1. Startseite
  2. Verbraucher

Mehrweg bei McDonald’s: Was sich für Kunden jetzt ändert

Erstellt:

Von: Kilian Bäuml

Kommentare

Seit dem 01. Januar besteht in Deutschland die Mehrwegpflicht. McDonald‘s hat sich ein eigenes System für seine Restaurants überlegt.

Kassel – Das Jahr 2023 startet mit einigen neuen Regelungen, die in Kraft treten. Eine der Neuerungen in diesem Jahr ist die Einführung der Mehrwegpflicht. Gastronomen sind seit dem 01. Januar verpflichtet, ihren Kunden zur Mitnahme von Speisen und Getränken einen Mehrweg-Behälter zur Verfügung zu stellen. Wie das Angebot konkret aussehen soll, wird den Anbietern selbst überlassen. Die amerikanische Fast-Food-Restaurant-Kette McDonald’s hat sich eine eigene Option als Mehrweg-Angebot für Kunden überlegt.

Auf seiner Internetseite informiert McDonald’s darüber, dass es in Zukunft in allen Filialen in Deutschland ein einheitliches Pfand-System einführt. Beim Kauf von Getränken erhalten die Kunden auf Wunsch einen Mehrwegbecher gegen ein Pfand im Wert von zwei Euro. Der Becher kann an jedem deutschen McDonald’s-Restaurant und McDrive zurückgegeben werden. Die Mehrwegpflicht gilt für Verpackungen aus Kunststoff, da McDonald’s seine Speisen in Papier verpackt, muss hier keine Mehrweg-Alternative angeboten werden.

UnternehmenMcDonald's
Filialen1440 in Deutschland
Neues AngebotMehrweg-Verpackungen

Änderung bei McDonalds: Mehrweg-System ist nicht ganz neu

In einigen McDonald’s-Filialen wurde das Mehrweg-System bereits 2022 ausprobiert und dann im Dezember 2022 auf alle deutschen Filialen ausgeweitet. Damit hat die Fast-Food-Kette ein eigenes und einheitliches Pfand-System. Außer Getränken kann auch Eis in der Mehrwegverpackung gekauft werden. Schon vor der Einführung der eigenen Mehrweg-Becher konnten Gäste seit 2016 ihre Getränke bei McDonalds in mitgebrachte Becher oder Tassen abfüllen lassen.

Müll von McDonald‘s
Mit der Mehrwegpflicht soll Verpackungsmüll reduziert werden. (Symbolbild) © Boris Schumacher/Imago

Änderung nicht nur bei McDonald‘s: Die Mehrwegpflicht gilt überall

Durch das neue Gesetz wird sich auch in anderen Restaurants und Cafés einiges ändern. Seit diesem Jahr sind alle Restaurants und Cafés verpflichtet, ihren Kunden eine Mehrweg-Verpackung zur Mitnahme ihrer Speisen und Getränke anzubieten. Ziel ist es, damit Verpackungsmüll zu reduzieren und dadurch Ressourcen zu schonen. Die Mehrweg-Alternative darf nicht mit Mehrkosten für Kunden verbunden sein, ein Pfand, wie bei McDonalds, ist jedoch erlaubt.

An die Mehrwegpflicht müssen sich alle großen Betriebe in Deutschland halten, die Speisen und Getränke an Kunden vertreiben. Auch einige Supermärkte, wie Edeka möchten mit einem Pfandsystem Verpackungsmüll reduzieren. Ausgenommen von der Mehrwegpflicht sind nur Betriebe, deren Fläche kleiner als 80 Quadratmeter ist oder die weniger als fünf Mitarbeiter beschäftigen. (kiba)

Auch interessant

Kommentare