert, oder auch Blumenerde, die mit Perliten oder Tongranulat durchlässiger gemacht wird.

Um das buschige Wachstum des tropischen Weihnachtssterns zu fördern, sollte die Pflanze im Mai um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden. So werden die Verzweigungen angeregt und der Weihnachtsstern kann über den Sommer wieder wachsen. Das kann im Frühjahr und Sommer auch ein Pflanzendünger unterstützen, der beim Gießen etwa alle ein bis zwei Wochen ergänzt werden kann.

MonatAktion
bis AprilWeihnachtsstern in größeren Topf mit frischer Erde pflanzen
MaiWeihnachtsstern um ein Drittel zurückschneiden

Hinweis: Im Frühling und Sommer kann der Weihnachtsstern auch nach draußen in den Garten umziehen. Am wohlsten fühlt sich die Tropenpflanze hier im Halbschatten.

Tipp 5: So werden die Hochblätter des Weihnachtssterns wieder farbig

Nach der Weihnachtszeit verliert der Christstern in der Regel seine farbigen Blätter und über den Sommer wachsen dann erst einmal nur grüne Blätter nach. Das sollte aber kein Grund sein, sich jedes Jahr eine neue Pflanze zu kaufen, denn mit der richtigen Pflege, wird auch der eigene Weihnachtsstern im Winter wieder zu einem farbigen Blickfang.

Damit das klappt, darf der Weihnachtsstern ab Oktober nur noch maximal 12 Stunden Licht abbekommen. Dafür sollte die Pflanze dann in einem abgedunkelten Raum stehen, oder täglich für mindestens 12 bis 14 Stunden mit einem Eimer oder Karton abgedeckt werden. (iwe)

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