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Maden in der Mülltonne: Wie Sie die Larven loswerden

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Von: Stefan Ruhl

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Ohne Eingreifen können immer mehr Maden die Mülltonne befallen. © Birgit Reitz-Hofmann/Imago

Der Sommer ist da und es ist heiß. Perfekte Bedingungen für Fliegen, sich in Mülltonnen zu vermehren. So werden Sie die Maden im Nu los.

Kassel – Heiße Temperaturen im Sommer treiben die Gärungsprozesse in Mülltonnen voran, vor allem im Biomüll. Das lockt viele Fliegen an und bereitet optimale Brutbedingungen. Sind die Eier geschlüpft, kriechen überall Maden herum. Eine sehr unappetitliche und unangenehme Situation mit den Schädlingen.

Es gibt jedoch einige Hausmittel, die man gegen einen Madenbefall einsetzen kann. Diese können proaktiv oder vorbeugend genutzt werden. Hier einige Tipps und Tricks.

Hausmittel gegen Madenbefall der Mülltonne: Vorsorge ist wichtig

Die Problematik eines Madenbefalls beginnt bereits in den häuslichen Mülleimern. Schon hier haben Fliegen oft Zugang zu den Essensresten und legen ihre Eier in den Müll. Man sollte also schon früh mit einer Vorsorge beginnen, das geht mit einfachen Hausmitteln. Es empfiehlt sich Mülleimer mit einem Deckel zu verwenden oder offene Eimer mit einem Tuch abzudecken oder ein Stück Fliegengitter darüberzulegen. Damit minimiert man die Möglichkeit eines Befalls von Anfang an.

Ebenfalls bietet es sich an, für Biotonnen konzipierte Papiertüten zu verwenden oder Zeitungspapier zu nutzen und den Müll nicht einfach so in der Tonne zu entsorgen. Zum einen mindert das den Zugang für die Fliegen zum Müll, zum anderen ist es hygienischer, saugt Nässe auf und erspart einem die mühsamen Reinigungsarbeiten nach der Leerung der Mülleimer und Tonnen. Alternativ zur Tüte kann man auch mit Heu den Schutz vor Nässe erhöhen.

Eine weitere Möglichkeit zur Vorbeugung ist das Verhindern von Feuchtigkeit und Fäulnisgasen. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die regelmäßige Reinigung der Tonnen. Da es jedoch besonders im Sommer schwer ist, Feuchtigkeit und Fäulnis in Mülltonnen zu verhindern, bietet sich der Einsatz von Hausmitteln, wie speziellen Pulvern aus dem Baumarkt an oder das Nutzen von Gesteinsmehl und Kalk. Auch Katzenstreu ist eine Alternative. Diese Pulver nehmen die gebildete Feuchtigkeit in der Tonne auf und binden diese, sodass Fäulnisvorgänge verlangsamt werden und das bei Fliegen beliebte feuchtwarme Klima gemindert wird.

Maden im Bio-Müll: Essig hält Larven fern

Sollte der Madenbefall bereits erfolgt sein, so helfen vor allem bestimmte Düfte bei der Bekämpfung. Essig ist hierbei ein Allrounder. Mit Essig hat man nicht nur eine desinfizierende Wirkung, sondern vertreibt unerwünschte Tierchen in der Tonne. Hierzu einfach die Tonne mit einem Wasser-Essig-Gemisch einreiben oder einsprühen. Bereits nach kurzer Zeit sollte sich der Madenbefall reduziert haben. Laut dem Baumarkt OBI hassen Maden und Fliegen den beißenden und leicht ätzenden Geruch des Essigs und bestimmter Öle, weshalb sie sich zurückziehen.

Wichtig: Bei der Reinigung der Mülltonne, nachdem man diese mit Essig oder Essigreiniger behandelt hat, darf das Abwasser nicht einfach im Garten ausgeleert werden, da es sonst ins Grundwasser gelangen könnte. Deshalb rät das Umweltbundesamt, einen Abfluss zu suchen, in den man das verbrauchte Wasser kippen kann. Alternativen sind das Nutzen von einem Eimer und einem Lappen, anstatt die Mülltonne großflächig auszuspritzen.

Hausmittel gegen Madenbefall: Ätherischer Öle und Gewürze

Auch ohne Essig gibt es Möglichkeiten, die Plagegeister mit Düften loszuwerden. Hierzu eignet sich besonders gut Zitrus-, Lavendel- oder Teebaumöl. Diese Öle geben besonders intensive und außergewöhnliche Gerüche ab, wodurch ebenfalls Maden und Fliegen ferngehalten werden können. Wie beim Essig kann die Behandlung mit diesen Ölen per Einreiben mit einem Lappen oder per Einsprühen erfolgen.

Madenbefall durch Fliegen

Fliegen können laut Umweltbundesamt bis zu 150 Eier auf einmal legen. Aus jedes dieser Eier schlüpfen nach kurzer Zeit Maden. Haben die Maden genug zu fressen und ein feuchtwarmes Klima, so können sie schnell selbst zu Fliegen heranwachsen und auch bald Eier legen. Der Teufelskreis wiederholt sich ohne externes Eingreifen immer wieder. Es können dadurch erhebliche gesundheitliche Risiken für den Menschen entstehen, da Fliegen, hier vor allem Schmeißfliegen, auf gegorenem Essen sitzen oder auf Kothaufen von Tieren. Dadurch können nach Angaben des Umweltbundesamtes Krankheitserreger übertragen werden, sollten die Fliegen auf der Haut des Menschen oder dessen Essen landen.

Maden haben eine weiche und feuchte Oberfläche, was sie wenig vor äußeren Einflüssen schützt. Deshalb ist eine weitere Lösung gegen den Befall das aktive Abtöten der Madennester. Hierfür einfach etwas Kochsalz auf die Maden streuen und Madennester damit behandeln. Das Salz trocknet die Maden aus und lässt diese verenden. Ein ähnliches Ergebnis lässt sich auch mit einer eingekochten Pfeffer-Wasser-Lösung erreichen.

Wichtig: Salz sollte man nur sehr sparsam einsetzen und möglichst nicht in Biotonnen oder Komposthaufen verwenden, da es ähnlich wie Streusalz die Natur belasten kann.

Hausmittel gegen Maden im Mülleimer

Beim Müll kommt es oft auf eine schnelle und sachgerechte Entsorgung an. Hierfür gibt es die Müllabfuhr. Preislich und leistungstechnisch gibt es dabei große Unterschiede in den Städten. Die Hauseigentümergemeinschaft Haus & Grund hat ein Ranking zu Müllentsorgung hierzu aufgestellt. (stru)

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